Termine 2016


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Veranstaltungen



 

 

 

Freitag, 3. Juni 2016, 18 Uhr

Vortrag | Ravensbrück außer Haus

 Die Frauen von Ravensbrück. Geschlechterbilder im Ravensbrück-Gedächtnis    

Dr. Insa Eschebach, Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Die öffentliche Erinnerung an das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück (1939-1945) ist von unterschiedlichen Geschlechterbildern geprägt. Welche Vorstellungen von Weiblichkeit, welche visuellen Klischees prägen die Ravensbrück-Narrative? Ist es das Bild der domestizierten, opferbereiten Frau und Mutter, das in der Figur des Ravensbrück-Häftlings stets erneut festgeschrieben wird? Oder sind auch andere Weiblichkeitskonstruktionen - wie die von der devianten und asozialen Frau - virulent? Identitäts- und Erinnerungspolitiken sind in hohem Maße, so die These, von Geschlechterbildern unterschiedlicher Provenienz geprägt.  Der Vortrag nimmt in erster Linie Phänomene und Entwicklungen des Ravensbrück-Gedächtnisses im deutschsprachigen Raum in den Blick und diskutiert Geschlechterbilder in der Literatur, der Denkmalskunst und der Praxis des Gedenkens.

Ort: Feministische Bibliothek MONAliesA Leipzig, Haus der Demokratie, Bernhard-Göring-Straße 152, 04277 Leipzig

 

 

 

Freitag, 10 .Juni – Samstag, 11. Juni 2016

Kolloquium

28. Arbeitstreffen Forschungen zum Konzentrationslager Ravensbrück unter Einbeziehung der Kategorie „Geschlecht“: Aktuelle Perspektiven in der Konzentrationslager-Forschung. Geschlechtersensible und akteurszentrierte Ansätze

Das „Arbeitstreffen Forschungen zum Konzentrationslager Ravensbrück unter Einbeziehung der Kategorie ‚Geschlecht‘“ ist aus der im Herbst 1995 gegründeten „Internationalen Frauenforschungsgruppe Ravensbrück – FU Berlin“ hervorgegangen und wurde im Dezember 1997 erstmals im Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin organisiert. Seit Juli 2003 finden die Arbeitstreffen im Friedenszentrum Martin-Niemöller-Haus in Berlin statt. Seit März 2011 fungiert die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück als Veranstalter bzw. Kooperationspartner des Arbeitstreffens.

Im Laufe der Jahre haben sich die Arbeitstreffen zu einem lebendigen Ort des Austausches zwischen Gedenkstättenmitarbeiter/innen, Wissenschaftler/innen und Vertreter/innen von Überlebendenverbänden entwickelt, die zu verschiedenen Themenbereichen arbeiten, die mit der Geschichte des Konzentrationslagers Ravensbrück verknüpft sind. Das letzte Arbeitstreffen zur Ravensbrück-Forschung fand im März 2012 in der Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin statt.

Das 28. Arbeitstreffen macht zwei methodische Zugänge der aktuellen Konzentrationslager Forschung zum zentralen Thema: „Geschlechtersensible und akteurszentrierte Ansätze“. Vor allem zum Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück wurden in den letzten Jahren zahlreiche geschlechtersensible Forschungsarbeiten veröffentlicht. Die Geschlechterbegriffe, die diesen Studien zugrunde liegen, sollen kritisch diskutiert und damit die Potentiale unterschiedlicher Geschlechterbegriffe für laufende oder geplante Forschungsprojekte ausgelotet werden. Zugleich kann man in der Konzentrationslager-Forschung eine zunehmende Tendenz erkennen, einfache Täter-Opfer-Dichotomien oder starre organisations- und strukturgeschichtliche Modelle zu überwinden. Das SS-Personal und die KZ-Gefangenen werden heute eher als Akteur/innen in einem sozialen Raum begriffen, der zwar durch Machtasymmetrien und Gewaltverhältnisse geprägt war, dessen Konturen sich aber als durchaus flexibel erwiesen.

