Termine 2016


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Veranstaltungen



Donnerstag, 15. September 2016, 9-16.30 Uhr | Ravensbrück außer Haus

13. Forum für zeitgeschichtliche Bildung der Arbeitskreise I und II der Berlin-Brandenburgischen Gedenkstätten in Berlin (in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin)

Was hat das mit mir zu tun? Subjektorientierte Pädagogik in Gedenkstätten

Ort: Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, Lernort Stasi-Zentrale / „Haus 22“, Ruschestraße 103, 10365 Berlin

Im Auftrag der Arbeitskreise (AK) I und II der Berlin-Brandenburgischen Gedenkstätten richtet der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR das diesjährige „Forum für zeitgeschichtliche Bildung“ aus und lädt sie herzlich dazu ein. Wie kann, so die in der gesellschaftlichen Diskussion wie in Fachkreisen häufig aufgeworfene Frage, historisches Lernen nachhaltig konzipiert werden? Wie gelingt es, Lernende und Lehrende zu motivieren sowie Kenntnisse zu vermitteln und Kompetenzen zu entwickeln, die auch nach der Schulzeit zur Verfügung stehen? In geschichtsdidaktischen und lerntheoretischen Diskussionen wird auf die zentrale Rolle der Interessen, Motivationen, Vorstellungen und des Vorwissens Jugendlicher verwiesen. Erfolgreiche Konzepte für das Lernen sind dem zufolge solche, die das lernende Subjekt und seine Biografie von Anbeginn an konzeptionell stärker mitdenken. Angesichts der zunehmenden Heterogenität in den Lerngruppen erscheint ein solcher Ansatz nachgerade geboten. Aber auch die Freude an der Auseinandersetzung der Lehrkräfte mit den historischen Inhalten dürfte zum Lernerfolg beitragen. Wie können also Lehrkräfte in Lernkontexten als Subjekte ernst genommen werden? Die Umsetzung von Subjektorientierung und das respektvolle Aufgreifen von Diversität sinnvoll zu verknüpfen, ist eine spannende Zukunftsaufgabe der Geschichtsvermittlung an Schulen und Gedenkstätten.
Welche spezifischen Möglichkeiten in Bezug auf Themen und Methoden bietet die Zusammenarbeit zwischen Schule und Gedenkstätten, den Subjektbezug historischen Lernens zu profilieren? Wo liegen die besonderen Herausforderungen für einen solchen Subjektbezug in den Gedenkstätten, die Orte von besonderer Dignität sind? In den Workshops werden anschließend themenbezogene Projekte aus der Zusammenarbeit von Gedenkstätten und Schulen vorgestellt und diskutiert.

 

 

Donnerstag, 13. Oktober - Samstag, 15. Oktober 2016

Workshop

Verkehr mit Fremdvölkischen. Geschichte und Nachgeschichte des „Umgangsverbots“ mit Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern im Nationalsozialismus

»Verkehr mit Fremdvölkischen« Geschichte und Nachgeschichte des »Umgangsverbots« mit Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern im Nationalsozialismus
Etwa 7 Millionen Ausländerinnen und Ausländer, unter ihnen 1,9 Millionen Kriegsgefangene, sind im Laufe des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verbracht worden und wurden hier zur Zwangsarbeit eingesetzt. Die NSFührung betrachtete diesen Umstand als »volkstumspolitische Gefah»« und fürchtete um die »Blutreinheit des deutschen Volkes«: Sexuelle Kontakte zu »Fremdvölkischen« wurden unter Strafe gestellt. Etwa 3500 Frauen waren im KZ Ravensbrück aufgrund einer Beziehung zu einem Ausländer in Haft. Osteuropäer mit Beziehungen zu deutschen Frauen wurden in der Regel erhängt, ihre Partnerinnen öffentlich angeprangert und anschließend inhaftiert. Bei diesen wegen "verbotenen Umgangs"
verfolgten Frauen und Männern handelt es sich um eine bis heute weitgehend vergessene Haftgruppe. Thema der Tagung sind die Praktiken der Verfolgung und Stigmatisierung der Betroffenen wie auch die Haftbedingungen in den Konzentrationslagern, Arbeitserziehungslagern und weiteren Haftstätten. Der Fokus der Tagung liegt auf geschlechterhistorischen, biografie- und literaturgeschichtlichen Fragestellungen. Konzeption: Karin Brandes, Insa Eschebach, Gunnar Richter,
Beate Weiter
Veranstalterinnen: Gedenkstätte Ravensbrück | Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Gedenkstätte Breitenau, Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert, Gedenkstätte und Museum Trutzhain
Gefördert durch Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg

Anmeldung und Information: info@ravensbrueck.de

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Freitag, 11. November 2016, 10 bis 18 Uhr

Workshop

Ravensbrück: Das Fotoalbum der SS (1940/41)

Ein Workshop zu Fragen der Bildgeschichte, der Restaurierung und der Rezeption.

