Veranstaltungsarchiv


Das Veranstaltungsarchiv nennt Veranstaltungen der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück seit  2002 in rückwärtiger Reihenfolge. In der Regel sind die Beschreibungen des Ankündigungstextes übernommen worden.  

 

2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 | 2002


 

2011


Donnerstag, 24. November 2011 | Ravensbrück außer Haus 
Die Leiterin der Gedenkstätte, Dr. Insa Eschebach, hält einen Vortrag zur Ausstellung »Das Führerhaus. Alltag und Verbrechen der Ravensbrücker SS-Offiziere«

Ort: Deutsches Historisches Museum, Berlin

Information: info@ravensbrueck.de


Dienstag, 22. November 2011, 19 Uhr

Benefizveranstaltung:  Rückblicke 2011. Bilder, Lesung, Musik 

Gemeinsam mit ihrem Internationalen Freundeskreis e.V. und dem Metropol Verlag Berlin möchte die Gedenkstätte Ravensbrück Sie und Ihre Freundinnen und Freunde zu einer Benefiz-Veranstaltung in die Botschaft des Königreichs der Niederlande in Berlin einladen.

Ort: Botschaft des Königreichs der Niederlande, Klosterstraße 50, 10179 Berlin

Die Veranstaltung wird durch den Metropol Verlag Berlin, den Internationalen Freundeskreis e.V. für die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und die Botschaft des Königreichs der Niederlande unterstützt.

 

Begrüßung und Rückblick 2011

Michael Pistecky, Botschaft des Königreichs der  Niederlande;

Dr. Insa Eschebach, Leiterin der Mahn- und  Gedenkstätte Ravensbrück;

Dr. Peter Plieninger, Internationaler Freundeskreis e.V. 

 

Vorstellung des Sammlungsgegenstandes

Dr. Peter Plieninger, Internationaler Freundeskreis e.V.

 

'Samenwerking' der Gedenkstätten Westerbork und Ravensbrück

Übergabe des Kleides von Sylvia Elizabeth van  Otten  (*30. Januar 1945 - 1. März 1945 im KZ Ravensbrück); Maarten Peters singt 'Sylvia Elizabeth'  

 

Buchvorstellung

Erna de Vries: Der Auftrag meiner Mutter.  Eine Überlebende der Shoah berichtet  (Metropol Verlag Berlin) 

 

Konzert

Esther Bejarano & Microphone Mafia

 

Information: info@ravensbrueck.de


Samstag, 5. November 2011 | Ravensbrück außer Haus

Die Leiterin der Gedenkstätte Ravensbrück, Dr. Insa Eschebach, spricht auf der Tagung »Nachdenken über feierliche Staatsakte - Zur religiös-weltanschaulichen Pluralität öffentlicher Gedenk- und Erinnerungskultur in Deutschland« zum Thema »Totenehrung in Ravensbrück. Religiöse und nicht-religiöse Sprachen des Gedenkens«.

Veranstalter: Politische Akademie der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) und Humanistische Akademie Deutschland (HAD)

Informationen: Humanistische Akademie Deutschland, Wallstr. 65, 10179 Berlin, Tel.: +49 (30) 613904-0, Fax: +49 (30) 613904-864, eMail: info@humanistische-akademie-deutschland.de, www.humanistische-akademie-deutschland.de


17.-20. November 2011 | Ravensbrück außer Haus

Der Leiter der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück, Dr. Matthias Heyl, tritt bei der internationalen Tagung »Holocaust-Pädagogik in postnazistischen Migrationsgesellschaften« auf. 

Veranstalter: Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck in Zusammenarbeit mit Büro trafo.K und dem Wiesenthal-Institut für Holocaust-Studien.

Ort: Kreisky-Forum, Wien   


Dienstag, 22. November  2011, 19 Uhr | Ravensbrück außer Haus

Donnerstag, 3. November 2011 | Ravensbrück außer Haus

Der Leiter der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück, Dr. Matthias Heyl, gestaltet auf dem 1. Brandenburger Kongress der Jugendarbeit einen Workshop.

Veranstalter: Mibisterium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg.