Ziel des Arbeitstreffens ist es, die Methoden und Ergebnisse dieser geschlechtersensiblen und akteurszentrierten Ansätze in der Konzentrationslager-Forschung zusammenzutragen und zu diskutieren. Damit soll auch der Austausch zwischen Gedenkstättenmitarbeiter/innen und wissenschaftlich Forschenden durch eine Verzahnung theoretischer Reflexionen und empirischer Forschungsbefunde vertieft werden. Theoretisch durchdachte Geschlechter- und Akteursbegriffe werden damit gleichermaßen für Ausstellungs-, Forschungs- und pädagogische Projekte fruchtbar gemacht.

Veranstalterin: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Kooperationspartner: Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin.

Mit freundlicher Unterstützung des Internationalen Freundeskreises der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück e.V., der Heinrich-Böll-Stiftung und der Dr. Hildegard Hansche Stiftung

Konzipiert und organisiert von Doreen Eschinger, Berlin; Janna Lölke, Berlin; Johannes Schwartz, Mainz 

Ort: Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide, Britzer Str. 5, 12439 Berlin

Kontakt und Bewerbung: janna.loelke@web.de (bis 29. Mai  2016)

Zum Programm als Download...

 

 

 

Samstag, 25. Juni 2016, 11 Uhr
Ausstellungseröffnung

„Im Dienst der Verwundeten und Kranken“.  Weibliches  medizinisches Personal der Roten Armee im Krieg und in der Gefangenschaft

Die zweisprachige Ausstellung (russ./dt.) macht den Militäreinsatz von Frauen zum Thema. Im ersten Teil wird die lange Tradition der Kriegsverwundetenpflege und –versorgung durch weibliches medizinisches Personal skizziert, die in Russland Mitte des 19. Jahrhunderts beginnt. Der zweite Teil fokussiert auf den Zweiten Weltkrieg und damit auch auf das Schicksal der  in die deutsche Gefangenschaft geratenen Medizinerinnen.

Eine Ausstellungseröffnung anlässlich des 75. Jahrestages des Überfalls auf die Sowjetunion.

Ort: Großes Foyer in den Garagen

 

 

 

Donnerstag, 30. Juni 2016, 9-17 Uhr

Infotag »Gedenkstätten als Orte deutsch-polnischer Begegnungen«

Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und das Deutsche Jugendherbergswerk Berlin-Brandenburg betreiben gemeinsam gedenkstättennahe Internationale Jugendbegegnungsstätten. Diese haben Erfahrungen in der Kooperation mit deutsch-polnischen Gruppen. Ihre Besuche in einer Gedenkstätte für die Opfer der deutschen nationalsozialistischen Verbrechen stellen eine große Herausforderung für die Jugendlichen und ihre Betreuerinnen und Betreuer dar. Sie erfordern eine besondere Vor- und Nachbereitung. Falls Sie bereits im Rahmen Ihrer schulischen Arbeit mit polnischen Partnerschulen Begegnungen durchführen oder initiieren möchten und Interesse an einem Gedenkstättenprojekt haben, möchten wir Sie zu einem Tagesseminar in die Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen einladen. Dort werden erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pädagogischen Dienste der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen und der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück Ihnen die Gedenkstätten, die Jugendbegegnungsstätten, Angebotsformate und Methoden für deutsch-polnische Begegnungsprojekte vorstellen. Darüber hinaus wird das Deutsch-Polnische Jugendwerk über sein Förderprogramm ‚Wege zur Erinnerung‘ informieren, mit dem bi- oder trilaterale Begegnungen an Gedenkstätten finanziell unterstützt werden können. Die Veranstaltung wird als Lehrerfortbildung anerkannt.