In einem interdisziplinären Workshop soll das Album aus historischer, fotohistorischer und restauratorischer Perspektive analysiert werden, um neue Erkenntnisse zur Entstehung, Funktion und Bedeutung des Albums zu gewinnen.

Ort: Veranstaltungssaal in den Garagen

Anmeldung und Information: arend@ravensbrueck.de

 

Dienstag, 22. November - Samstag, 26. November 2016

Die Gedenkstätten Sachsenhausen und Ravensbrück als Bildungs- und Begegnungsorte.

Methodenseminar des Deutsch-Polnischen Jugendwerks und der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren deutsch-polnischer Jugendbegegnungen

Ort: Haus Szczypiorski, Internationale Jugendbegegnungsstätte Sachsenhausen, Bernauer Str. 162, 16515 Oranienburg

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Freitag,  9. Dezember - Sonntag, 11. Dezember 2016

Ravensbrücker Kolloquium: »Gedenkstätte digital« - Herausforderungen für die historisch-politische Bildung im Web 2.0

Unsere Gesellschaft erlebt derzeit eine digitale Revolution, die vieles merklich verändert, etwa die Mediennutzung, Wahrnehmung von Themen und soziale Partizipationsmöglichkeiten. Gedenkstätten nehmen diese Veränderungen wahr und haben ihren Anteil daran. Archivbestände werden digitalisiert, Ausstellungen profitieren von neuen digitalen Präsentationsformen, Gedenkstätten zeigen sich online und suchen Zugang zu neuen sozialen Netzwerken. In der Gedenkstättenpädagogik werden Formen multimedialer Arbeit integraler Bestandteil der Bildungsarbeit. Recherchen verlagern sich in Projekten forschenden Lernens zunehmend von Bibliothek und Archiv ins Internet. Gleichzeitig bilden Besucher_innen ihre Wahrnehmungen von Gedenkstätten auf Youtube, Instagram, Facebook etc. ab. Dieses Ravensbrücker Kolloquium richtet sich an Nachwuchswissenschaftler_innen, die zu Themen in diesem weiten Feld arbeiten, und lädt sie ein, ihre Beobachtungen und Thesen mit einem interdisziplinären Fachpublikum zu diskutieren. Es können weder Reisekosten erstattet, noch Honorare gezahlt werden. Es entstehen Ihnen Kosten für Unterkunft und Verpflegung in der Jugendherberge Ravensbrück.

Information und Anmeldung: paedagogik@ravensbrueck.de | https://www.facebook.com/events/203069653384630/



 

Aktuelle Sonderausstellungen

 

 

 

»Ravensdruck« | verlängert

Diese Ausstellung bildet den Abschluss einer fünftägigen Projektwoche von Schülerinnen und Schülern der Ernst Litfaß-Schule (Oberstufenzentrum Mediengestaltung und Medientechnologie) aus Berlin. Das von der Dr. Hildegard Hansche-Stiftung und dem Internationalen Freundeskreis der Gedenkstätte geförderte Kooperationsseminar fand in diesem Jahr zum fünften Mal statt. Mit der Druckpresse im Gepäck haben sich die Schülerinnen und Schüler in dieser Woche intensiv mit der Geschichte Ravensbrücks auseinandergesetzt. Im Mittelpunkt standen dabei von Häftlingen angefertigten Zeichnungen und Miniaturgegenständen, die als Inspirationsquellen für eigene künstlerische Gestaltungen mit der Druckpresse dienten. Die Ergebnisse dieser kreativen Projektwoche werden in der Ausstellung präsentiert.

Ort: Besucherzentrum der Gedenkstätte

 

 

 

25. Juni 2016 bis 31. Oktober 2016 | verlängert

„Im Dienst der Verwundeten und Kranken“.  Weibliches  medizinisches Personal der Roten Armee im Krieg und in der Gefangenschaft

Eine Ausstellung der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Russischen Museum  Berlin-Karlshorst. 

