Termine 2016


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Veranstaltungen



Freitag, 24. Juni 2016, 11:30 Uhr

Ausstellungseröffnung

»Ravensdruck«

Diese Ausstellung bildet den Abschluss einer fünftägigen Projektwoche von Schülerinnen und Schülern der Ernst Litfaß-Schule (Oberstufenzentrum Mediengestaltung und Medientechnologie) aus Berlin. Das von der Dr. Hildegard Hansche-Stiftung und dem Internationalen Freundeskreis der Gedenkstätte geförderte Kooperationsseminar fand in diesem Jahr zum fünften Mal statt. Mit der Druckpresse im Gepäck haben sich die Schülerinnen und Schüler in dieser Woche intensiv mit der Geschichte Ravensbrücks auseinandergesetzt. Im Mittelpunkt standen dabei von Häftlingen angefertigten Zeichnungen und Miniaturgegenständen, die als Inspirationsquellen für eigene künstlerische Gestaltungen mit der Druckpresse dienten. Die Ergebnisse dieser kreativen Projektwoche werden in der Ausstellung präsentiert.

Ort: Besucherzentrum der Gedenkstätte

 

 

Samstag, 25. Juni 2016, 14 Uhr
Ausstellungseröffnung

Kriegsgefangene Rotarmistinnen im KZ. Sowjetische Militärmedizinerinnen in Ravensbrück

Begrüßung: Dr. Insa Eschebach, Leiterin der Gedenkstätte Ravensbrück

Einführung: Dr. Ramona Saavedra Santis, Co-Kuratorin der Ausstellung

Vortrag: Jens Nagel, Leiter der Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain

 Wege nach Ravensbrück. Rotarmistinnen im Kriegsgefangenenlager Zeithain

Ort: Großes Foyer in den Garagen

 

 

Donnerstag, 30. Juni 2016, 9-17 Uhr

Infotag »Gedenkstätten als Orte deutsch-polnischer Begegnungen«

Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und das Deutsche Jugendherbergswerk Berlin-Brandenburg betreiben gemeinsam gedenkstättennahe Internationale Jugendbegegnungsstätten. Diese haben Erfahrungen in der Kooperation mit deutsch-polnischen Gruppen. Ihre Besuche in einer Gedenkstätte für die Opfer der deutschen nationalsozialistischen Verbrechen stellen eine große Herausforderung für die Jugendlichen und ihre Betreuerinnen und Betreuer dar. Sie erfordern eine besondere Vor- und Nachbereitung. Falls Sie bereits im Rahmen Ihrer schulischen Arbeit mit polnischen Partnerschulen Begegnungen durchführen oder initiieren möchten und Interesse an einem Gedenkstättenprojekt haben, möchten wir Sie zu einem Tagesseminar in die Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen einladen. Dort werden erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pädagogischen Dienste der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen und der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück Ihnen die Gedenkstätten, die Jugendbegegnungsstätten, Angebotsformate und Methoden für deutsch-polnische Begegnungsprojekte vorstellen. Darüber hinaus wird das Deutsch-Polnische Jugendwerk über sein Förderprogramm ‚Wege zur Erinnerung‘ informieren, mit dem bi- oder trilaterale Begegnungen an Gedenkstätten finanziell unterstützt werden können. Die Veranstaltung wird als Lehrerfortbildung anerkannt.

09.00   Beginn des Seminars

Begrüßung durch Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und Leiter der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, und Alexander Fritzke, Vorsitzender des Verwaltungsrates des Deutschen Jugendherbergswerks Berlin-Brandenburg

09.30   Vorstellung gedenkstättenpädagogischer Angebote der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

   durch Stephanie Bohra und Katja Anders, Pädagogische Dienste der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

10.30   Vorstellung gedenkstättenpädagogischer Angebote der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

            durch Dr. Matthias Heyl, Pädagogische Dienste der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück      