Ort: Frankfurt/Oder und Slubice

Anmeldung und Information: www.grenzenlosejugend.de 


Dienstag, 1. November 2011, 19 Uhr | Ravensbrück außer Haus

Vorstellung der Zeitschrift Ariadne, Heft 59/2011 - »Gedenken und Erinnern. Perspektiven der Aufarbeitung des Nationalsozialismus«

Ort: Stiftung Topographie des Terrors, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin  | Link zur Seite der Publikation



8.-14. Oktober 2011 | »Helfen erlaubt?!« | Workcamp | Das Workcamp der helfenden Verbände|  Regionales Workcamp »Helfen erlaubt?!« Das Workcamp der helfenden Verbände

In den Herbstferien 2011 findet in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück zum vierten Mal ein Workcamp der helfenden Verbände statt.

Unter dem Leitgedanken »Helfen erlaubt?!« lernen Jugendliche aus unterschiedlichen Hilfsorganisationen in inhaltlichen Workshops die Geschichte des ehemaligen Frauen- Konzentrationslagers kennen, erstellen u.a. eine Dokumentation, führen mit Überlebenden des Lagers ein Zeitzeuginnengespräch und helfen, historische Spuren des ehemaligen Lagerkomplexes zu sichern, um sie vor dem Verfall zu bewahren.

Das Camp bietet die Chance, gemeinsam unterschiedliche Wege zwischen Geschichte und Gegenwart kennen zu lernen sowie Eindrücke und Erfahrungen untereinander auszutauschen.

Kooperationspartner: Landesjugendring Brandenburg Johanniter-Jugend Berlin-Brandenburg Landesverband Berlin-Brandenburg-Sachsen-Anhalt des Technischen Hilfswerks Landesjugendrotkreuz Brandenburg Malteserjugend Berlin Landesjugendfeuerwehr Brandenburg

Förderer: Stiftung »Großes Waisenhaus zu Potsdam« BA THW, LV BE/BB/ST.


Freitag, 14. Oktober 2011, 11-14 Uhr | Workshop 
Uckermark-AG

Ort: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück 

Anmeldung und Information: info@ravensbrueck.de  


Samstag / Sonntag, 8./9. Oktober 2011 | 26. Arbeitstreffen

»Häftlingsverbände als Akteure im sozialen Feld der Erinnerungspolitiken«

Eine Anmeldung ist erforderlich!

Ort: Martin-Niemöller-Haus,  Berlin

Information und Anmeldung: volontariat@ravensbrueck.de


 

Dienstag, 4. Oktober 2011, 19.00 Uhr  | Buchpräsentation | Ravensbrück außer Haus

Geschlecht, Sexualität, Gewalt.

Krieg und Besatzungsalltag in Osteuropa 1939–1945

Die Stiftung Topographie des Terrors, die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und die Hamburger Edition laden zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung ein.

 

»Der Osten braucht dich!“ Frauen und nationalsozialistische Germanisierungspolitik« (2010)

Prof. Dr. Elizabeth Harvey, Nottingham (Großbritannien)

 

»Eroberungen. Sexuelle Gewalttaten und intime Beziehungen deutscher Soldaten in der Sowjetunion 1941–1945« (2010)

Dr. Regina Mühlhäuser, Hamburg

 

Moderation

Dr. Insa Eschebach, Fürstenberg/H.

 

Viele Deutsche waren während des Zweiten Weltkriegs in Polen und der Sowjetunion eingesetzt: die Frauen als Wehrmachtshelferinnen, Kindergärtnerinnen oder »Ansiedlerbetreuerinnen«; die Männer als Wehrmachtssoldaten, SS-Männer oder zivile Angestellte. Gerade die jungen Frauen und Männer erachteten ihre Beteiligung am deutschen Vernichtungskrieg und der Besatzungsherrschaft in Osteuropa zunächst oft als Abenteuer, fern von den familiären und gesellschaftlichen Zwängen in der Heimat. Ihr Auftreten gegenüber der einheimischen Bevölkerung war geprägt von persönlichen Selbstwahrnehmungen und Erwartungen wie auch von der NS-Politik. Ihre Handlungsspielräume und die Art und Weise, wie sie sie auslegten und gestalteten, waren dabei durchaus unterschiedlich. Welche geschlechtsspezifischen Rollenvorstellungen offenbaren sich in dem Vorgehen und den Erfahrungen der Besatzerinnen und Besatzer? Welche Konzepte legten die NS-Behörden dem Einsatz zugrunde? Wie reagierte die einheimische Bevölkerung? Und welche Folgen hatte das Vorgehen während und nach dem Ende des Kriegs? Dies sind einige der Fragen, denen  die beiden Buchautorinnen in ihren Vorträgen nachgehen.