09.00   Beginn des Seminars

Begrüßung durch Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und Leiter der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, und Alexander Fritzke, Vorsitzender des Verwaltungsrates des Deutschen Jugendherbergswerks Berlin-Brandenburg

09.30   Vorstellung gedenkstättenpädagogischer Angebote der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

   durch Stephanie Bohra und Katja Anders, Pädagogische Dienste der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

10.30   Vorstellung gedenkstättenpädagogischer Angebote der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

            durch Dr. Matthias Heyl, Pädagogische Dienste der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück      

11.30   Vorstellung des Förderprogramms des DPJW »Wege zur Erinnerung«

            durch Dorota Bastos, Deutsch-Polnisches Jugendwerk           

12.30   Mittagsimbiss

13.30   Begehung und Vorstellung der Jugendherberge Sachsenhausen | Internationale  Jugendbegegnungsstätte »Haus Szczypiorski«

            durch Carolin Herrmann, Herbergsleitung und Katja Anders, Pädagogische Dienste der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

14.30   Ideenbörse

15.30   Rundgang durch die Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

            durch Stephanie Bohra und Katja Anders, Pädagogische Dienste der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen  

17.00   Ende des Seminars

Seminarorte:::Besucherzentrum der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Straße der Nationen, 16515 Oranienburg, http://www.gedenkstaette-sachsenhausen.de

Haus Szczypiorski, Internationale Jugendbegegnungsstätte Sachsenhausen, Bernauer Str. 162, 16515 Oranienburg http://jh-sachsenhausen.jugendherbergen-berlin-brandenburg.de/de-DE/Portraet

Anmeldung und Rückfragen:  Um Anmeldung bis 24. Juni 2016 wird gebeten: Mail: anders@gedenkstaette-sachsenhausen.de oder telefonisch unter: 03301 200 203. Für Rückfragen erreichen Sie hier auch Katja Anders, Mitarbeiterin der Pädagogischen Dienste der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen.

 

 

Sonntag, 17. Juli 2016, 14:30 Uhr

Themenführung

„Das Krankenrevier im  KZ Ravensbrück“

Dr. Sabine Arend, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gedenkstätte Ravensbrück,   stellt in der Themenführung die Funktionsweise und Bedingungen eines Ortes vor, der  vom Wort her positiv assoziiert ist und in seiner Wirklichkeit ein Ort maßgeblicher Verbrechen war.   In der Ausstellung und im Gelände werden die entsprechenden Bezugspunkte gemeinsam besucht.

Diese Führung ist für TeilnehmerInnen unter 18 Jahren nicht geeignet. 

Treffpunkt: am Besucherzentrum der Gedenkstätte

Entgelt: 3 Euro, ermäßigt 2 Euro 

 

 

 

Samstag, 30. Juli 2016 11 Uhr und 14 Uhr

Themenführung

»Täterschaft in Ravensbrück«

Thomas Kunz, Mitarbeiter der Pädagogischen Dienste der Gedenkstätte, begleitet Sie auf einem Rundgang zum Thema des weiblichen und männlichen SS-Personals.

Treffpunkt: am Besucherzentrum der Gedenkstätte

Entgelt:  3,- € | 2,- € (ermäßigt)

 

Samstag, 30. Juli 2016, 19 Uhr

Konzert

Konzert des Landesjugendorchesters Mecklenburg-Vorpommern,
Leitung: Stanley Dodds
Werke von Václav Trojan (Akkordeon Solo mit Orchester) und Josef Suk sowie Auszüge aus der im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück entstandenen Operette von Germain Tillion „Le Verfügbar aux enfes“.
Eine Veranstaltung der Gedenkstätte Ravensbrück/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten in Zusammenarbeit mit dem Landesmusikrat Mecklenburg-Vorpommern e. V., den Kulturfesten im Land Brandenburg e. V. und der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Fürstenberg/Havel
Ort: Stadtkirche Fürstenberg/Havel
Eintritt frei. Um eine Spende wird gebeten.

 

 

Samstag, 7. August 2016 10.30 - 14 Uhr

Themenführung

»Der Lagerkomplex Ravensbrück – Frauen-Konzentrationslager, Männerlager, ›Jugendschutzlager Uckermark‹, Siemens« per Rad

Angelika Meyer, Mitarbeiterin der Pädagogischen Dienste der Gedenkstätte, begleitet Sie auf eine umfassende Fahrradtour über das historische Lagerareal.
Bitte bringen Sie Ihr eigenes Fahrrad mit.