11.30   Vorstellung des Förderprogramms des DPJW »Wege zur Erinnerung«

            durch Dorota Bastos, Deutsch-Polnisches Jugendwerk           

12.30   Mittagsimbiss

13.30   Begehung und Vorstellung der Jugendherberge Sachsenhausen | Internationale  Jugendbegegnungsstätte »Haus Szczypiorski«

            durch Carolin Herrmann, Herbergsleitung und Katja Anders, Pädagogische Dienste der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

14.30   Ideenbörse

15.30   Rundgang durch die Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

            durch Stephanie Bohra und Katja Anders, Pädagogische Dienste der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen  

17.00   Ende des Seminars

Seminarorte:::Besucherzentrum der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Straße der Nationen, 16515 Oranienburg, http://www.gedenkstaette-sachsenhausen.de

Haus Szczypiorski, Internationale Jugendbegegnungsstätte Sachsenhausen, Bernauer Str. 162, 16515 Oranienburg http://jh-sachsenhausen.jugendherbergen-berlin-brandenburg.de/de-DE/Portraet

Anmeldung und Rückfragen:  Um Anmeldung bis 24. Juni 2016 wird gebeten: Mail: anders@gedenkstaette-sachsenhausen.de oder telefonisch unter: 03301 200 203. Für Rückfragen erreichen Sie hier auch Katja Anders, Mitarbeiterin der Pädagogischen Dienste der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Zur Einladung...

 

Donnerstag, 7. Juli - Freitag, 8. Juli | Ravensbrück außer Haus

Musikalische Erinnerungsorte: Kunst und Widerstand in Lagern | Lieux de mémoire musicale : Création et résistance dans les camps

Die Leiterin der Gedenkstätte Ravensbrück, Dr. Insa  Eschebach, und die Leiterin der Museologischen Dienste der Gedenkstätte, Dr. Sabine Arend, beteiligen sich mit Vorträgen an dem Workshop der International Research Training Group Diversity an der Universität des Saarlandes. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.irtg-diversity.com/index.php?page=now-and-upcoming&article=180 

 

 

Sonntag, 17. Juli 2016, 14:30 Uhr

Themenführung

„Das Krankenrevier im  KZ Ravensbrück“

Dr. Sabine Arend, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gedenkstätte Ravensbrück,   stellt in der Themenführung die Funktionsweise und Bedingungen eines Ortes vor, der  vom Wort her positiv assoziiert ist und in seiner Wirklichkeit ein Ort maßgeblicher Verbrechen war.   In der Ausstellung und im Gelände werden die entsprechenden Bezugspunkte gemeinsam besucht.

Diese Führung ist für TeilnehmerInnen unter 18 Jahren nicht geeignet. 

Treffpunkt: am Besucherzentrum der Gedenkstätte

Entgelt: 3 Euro, ermäßigt 2 Euro 

 

 

Samstag, 30. Juli 2016, 11 Uhr und 14 Uhr

Themenführung

»Täterschaft in Ravensbrück«

Thomas Kunz, Mitarbeiter der Pädagogischen Dienste der Gedenkstätte, begleitet Sie auf einem Rundgang zum Thema des weiblichen und männlichen SS-Personals.

Treffpunkt: am Besucherzentrum der Gedenkstätte

Entgelt:  3,- € | 2,- € (ermäßigt)

 

Samstag, 30. Juli 2016, 19 Uhr

Konzert des Landesjugendorchesters Mecklenburg-Vorpommern,

Solisten: Aurélie Franck (Mezzosopran), Martynas Levickis (Akkordeon)

Leitung: Stanley Dodds

Werke von Václav Trojan und Josef Suk sowie Auszüge aus der im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück entstandenen Operette „Le Verfügbar aux enfers“ von Germain Tillion

In Kooperation mit dem Landesmusikrat Mecklenburg-Vorpommern e. V., Kulturfeste im Land Brandenburg e. V. und der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Fürstenberg/Havel

Ort: Stadtkirche Fürstenberg an der Havel

Eintritt frei. Um eine Spende wird gebeten.