 

Elizabeth Harvey, 1957 geboren, ist Professorin für Neuere Geschichte an der University of Nottingham. Sie forscht zur Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert und zur Geschlechtergeschichte, insbesondere zur Frage von Frauen in faschistischen Bewegungen.

 

Regina Mühlhäuser, 1971 geboren, ist Gastwissenschaftlerin am Hamburger Institut für Sozialforschung. Zu den Forschungsinteressen der Historikerin zählen Gender und Sexualität im Nationalsozialismus sowie Geschichte des Internationalen Strafrechts.

 

Insa Eschebach, 1954 geboren, ist Religionswissenschaftlerin und Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Erinnerungskulturen, Sakralisierungen und Geschlechtsspezifische Dramaturgien des Gedenkens.

 

Ort: Stiftung Topographie des Terrors, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin  

Link: http://www.topographie.de/topographie-des-terrors/veranstaltungen/veranstaltung/nc/1/kategorie/buchpraesentation/datum/2011/10/04/geschlecht-sexualitaet-gewalt-krieg-und-besatzungsalltag-in-osteuropa-1939-1945/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=10&cHash=5f1160b4a1


Donnerstag-Samstag, 15.-17. September 2011 | Ravensbrück außer Haus

Der Leiter der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück, Dr. Matthias Heyl, trat bei der internationalen Tagung »Diesseits und jenseits des Holocaust. Aus der Geschichte lernen in KZ-Gedenkstätten«  auf.

Ort: ÖAW Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien


 

 Samstag, 10. September 2011, 17 Uhr | Einweihung und Konzert
»Konzert in den Garagen«

mit der Jazz-Sängerin Jocelyn B. Smith /New York anlässlich der Eröffnung des neuen Garagentrakts

Zur Feier der Eröffnung unserer neuen Räume in den Garagen laden wir Sie herzlich ein:

Begrüßungen
Dr. Insa Eschebach
Prof. Dr. Günter Morsch

Jazz-Konzert
Jocelyn B. Smith (Gesang/Piano)
Kai Brückner (Gitarre)
Volker Schlott (Flöte/Saxophon)

 

Mit einem Konzert der amerikanischen Jazz-Sängerin Jocelyn B. Smith wurden am Samstag, 10. September 2011, in der Gedenkstätte Ravensbrück die neuen Büro- und Sammlungsräume in den ehemaligen SS-Garagen feierlich eröffnet. Der neue Veranstaltungssaal mit großen Fenstern anstelle der ehemaligen Garagentoren zum Hof bietet rund 120 Sitzplätze. Zur Begrüßung sprachen Gedenkstättenleiterin Dr. Insa Eschebach und Stiftungsdirektor Prof. Dr. Günter Morsch zu den Gästen.

 

Der ehemalige Garagentrakt des KZ Ravensbrück wurde 2010/11 für rund 3,1 Millionen Euro denkmalgerecht saniert und für die neuen Nutzungen umgebaut. In dem 1940 bis 1942 errichteten Gebäude befanden sich neben Garagen für den SS-Fuhrpark auch Werkstätten und ein Kino. Bei der durch den Berliner Architekten Stefan Dürr verantworteten Sanierung wurde die Außenfassade so umgestaltet, dass die historischen Öffnungen der ehemaligen Garagentore erkennbar bleiben. Das sanierte Gebäude bietet auf rund 1.250 m² Raum für die Büros und Sammlungen der Gedenkstätte. Der neue Sammlungsbereich ist mit speziellen Rollregalen für die Aufbewahrung von historischem Archiv- und Schriftgut, einer Hängevorrichtung für die Lagerung von Gemälden sowie einer Klimabox ausgestattet, in der besonders empfindlicher Sammlungsgegenstände unter konservatorisch optimalen Bedingungen aufbewahrt werden.