Während des Zweiten Weltkriegs standen mehr als 800.000 sowjetische Frauen im Dienst der Roten Armee.  Bekanntheit über die Landesgrenzen hinaus erlangten vor allem die Soldatinnen, die unmittelbar am Kampfeinsatz  beteiligt waren. Die Nachtbomberpilotinnen, bekannt auch als „Nachthexen“, und Scharfschützinnen repräsentieren das Außergewöhnliche der weiblichen Kriegsteilnahme.

Mehr als die Hälfte dieser Frauen kam jedoch im Sanitätsdienst der sowjetischen Streitkräfte zum Einsatz. Sie stellten 41 Prozent der Frontärzte und 100 Prozent des Pflegepersonals. Vor allem in der Frontnähe übten sie ihren Dienst unter schweren Bedingungen und ständiger Lebensgefahr aus. Die Verluste des militärmedizinischen Personals waren die zweithöchsten nach der Infanterie im Kampfeinsatz.

Die zweisprachige Ausstellung macht diesen  geschlechtsspezifischen Militäreinsatz zum Thema. Im ersten Teil wird die lange Tradition der Kriegsverwundetenpflege und -versorgung  durch weibliches medizinisches Personal skizziert, die in Russland Mitte des 19. Jahrhunderts beginnt. Der zweite Teil fokussiert auf den Zweiten Weltkrieg und hebt vor allem auf das Schicksal der in die deutsche Gefangenschaft geratenen Medizinerinnen ab. Im letzten Teil werden zehn kriegsgefangene Ärztinnen und Krankenschwestern porträtiert, die im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück inhaftiert waren.    
Die Ausstellung wurde bereits im Deutsch-Russischem Museum Berlin-Karlshorst  gezeigt.

Ort: Gedenkstätte Ravensbrück, im großen Foyer in den Garagen

Anschließend wird sie im Militärmedizinischem Museum in St. Petersburg/ Russland gezeigt.

 

 

29. Juni bis 31. August 2016 | Ravensbrück außer Haus

„… unfähig, diesen Schrecken aufzuhalten“. Die medizinische Versorgung im Frauen-KZ Ravensbrück durch Häftlinge

Eine Ausstellung der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten  und des  Arbeitskreises Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e. V.  

Im Fokus der Wanderausstellung steht die Arbeit des medizinischen Häftlingspersonals im Frauenlager zwischen 1939 - 1945 und im Männerlager 1941-1945: Die Häftlinge versuchten ohne ausreichende Medikamente und Verbandsmaterial, Kranken und Verletzten zu helfen.

Die SS hatte Häftlinge mit medizinischer Vorbildung  aus Ost- und Westeuropa als Ärztinnen und Ärzte und Pflegerinnen und Pfleger eingesetzt. Ihre Position als Funktionshäftlinge verlangte eine Gratwanderung zwischen den Befehlen der SS, ihren eigenen Überlebensinteressen und den Bedürfnissen der Kranken. Verletzte und kranke Häftlinge beurteilten ihre Arbeit, wie die Berichte von Überlebenden dokumentieren, sehr unterschiedlich: Neben der Anerkennung ihres Einsatzes für die Mithäftlinge wurden sie u.a. auch für die Nichtbehandlung von Kranken, Selektionen und Tötungen mitverantwortlich gemacht.

Schwerpunkte der Präsentation sind: Aufnahme ins KZ - der erste Kontakt mit dem Revier, das lange Warten auf Untersuchungen, die mangelnde Hygiene, die Behandlung von Verletzungen und Krankheiten, medizinische Verbrechen, die Geburtenabteilung und die Pathologie sowie die juristische Aufarbeitung von

Verbrechen in Hamburg (1946-1948) und Simferopol (1949/50).
In einem biographischen Teil werden Frauen aus Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Polen, der Schweiz, der Sowjetunion und Tschechoslowakei sowie zwei tschechische Männer vorgestellt, die ärztlich und pflegerisch unter Aufsicht der SS gearbeitet haben.

Ort: CharitéCrossOver, Campus Charité Mitte, Charitéplatz 1 in 10117 Berlin, Geländeadresse: Virchowweg 6

 

 

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