 

 

Samstag, 7. August 2016, 10.30 - 14 Uhr

Themenführung

»Der Lagerkomplex Ravensbrück – Frauen-Konzentrationslager, Männerlager, ›Jugendschutzlager Uckermark‹, Siemens« per Rad

Angelika Meyer, Mitarbeiterin der Pädagogischen Dienste der Gedenkstätte, begleitet Sie auf eine umfassende Fahrradtour über das historische Lagerareal.
Bitte bringen Sie Ihr eigenes Fahrrad mit.

Treffpunkt: am Besucherzentrum der Gedenkstätte

Entgelt:  3,- € | 2,- € (ermäßigt) 

 

 

Freitag, 18. August 2016, 18 Uhr

Buchvorstellung

Wolfram Adolphi: Hartenstein. Der Balte vom Werk, Berlin 2015.

Lesung und Gespräch mit Wolfram Adolphi

Der Ingenieur Hermann Hartenstein hat jahrzehntelang erfolgreich im größten Chemiewerk der DDR gearbeitet - und vorher, im Zweiten Weltkrieg, auch in dem von der I.G. Farben errichteten Werk in Auschwitz.  Wie kam einer zu solch einem Lebenslauf?

Jakob, der Enkel, nun selbst schon über 60, geht den Spuren des Großvaters nach: Im baltischen Kurland, dem Ort von Kindheit, Jugend und soldatischer Erfahrung; im Slowakischen, wo Hermann seine junge Familie über die Weltwirtschaftskrise 1928-32 bringt; und am Liebigtor in Leupau, wo er im Frühjahr 1945 entscheidet, nicht mit den Amerikanern in den Westen zu gehen, sondern mit den Sowjets im Osten den Neuanfang zu wagen. Mit Auschwitz im Rücken.

Eine Veranstaltung der Gedenkstätte Ravensbrück in Zusammenarbeit mit  dem Kulturgasthof  Alte Reederei, Fürstenberg

Ort: Alte Reederei, Brandenburger Str. 38, 16798 Fürstenberg

 

 

Samstag, 20. August 2016, 10.30 - 14 Uhr

Themenführung

»Der Lagerkomplex Ravensbrück – Frauen-Konzentrationslager, Männerlager, ›Jugendschutzlager Uckermark‹, Siemens«

Dr. Matthias Heyl, Leiter der Pädagogischen Dienste der Gedenkstätte, begleitet Sie auf einen umfassenden Rundgang über das historische Lagerareal.

Treffpunkt: am Besucherzentrum der Gedenkstätte

Entgelt:  3,- € | 2,- € (ermäßigt) 

 

 

Montag, 22. August – Donnerstag, 25. August 2016

Ravensbrücker Generationenforum

Eine Veranstaltung der Dr. Hildegard Hansche Stiftung und der Gedenkstätte Ravensbrück, unterstützt von der Körber-Stiftung, Hamburg, und der Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft
Anmeldung und Information:
paedagogik@ravensbrueck.de

 

 

 

Sonntag, 28. August - Freitag, 2. September 2016 

Europäische Sommeruniversität Ravensbrück
11. Europäische Sommer-Universität Ravensbrück

Lager im 20. Jahrhundert. Arbeit, Repression und Zwangsmigration in geschlechterhistorischer Perspektive.

Lager im 20. Jahrhundert – als Schauplätze des Ausschlusses, als Orte extremer sozialer und politischer Kontrolle und als Orte der Gewalt – sind Thema des 11. Sommer-Universität Ravensbrück. Funktionen der Internierung wie Repression, Zwangsarbeit, Umerziehung und Zwangsumsiedlung werden dabei aus geschlechterhistorischer Perspektive analysiert und diskutiert.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin, dem Lehrstuhl Deutsche Geschichte der Humboldt Universität zu Berlin und in Kooperation mit dem College der Leuphana Universität Lüneburg

Information: hier...