28. August - September 2011 | Tagung

7. Europäische Sommer-Universität Ravensbrück  | 7th European Summer School Ravensbrück

Die NS-Medizin wird vor allem durch die Schlagworte Eugenik, »Euthanasie« und unethische Menschenversuche charakterisiert. In der neueren Forschung zur Medizin- und Wissenschaftsgeschichte wird jedoch deutlich, dass sich NS-Medizin und »Normalmedizin« nicht exakt voneinander abgrenzen lassen. Gleichwohl ist es heute möglich, das Verhältnis von Politik und Medizin im Nationalsozialismus sehr viel genauer zu beschreiben. Weitgehend versäumt wurde jedoch, die Kategorie »Geschlecht« systematisch in die Analyse einzubeziehen. Dieses Defizit ist umso erstaunlicher, als seit den 1980er Jahren von Seiten der historischen Frauen- und Geschlechterforschung grundlegende Studien zum Thema vorgelegt wurden.

Die 7. Europäische Sommer-Universität wird die Ansätze der historischen Geschlechterforschung mit der Medizin- und Wissenschaftsgeschichte verknüpfen, um Einsichten in die NS-Biopolitik und ihre Dynamiken zu ermöglichen.

Veranstalter: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück | Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Kooperationspartner:Heinrich-Böll-Stiftung, Stiftung Topographie des Terrors, Universität Wien, Oxford Brookes University, Uniwersytet Wroclaw, Charité Berlin | Finanziert durch: Die Bildung, Audiovisuelles und Kultur Exekutivagentur der Europäischen Kommission / The Education, Audiovisual and Culture Executive Agency (EACEA) of the European Commission

Information: sommer-uni@ravensbrueck.de

 

Programm  Program

 

Sonntag, 28.08.2011
18:00 Uhr Auftaktveranstaltung in Berlin
Ort Location: Heinrich Böll Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin

Begrüßung Welcome Adresses:
Andrew J. Noble (Stellvertretender Botschafter und Generalkonsul des Vereinigten Königreiches)

Bartłomiej Rosik (1. Botschaftssekretär der Botschaft der Republik Polen)

Dr. Klaus Famira (Stellvertreter des Botschafters der Österreichischen Botschaft)

Die Bedeutung der NS-Medizin für aktuelle medizinethische Debatten
The Significance of Nazi Medicine for Current Debates on Medical Ethics
Podiumsdiskussion Round Table Discussion
Anne Cottebrune (Universität Gießen)
Swantje Koebsell (Universität Bremen)
Paul J. Weindling (Oxford Brookes University)
Moderation Chair: Sabine Schleiermacher (Charité Berlin)

20:00 Uhr Empfang Reception

21:00 Uhr Bus-Transfer nach to Fürstenberg (Havel)
 


Montag, 29.08.2011
Bevölkerungspolitik/Eugenik als Geschlechter- und Rassenpolitik im 20. Jahrhundert

Policy/Eugenics as Gender and Racial Policies in the 20th Century
10:00 Uhr Grußwort Greeting
Sabine Kunst (Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg)

Einführung Introduction:
Insa Eschebach (Gedenkstätte Ravensbrück)

11:00 – 13:00 Uhr Plenum Plenary Session
Moderation Chair: Sabine Schleiermacher (Charité Berlin)
Vortrag Lecture: Regina Wecker (Universität Basel)
Die „Normalität” der Eugenik: Geschlechterpolitik als Rassenpolitik

The "Normality" of Eugenics: Gender Policies as Racial Policies
Kommentar Comment: Carola Sachse (Universität Wien)

14:30 – 17:30 Uhr Workshops
1) Maija Runcis (Soedertoerns Hoegskola)
Discussion about forced Sterilizations and Gender in Sweden and Scandinavia

2) Thomas Mayer (Universität Wien)
Eugenik in Österreich und der „Ostmark”

3) Elizabeth Harvey (University of Nottingham)
Biopolitics, gender and Germandom: homegrown trends and Nazi imports in south-eastern Europe 1930 - 1945

