Termine 2018


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Veranstaltungen



 

 

Dienstag, 7. November 2018, 18 Uhr | Ravensbrück außer Haus

Erinnerungskultur unter Druck von rechts

Vortrag von Dr. Matthias Heyl, Leiter der Pädagogischen Dienste der Gedenkstätte, im Rahmen  der Ringvorlesung »Populismus – Popkultur – Pädagogik«

Veranstalter:  Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien und die Fachhochschule Clara Hoffbauer Potsdam

Ort: Haus der Natur, Lindenstraße 34, 14467 Potsdam

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Mittwoch, 8. November 2018 | Ravensbrück außer Haus

Lange Nacht der Jugend. Unsere Zukunft hat Geschichte.

Der  Leiter der Pädagogischen Dienste der Gedenkstätte, Matthias Heyl, ist zu Gast.

Ort: Rathaus Bremen

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Donnerstag, 9. November 2018 | Ravensbrück außer Haus

Gedenkveranstaltung der Bremischen Bürgerschaft aus Anlass des 80. Jahrestags des Novemberpogroms.

Der  Leiter der Pädagogischen Dienste der Gedenkstätte, Matthias Heyl, ist Gastredner.

Ort: Bremische  Bürgerschaft

 

 

 

Samstag, 10. November 2018, 11 bis 17 Uhr | Kolloquium

„Kinder im KZ Bergen-Belsen“   

Im KZ Ravensbrück waren mindestens 900 Mädchen und Jungen im Alter von zwei bis 16 Jahren aus 18 Nationen inhaftiert. Sie wurden mit ihren Familien eingewiesen oder ohne Angehörige aus anderen Lagern überstellt. Mehr als 600 Kinder kamen zwischen 1943 und 1945 im KZ Ravensbrück zur Welt. Die meisten Neugeborenen starben nach kurzer Zeit.

Jungen wurden meist ab dem zwölften Lebensjahr im Männerlager untergebracht; ab Herbst 1944 lebten sie dort in einem eigenen Block. Im Frauenlager blieben die Kinder mit den Erwachsenen zusammen. Etwa ab dem zwölften Lebensjahr wurden sie zur Arbeit eingesetzt, Jüngere blieben tagsüber in den Baracken. Mithäftlinge organisierten heimlich Spielzeug und Unterricht, „Lagermütter“ wurden zu Bezugspersonen für Kinder ohne Angehörige. In ihren Spielen wie „Appell“, „Selektion“ und „SS“ bildeten die Kinder die Lagerrealität ab.

Mehr als 4.300 Frauen und Kinder wurden Anfang 1945 aus dem KZ Ravensbrück in das KZ Bergen-Belsen deportiert. Im KZ Bergen-Belsen befanden sich unter den rund 120.000 inhaftierten Menschen aus fast allen europäischen Ländern auch etwa 3.500 Kinder unter 15 Jahren. Die meisten von ihnen wurden als Juden verfolgt, andere gehörten zur Gruppe der Sinti und Roma oder waren mit ihren Müttern aus politischen Gründen inhaftiert worden. Viele Kinder starben an Hunger, Krankheiten, Seuchen und Gewalt. Die Überlebenden waren für ihr Leben durch die körperlichen und seelischen Qualen geprägt.

Begleitend zur Ausstellung „Kinder im KZ Bergen Belsen“, einer Wanderausstellung der Gedenkstätte Bergen Belsen, die derzeit in der Gedenkstätte Ravensbrück zu sehen ist, findet am Samstag, den 10. November ein wissenschaftliches Colloquium statt. Dr. Bärbel Schindler-Saefkow, Tochter der KZ Überlebenden Anne Saefkow, führt mit Britta Pawelke, Mitarbeiterin der Gedenkstätte Ravensbrück, in konkrete Biografien ein. Die Soziologin Dr. Maja Suderland, Hochschule Darmstadt, geht der Frage nach Kindheit als sozialer Kategorie nach. Diana Gring, Kuratorin der Ausstellung, wird über Transporte von Frauen und Kindern aus dem KZ Ravensbrück in das KZ Bergen-Belsen im Frühjahr 1945 berichten und der stellvertretende Leiter der Gedenkstätte Bergen-Belsen, Dr. Thomas Rahe, spricht über Kinderspiele im KZ Bergen-Belsen. Abschließend referiert Gedenkstättenleiterin Dr. Insa Eschebach über „Erinnerungen ehemaliger Häftlinge an Kinder im KZ Ravensbrück“ und Dr. Wiebke Hiemesch, Stiftung Universität Hildesheim, wird aus der Perspektive der Kinder über „Erinnerte Geschichte“ sprechen.