Anmeldung:  sommer-uni@ravensbrueck.de

 

 

 

Freitag, 14. Oktober, bis Samstag, 15. Oktober 2016

Workshop

Verkehr mit Fremdvölkischen. Geschichte und Nachgeschichte des „Umgangsverbots“ mit Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern im Nationalsozialismus

Die NS-Führung betrachtete die rund 7 Millionen zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppten Ausländerinnen und Ausländer als „volkstumspolitische Gefahr“: Sexuelle Kontakte zu „Fremdvölkischen“ wurden unter Strafe gestellt. Etwa 3500 Frauen waren im KZ Ravensbrück aufgrund einer Beziehung zu einem Ausländer in Haft. Osteuropäer mit Beziehungen zu deutschen Frauen wurden in der Regel erhängt, ihre Partnerinnen öffentlich angeprangert und anschließend inhaftiert.

Thema der Tagung sind die die Praktiken der Verfolgung und Stigmatisierung der Betroffenen wie auch die Haftbedingungen in den Konzentrationslagern, Arbeitserziehungslagern und weiteren Haftstätten.

In Kooperation mit der Gedenkstätte Breitenau, der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ  Hinzert und der Gedenkstätte und  Museum Trutzhain.

Ort: Veranstaltungssaal in den Garagen

Anmeldung und Information: info@ravensbrueck.de

 

 

 

Freitag,11. November 2016, 10 bis 18 Uhr

Workshop

Ravensbrück: Das Fotoalbum der SS (1940/41)

Ein Workshop zu Fragen der Bildgeschichte, der Restaurierung und der Rezeption.

In einem interdisziplinären Workshop soll das Album aus historischer, fotohistorischer und restauratorischer Perspektive analysiert werden, um neue Erkenntnisse zur Entstehung, Funktion und Bedeutung des Albums zu gewinnen.

Ort: Veranstaltungssaal in den Garagen

Anmeldung und Information: arend@ravensbrueck.de

 

Dienstag, 22. - Samstag, 26. November 2016

Die Gedenkstätten Sachsenhausen und Ravensbrück als Bildungs- und Begegnungsorte.

Methodenseminar des Deutsch-Polnischen Jugendwerks und der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren deutsch-polnischer Jugendbegegnungen

Ort: Haus Szczypiorski, Internationale Jugendbegegnungsstätte Sachsenhausen, Bernauer Str. 162, 16515 Oranienburg

...zum Flyer als PDF-Datei


 

 

Aktuelle Sonderausstellungen

 

 

 24. Juni 20616 bis 5. August 2016

»Ravensdruck«

Diese Ausstellung bildet den Abschluss einer fünftägigen Projektwoche von Schülerinnen und Schülern der Ernst Litfaß-Schule (Oberstufenzentrum Mediengestaltung und Medientechnologie) aus Berlin. Das von der Dr. Hildegard Hansche-Stiftung und dem Internationalen Freundeskreis der Gedenkstätte geförderte Kooperationsseminar fand in diesem Jahr zum fünften Mal statt. Mit der Druckpresse im Gepäck haben sich die Schülerinnen und Schüler in dieser Woche intensiv mit der Geschichte Ravensbrücks auseinandergesetzt. Im Mittelpunkt standen dabei von Häftlingen angefertigten Zeichnungen und Miniaturgegenständen, die als Inspirationsquellen für eigene künstlerische Gestaltungen mit der Druckpresse dienten. Die Ergebnisse dieser kreativen Projektwoche werden in der Ausstellung präsentiert.

Ort: Besucherzentrum der Gedenkstätte

 

 

25. Juni 2016 bis 4. September 2016

„Im Dienst der Verwundeten und Kranken“.  Weibliches  medizinisches Personal der Roten Armee im Krieg und in der Gefangenschaft

Eine Ausstellung der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Russischen Museum  Berlin-Karlshorst. 