4) Kamila Uzarczyk (Uniwersytet Wrocław)
The Normality of Eugenics: Gender policies as Racial Policies.
Gender, Race, Jews in Poland 1939-1945

18:00 - 19:00 Uhr Podium Round Table

20:00 Uhr Buffet im Restaurant Yachthafen, Unter den Linden 2 (B 96 gegenüber dem Schloss)


Dienstag, 30.08.2011
Rassen- und geschlechterhistorische Aspekte der „Euthanasie“

The history of „euthansia“ and ist racial and gender dimensions

10:00 – 13:00 Uhr Plenum Plenary Session
Moderation Chair: Astrid Ley (Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde Brandenburg)

Vortrag 1 Lecture 1: Patricia Heberer (USHHM)
Giving a Face to Faceless Victims: Profiles of Female and Male Victims of Nazi ‘Euthanasia’

Den Opfern ein Gesicht geben: Profile von Frauen und Männern als Betroffene durch die „NS-Euthanasie”
Vortrag 2: Winfried Suess (ZZF Potsdam)
Akteure, Motive und Entscheidungswege in der nationalsozialistischen „Euthanasie”

Motivations and Decision Making in the Nazi "Euthanasia"
Kommentar Comment: Hans-Walter Schmuhl (Universität Bielefeld)

14:30 – 17:30 Uhr Workshops
1) Hans-Walter Schmuhl (Universität Bielefeld)
Euthanasie und Geschlecht
2) Patricia Heberer (USHMM)
Victims of Nazi "Euthanasia" - the Difference between Men und Woman
3) Winfried Süss (ZZF Potsdam)
Handlungsspielräume und Motivstrukturen in der NS-Euthanasie

18:00 - 19:00 Uhr Podium Round Table

19.00 Uhr Abendessen

20.00 Uhr Film
„Ich klage an”
Regie: Wolfgang Liebeneiner, 1941
Einführung Introduction: Christl Wickert (Gedenkstätte Ravensbrück)


Mittwoch, 31.08.2011
Die Gedenkstätte Ravensbrück

The Ravensbrück Memorial Site

9:00 - 11:00 Uhr Thematische Führungen Guided Theme Tours

Matthias Heyl: The Ravensbrück Concentration Camp

Angelika Meyer: Das KZ Ravensbrück

Sabine Arend: The Infirmary of Ravensbrück

Sabine Kritter: Das Krankenrevier in Ravensbrück

Andrea Genest: Die Gedenkstätte Ravensbrück

11:00 Uhr Gedenkveranstaltung Commemoration Ceremony

11:30 - 13:00 Uhr Vortrag  Lecture
Paul J. Weindling (Oxford Brookes University): Victims of Human Experiments and Coercive Research under National Socialism: Gender and Racial aspects
Forschungen zu den Opfern der Menschenversuche im Nationalsozialismus: Aspekte von Geschlecht und Rasse
Moderation Chair: Elizabeth Harvey (University of Nottingham)

14:30 - 17:00 Uhr Forschungsbörse Forum for New Research
Nachwuchswissenschaftler stellen ihre Forschungsprojekte vor
Junior Researchers present their projects


17:00 Uhr Podium mit allen TeilnehmerInnen Round Table with all Participants

18:00 Uhr Abendessen Supper

19:30 – 21:00 Uhr Zeitzeuginnengespräch Survivor Testimony

Yona Laks, Tel Aviv, Head of The Organization of Mengele Twins of Auschwitz in Israel, in discussion with  im Gespräch mit Carola Sachse und Paul Weindling

21:00 Uhr Kleiner Empfang

 

Forschungsbörse Forum for New Research

 

Gruppe 1 
Moderation Chair: Astrid Ley (Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde Brandenburg):
Medizin im Konzentrationslager

Ljiljana Heise (FU Berlin):
Geschlechter- und Medizindiskurse vor Gericht. Der vierte britische Ravensbrück-Prozess gegen das medizinische Personal des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück

Sari Siegel (University of Southern California, Los Angeles):
Dr. Gisella Perl and Out of the Ashes: Making an Auschwitz prisoner physician acceptable to an audience