Treffpunkt: am Besucherzentrum der Gedenkstätte

Entgelt:  3,- € | 2,- € (ermäßigt) 

 

 

Freitag, 18. August 2016, 18 Uhr

Buchvorstellung

Wolfram Adolphi: Hartenstein. Der Balte vom Werk, Berlin 2015.

Lesung und Gespräch mit Wolfram Adolphi

Der Ingenieur Hermann Hartenstein hat jahrzehntelang erfolgreich im größten Chemiewerk der DDR gearbeitet - und vorher, im Zweiten Weltkrieg, auch in dem von der I.G. Farben errichteten Werk in Auschwitz.  Wie kam einer zu solch einem Lebenslauf?

Jakob, der Enkel, nun selbst schon über 60, geht den Spuren des Großvaters nach: Im baltischen Kurland, dem Ort von Kindheit, Jugend und soldatischer Erfahrung; im Slowakischen, wo Hermann seine junge Familie über die Weltwirtschaftskrise 1928-32 bringt; und am Liebigtor in Leupau, wo er im Frühjahr 1945 entscheidet, nicht mit den Amerikanern in den Westen zu gehen, sondern mit den Sowjets im Osten den Neuanfang zu wagen. Mit Auschwitz im Rücken.

Eine Veranstaltung der Gedenkstätte Ravensbrück in Zusammenarbeit mit  dem Kulturgasthof  Alte Reederei, Fürstenberg

Ort: Alte Reederei, Brandenburger Str. 38, 16798 Fürstenberg

 

 

Samstag, 20. August 2016 10.30 - 14 Uhr

Themenführung

»Der Lagerkomplex Ravensbrück – Frauen-Konzentrationslager, Männerlager, ›Jugendschutzlager Uckermark‹, Siemens«

Dr. Matthias Heyl, Leiter der Pädagogischen Dienste der Gedenkstätte, begleitet Sie auf einen umfassenden Rundgang über das historische Lagerareal.

Treffpunkt: am Besucherzentrum der Gedenkstätte

Entgelt:  3,- € | 2,- € (ermäßigt) 

 

 

Montag, 22. August – Donnerstag, 25. August 2016

Ravensbrücker Generationenforum

Eine Veranstaltung der Dr. Hildegard Hansche Stiftung und der Gedenkstätte Ravensbrück, unterstützt von der Körber-Stiftung, Hamburg, und der Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft
Anmeldung und Information:
paedagogik@ravensbrueck.de

 

 

 

Sonntag, 28. August - Freitag, 2. September 2016 

Europäische Sommeruniversität Ravensbrück
11. Europäische Sommer-Universität Ravensbrück

Lager im 20. Jahrhundert. Arbeit, Repression und Zwangsmigration in geschlechterhistorischer Perspektive.

Lager im 20. Jahrhundert – als Schauplätze des Ausschlusses, als Orte extremer sozialer und politischer Kontrolle und als Orte der Gewalt – sind Thema des 11. Sommer-Universität Ravensbrück. Funktionen der Internierung wie Repression, Zwangsarbeit, Umerziehung und Zwangsumsiedlung werden dabei aus geschlechterhistorischer Perspektive analysiert und diskutiert.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin, dem Lehrstuhl Deutsche Geschichte der Humboldt Universität zu Berlin und in Kooperation mit dem College der Leuphana Universität Lüneburg

Information: hier...

Anmeldung:  sommer-uni@ravensbrueck.de

 


 

 

Aktuelle Sonderausstellungen

 

 

„… unfähig, diesen Schrecken aufzuhalten“

Die medizinische Versorgung im Frauen-KZ Ravensbrück durch Häftlinge

Eine Ausstellung der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten  und des  Arbeitskreises Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e. V.  