 

 

11.00 Uhr: Dr. Insa Eschebach, Begrüßung

11.15 Uhr: Zur Einführung. Biografische Porträts, vorgestellt von: Britta Pawelke/Dr. Bärbel Schindler-Saefkow

11.45 Uhr: Dr. Maja Suderland, Kindheit als soziale Kategorie

12.15 Uhr: Diskussion

Moderation: Dr. Matthias Heyl

 

12.45 Uhr: Mittagspause

 

13.15 Uhr: Diana Gring, „Wir sollten da einfach sterben...“ Transporte von Frauen und Kindern aus dem KZ Ravensbrück in das KZ Bergen-Belsen im Frühjahr 194

13.45 Uhr: Dr. Thomas Rahe, Kinderspiele im KZ Bergen-Belsen

14.15 Uhr: Diskussion

Moderation: Dr. Insa Eschebach

 

14.45 Uhr: Kaffeepause

 

15.15 Uhr: Dr. Insa Eschebach, Kinder in Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. Erinnerungen ehemaliger Häftlinge

15:45 Uhr: Dr. Wiebke Hiemesch, Erinnerte Geschichte

16.15 Uhr: Diskussion und Fazit

Moderation: Dr. Sabine Arend

 

Ort: Veranstaltungssaal in den Garagen

Mit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich einver­standen, dass Bild- und Filmaufnahmen Ihrer Person erstellt und vom Veranstalter in einer Dokumentation über die Veranstaltung, für die eigene Berichterstattung über die Veranstaltung sowie im Internet verwendet und veröffentlicht werden können. Darüber hinaus können die Aufnahmen Medienvertretern auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden.

Die Ausstellung „Kinder im KZ Bergen Belsen“ ist noch bis 10. Februar 2019 in den Foyers in den Garagen zu sehen und täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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Mittwoch, 21. November 2018, 10 bis 16 Uhr | Ravensbrück außer Haus

WOII gefotografeerd

Workshop auf dem »studiedag WOII door de ogen van je publiek? Een praktische inspiratiedag« mit Matthias Heyl, Leiter der Pädagogischen Dienste der Gedenkstätte Ravensbrück.

In der Ankündigung heißt es: »Een foto vertelt meer dan één verhaal. Dat leert u van Matthias Heyl, hoofd van de educatieve dienst van de memoriaalsite Ravensbrück in Duitsland. Eerst krijgt u een inleiding over hoe hij met zijn jonge bezoekers het concentratiekamp bezoekt aan de hand van foto’s. Met een camera in de hand worden leerlingen het kamp ingestuurd om zelf de geschiedenis van deze plek te ontdekken en te vertellen. Vervolgens gaat Matthias dieper in op de verhalende en beeldvormende kracht van foto’s.«

Veranstalter: FARO en Bijzonder Comité voor Herinneringseducatie

Ort: FARO, Priemstraat 51, Brüssel

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Ende November/Anfang Dezember 2018 | Benefizveranstaltung

Wir informieren Sie hier in Bälde über den aktuellen Termin.

 

 

 

 

 


 

Aktuelle Sonderausstellungen

 

 

Samstag, 13. Oktober 2018, bis 27. Januar 2019 | Sonderausstellung „Kinder im KZ Bergen Belsen“

In den Konzentrationslagern Bergen Belsen und Ravensbrück waren auch Tausende Kinder inhaftiert. Die meisten von ihnen waren jüdischer Herkunft oder wurden als „Zigeuner“ verfolgt und waren zusammen mit ihren Müttern in die Lager deportiert worden. Ab 1944 erhöhte sich die Zahl der Kinder im Frauen-KZ Ravensbrück, vor allem mit den Transporten aus dem „Zigeunerlager“ in Auschwitz, dem aufständischem Warschau sowie den Deportationen jüdischer Frauen aus Ungarn und der Slowakei.

Nur wenige der Kinder im KZ Ravensbrück, deren Zahl 1944 etwa 500 betrug, erlebten die Befreiung. Etwa 200 von ihnen wurden in den letzten Kriegsmonaten in drei Transporten mit ihren Müttern nach Bergen Belsen überstellt. Im KZ Bergen Belsen befanden sich unter den etwa 120.000 Gefangenen insgesamt etwa 3.500 Kinder, viele von ihnen starben an Hunger, Krankheiten, Seuchen und Gewalt.

Die Sonderausstellung „Kinder im KZ Bergen Belsen“ stellt die spezifischen Lebensbedingungen und Verhaltensformen der Kinder anhand thematischer und biografischer Ansätze dar. Die Ausstellung ist multiperspektivisch angelegt und basiert auf einem breiten Spektrum von Bild- und Textquellen, das von Häftlingstagebüchern, Zeichnungen und Fotos bis zu Erinnerungsberichten und wenige Tage nach der Befreiung entstandenen Ton- und Filmaufnahmen reicht.

Nach der Präsentation in der Gedenkstätte Bergen Belsen wird die Ausstellung am Samstag, 13. Oktober 2018, in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück eröffnet. Anlässlich der Ausstellungseröffnung findet ein Colloquium über Kinder im Konzentrationslager statt.

Ort: Ehemalige SS-Garagen (bis 27. Januar 2019)

Zur Ausstellung ist eine Broschüre erschienen, die im Besucherzentrum der Gedenkstätte erworben werden kann.

Auch ist eine aufwändig gestaltete Box mit pädagogischen Begleitmaterialien erschienen. Die Box enthält ein Heft für Lehrkräfte mit didaktischen Hinweisen, historische Einführungstexte und 239 Materialkarten mit Fotos und Dokumenten für die Arbeit mit Quellen. Die pädagogischen Begleitmaterialien kosten 29,00 € und können im Besucherzentrum der Gedenkstätte erworben werden.

 

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