Anna Musiol (Jagiellonen-Universität Krakau, Universität Erlangen-Nürnberg): 
Polinnen in Ravensbrück

Dagmar Lieske (FU Berlin): 
„Berufsverbrecher” als Opfer von Zwangssterilisationen und der Aktion 14f13

Gruppe 2
Moderation Chair: Thomas Schaarschmidt (ZZF Potsdam):
Frauen im medizinischen Bereich

Nils Hansson (Lund University): 
Foreign female guests in the Third Reich. International visitors at Nazi elite school in Alt Rehse 1935-1943

Anja Peters (Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald):
Oertzen, Conti, Oberheuser – Traces around Ravensbrueck of female protagonists in the Nazi Health System

Josephine Ulbricht (Universität Leipzig):
Im Dienst der „Volksgemeinschaft”: Das weibliche DRK-Personal im Zweiten Weltkrieg zwischen nationalsozialistischer Propaganda und sozialer Realität.

Gruppe 3
Moderation Cair: Anne Cottebrune (Universität Gießen):
Kontinuitäten und internationale Vergleiche im 20. Jahrhundert

Herwig Czech (Universität Wien):
Gesundheit, Krankheit und Tod. Wien 1944-1948

Bonnie Pope (University Of North Florida):
Eugenics and health policy during the 1900s-1935 and the influence of eugenics on the Social Security Act of 1935 – Title V – Maternal and Child Services

Britta-Marie Schenk (Universität Hamburg):
Verhinderung von Behinderung in der Sterilisationsdebatte. Biopolitische und geschlechtsspezifische Argumentationen in der Bundesrepublik der 1980er Jahre


Donnerstag, 1.09.2011
Medizinische Experimente im Frauen-KZ Ravensbrueck und die Entschädigungspolitik

Medical Experiments at Ravensbrück and Compensation Policies

10:00 – 13:00 Uhr Plenum Plenary Session
Moderation Chair: Paul J. Weindling (Oxford Brookes University)

Vortrag 1 Lecture 1: Volker Roelcke (Universität Gießen)
Die Sulfonamid-Experimente im KZ Ravensbrück im Kontext der Kriegschirurgie

The Sulfonamide Experiments at Ravensbrück Concentration camp in the context of War Surgery

Vortrag 2 Lectrue 2: Jakub Deka (Fundacja Polsko - Niemieckie Pojednanie Warszawa)
Entschädigungsforderungen von polnischen Ravensbrückerinnen

Compensation Claims of Polish Survivors, in particular Women Survivors of Ravensbrück Concentration Camp

Kommentar Comment: Judith Hahn (Berlin)

14:00 – 17:00 Uhr Workshops
1) Volker Roelcke (Universität Gießen)
Die Sulfonamid-Experimente im KZ Ravensbrück

2) Aleksandra Loewenau (Oxford Brookes University)
Photo Images of Human ”Rabbits” as Evidence of Crimes and Tortment at Ravensbrück

3) Paul J. Weindling / Anna von Villiez (Oxford Brookes University)
Victims of Human Experiments and Coercive Research

4) Jakub Deka (Fundacja Polsko - Niemieckie Pojednanie Warszawa)

Das Gedächtnis von Ravensbrück in den entschädigungspolitischen Debatten in Polen

5) Brigitte Leyendecker (Berlin)
Experimente an Kindern im KZ Sachsenhausen im Kontext der Hepatitisforschung

17:00 - 17:45 Uhr Podium Round Table
anschl. Suppenbuffet

18:30 – 21:00 Uhr Exkursion Excursion
ehemalige former  „Heilanstalt Hohenlychen“ (Führung Guide: Judith Hahn)



Freitag, 2.09.2011
10:00 – 12:00 Uhr
Geschlecht und Rasse in der NS-Medizin

Gender and Race in Nazi Medicine
Moderation Chair: Insa Eschebach (Gedenkstaette Ravensbrück)

Podiumsdiskussion Round Table Discussion:
Carola Sachse (Universität Wien)
Sabine Schleiermacher (Charité Berlin)
Kamila Uzarczyk (Uniwersytet Wrocław)
Paul J. Weindling (Oxford Brookes University)