Im Fokus der Wanderausstellung steht die Arbeit des medizinischen Häftlingspersonals im Frauenlager zwischen 1939 - 1945 und im Männerlager 1941-1945: Die Häftlinge versuchten ohne ausreichende Medikamente und Verbandsmaterial, Kranken und Verletzten zu helfen.

Die SS hatte Häftlinge mit medizinischer Vorbildung  aus Ost- und Westeuropa als Ärztinnen und Ärzte und Pflegerinnen und Pfleger eingesetzt. Ihre Position als Funktionshäftlinge verlangte eine Gratwanderung zwischen den Befehlen der SS, ihren eigenen Überlebensinteressen und den Bedürfnissen der Kranken. Verletzte und kranke Häftlinge beurteilten ihre Arbeit, wie die Berichte von Überlebenden dokumentieren, sehr unterschiedlich: Neben der Anerkennung ihres Einsatzes für die Mithäftlinge wurden sie u.a. auch für die Nichtbehandlung von Kranken, Selektionen und Tötungen mitverantwortlich gemacht.

Schwerpunkte der Präsentation sind: Aufnahme ins KZ - der erste Kontakt mit dem Revier, das lange Warten auf Untersuchungen, die mangelnde Hygiene, die Behandlung von Verletzungen und Krankheiten, medizinische Verbrechen, die Geburtenabteilung und die Pathologie sowie die juristische Aufarbeitung von

Verbrechen in Hamburg (1946-1948) und Simferopol (1949/50).
In einem biographischen Teil werden Frauen aus Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Polen, der Schweiz, der Sowjetunion und Tschechoslowakei sowie zwei tschechische Männer vorgestellt, die ärztlich und pflegerisch unter Aufsicht der SS gearbeitet haben.

Ausstellungs-Dauer: 16. April 2016 – 20. Juni 2016

 

 

„Im Dienst der Verwundeten und Kranken“.  Weibliches  medizinisches Personal der Roten Armee im Krieg und in der Gefangenschaft

Eine Ausstellung der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Russischen Museum  Berlin-Karlshorst. 

Während des Zweiten Weltkriegs standen mehr als 800.000 sowjetische Frauen im Dienst der Roten Armee.  Bekanntheit über die Landesgrenzen hinaus erlangten vor allem die Soldatinnen, die unmittelbar am Kampfeinsatz  beteiligt waren. Die Nachtbomberpilotinnen, bekannt auch als „Nachthexen“, und Scharfschützinnen repräsentieren das Außergewöhnliche der weiblichen Kriegsteilnahme.

Mehr als die Hälfte dieser Frauen kam jedoch im Sanitätsdienst der sowjetischen Streitkräfte zum Einsatz. Sie stellten 41 Prozent der Frontärzte und 100 Prozent des Pflegepersonals. Vor allem in der Frontnähe übten sie ihren Dienst unter schweren Bedingungen und ständiger Lebensgefahr aus. Die Verluste des militärmedizinischen Personals waren die zweithöchsten nach der Infanterie im Kampfeinsatz.

Die zweisprachige Ausstellung macht diesen  geschlechtsspezifischen Militäreinsatz zum Thema. Im ersten Teil wird die lange Tradition der Kriegsverwundetenpflege und -versorgung  durch weibliches medizinisches Personal skizziert, die in Russland Mitte des 19. Jahrhunderts beginnt. Der zweite Teil fokussiert auf den Zweiten Weltkrieg und hebt vor allem auf das Schicksal der in die deutsche Gefangenschaft geratenen Medizinerinnen ab. Im letzten Teil werden zehn kriegsgefangene Ärztinnen und Krankenschwestern porträtiert, die im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück inhaftiert waren.    
Die Ausstellung wird ab 17. März 2016 im Deutsch-Russischem Museum Berlin-Karlshorst  und vom 25. Juni 2016 bis 4. September 2016  im Foyer der Gedenkstätte Ravensbrück zu  sehen sein. Anschließend wird sie im Militärmedizinischem Museum in St. Petersburg/ Russland gezeigt.

 

 

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