Während des Zweiten Weltkriegs standen mehr als 800.000 sowjetische Frauen im Dienst der Roten Armee.  Bekanntheit über die Landesgrenzen hinaus erlangten vor allem die Soldatinnen, die unmittelbar am Kampfeinsatz  beteiligt waren. Die Nachtbomberpilotinnen, bekannt auch als „Nachthexen“, und Scharfschützinnen repräsentieren das Außergewöhnliche der weiblichen Kriegsteilnahme.

Mehr als die Hälfte dieser Frauen kam jedoch im Sanitätsdienst der sowjetischen Streitkräfte zum Einsatz. Sie stellten 41 Prozent der Frontärzte und 100 Prozent des Pflegepersonals. Vor allem in der Frontnähe übten sie ihren Dienst unter schweren Bedingungen und ständiger Lebensgefahr aus. Die Verluste des militärmedizinischen Personals waren die zweithöchsten nach der Infanterie im Kampfeinsatz.

Die zweisprachige Ausstellung macht diesen  geschlechtsspezifischen Militäreinsatz zum Thema. Im ersten Teil wird die lange Tradition der Kriegsverwundetenpflege und -versorgung  durch weibliches medizinisches Personal skizziert, die in Russland Mitte des 19. Jahrhunderts beginnt. Der zweite Teil fokussiert auf den Zweiten Weltkrieg und hebt vor allem auf das Schicksal der in die deutsche Gefangenschaft geratenen Medizinerinnen ab. Im letzten Teil werden zehn kriegsgefangene Ärztinnen und Krankenschwestern porträtiert, die im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück inhaftiert waren.    
Die Ausstellung wurde bereits im Deutsch-Russischem Museum Berlin-Karlshorst  gezeigt.

Ort: Gedenkstätte Ravensbrück, im großen Foyer in den Garagen

Anschließend wird sie im Militärmedizinischem Museum in St. Petersburg/ Russland gezeigt.

29. Juni bis 31. August 2016 | Ravensbrück außer Haus

„… unfähig, diesen Schrecken aufzuhalten“. Die medizinische Versorgung im Frauen-KZ Ravensbrück durch Häftlinge

Eine Ausstellung der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten  und des  Arbeitskreises Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e. V.  

Im Fokus der Wanderausstellung steht die Arbeit des medizinischen Häftlingspersonals im Frauenlager zwischen 1939 - 1945 und im Männerlager 1941-1945: Die Häftlinge versuchten ohne ausreichende Medikamente und Verbandsmaterial, Kranken und Verletzten zu helfen.

Die SS hatte Häftlinge mit medizinischer Vorbildung  aus Ost- und Westeuropa als Ärztinnen und Ärzte und Pflegerinnen und Pfleger eingesetzt. Ihre Position als Funktionshäftlinge verlangte eine Gratwanderung zwischen den Befehlen der SS, ihren eigenen Überlebensinteressen und den Bedürfnissen der Kranken. Verletzte und kranke Häftlinge beurteilten ihre Arbeit, wie die Berichte von Überlebenden dokumentieren, sehr unterschiedlich: Neben der Anerkennung ihres Einsatzes für die Mithäftlinge wurden sie u.a. auch für die Nichtbehandlung von Kranken, Selektionen und Tötungen mitverantwortlich gemacht.

Schwerpunkte der Präsentation sind: Aufnahme ins KZ - der erste Kontakt mit dem Revier, das lange Warten auf Untersuchungen, die mangelnde Hygiene, die Behandlung von Verletzungen und Krankheiten, medizinische Verbrechen, die Geburtenabteilung und die Pathologie sowie die juristische Aufarbeitung von

Verbrechen in Hamburg (1946-1948) und Simferopol (1949/50).
In einem biographischen Teil werden Frauen aus Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Polen, der Schweiz, der Sowjetunion und Tschechoslowakei sowie zwei tschechische Männer vorgestellt, die ärztlich und pflegerisch unter Aufsicht der SS gearbeitet haben.

Ort: CharitéCrossOver, Campus Charité Mitte, Charitéplatz 1 in 10117 Berlin, Geländeadresse: Virchowweg 6

 

 

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