12:00 Uhr Mittagessen Supper

13:00 Uhr Bus-Transfer nach Oranienburg/Sachsenhausen

Exkursion
Excursion
Ausstellung „Medizin und Verbrechen. Das Krankenrevier des KZ Sachsenhausen 1936-1945” Exposition „Medical Care and Crime in the Concentration Camp Sachsenhausen 1936-1945“


Führung Guide: Astrid Ley (Kuratorin)

16:00 Uhr Bus-Transfer zum Hauptbahnhof Berlin

16:00 Uhr Bus-Transfer zum Flughafen Tegel 

 

Sommer 2011 | Jugendbegegnungen |Internationale Workcamps

Alljährlich finden in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück mehrere internationale Workcamps statt. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit einem Thema der KZ-Geschichte (Führungen, Filme, Zeitzeugengespräch) wird mit praktischer Arbeit auf dem Gelände der Gedenkstätte verbunden (Spurensuche unter fachlicher Anleitung, Gedenkstättenpflege). Zentraler Bestandteil solcher Camps ist die internationale Begegnung.

17. - 30. Juli 2011 | NIG-Workcamp [www.campline.de]

30. Juli - 5. August 2011 | Mittendrin Neuruppin [http://ravensbrueck2011.blogsport.eu/?p=58]

1. - 13. August 2011 | VJF-Workcamp [http://www.vjf.de/suchmaschine]

8. - 21. August 2011 | FrauenLesbenTransgender-Workcamp [http://www.maedchen-kz-uckermark.de]

12. - 27. August 2011 | SCI-Workcamp [http://www.workcamps.info/icamps ]

2. - 4. September 2011 | Kolping-Workcamp [www.kolpingjugend-dvberlin.de/index.php?option=com_content&task=view&id=18&Itemid=70]

 

Donnerstag-Sonntag, 11.-14. August 2011 | Jugendbegegnung 
7. Ravensbrücker Generationenforum

Veranstalter: Dr. Hildegard Hansche Stiftung und Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück  

Ort: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück | Internationale Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück

Information: paedagogik@ravensbrueck.de

 

Samstag, 13. August 2011, 18 Uhr | SeeLesung

»Das Brennglas«

Die Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin/Brandenburg e.V., Petra Rosenberg, liest aus den Erinnerungen ihres Vaters Otto Rosenberg

Musikalische Umrahmung Rolf Zielke (Piano), Dirk Engelhardt (Saxophon)

Ort: Ufer des Schwedtsees

Information: info@ravensbrueck.de

Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

 

Sonntag, 24. Juli 2011, 10 Uhr | Themenführung 

»Medizinische Experimente in KZ Ravensbrück«

mit Katja Anders, Pädagogische Dienste der Gedenkstätte Ravensbrück  

 

Sonntag, 24. Juli 2011, 14 Uhr | Themenführung 

»Medizinische Experimente in KZ Ravensbrück«

mit Katja Anders, Pädagogische Dienste der Gedenkstätte Ravensbrück  

 

Sonntag, 17. Juli 2011, 10 Uhr | Themenführung 

»Ravensbrück per Rad«

mit Angelika Meyer, Pädagogische Dienste der Gedenkstätte Ravensbrück  

 

Sonntag, 17. Juli 2011, 13 Uhr | Themenführung 

»Ravensbrück per Rad«  

mit Angelika Meyer, Pädagogische Dienste der Gedenkstätte Ravensbrück  

 

Samstag, 25. Juni 2011, 14-17 Uhr | Themenführung 

»Ravensbrück zu Fuß«

mit Dr. Matthias Heyl, Leiter der Pädagogischen Dienste der Gedenkstätte Ravensbrück  

Treffpunkt: Besucherzentrum der Gedenkstätte

 

Sonntag, 26. Juni 2011, 14-17 Uhr | Filmvorführung  

»Nachbarn« - Ehemalige Konzentrationslager und die Orte nebenan

Eine Filmvorführung, moderiert von Dr. Matthias Heyl, Leiter der Pädagogischen Dienste der Gedenkstätte Ravensbrück  

Ort: Seminargebäude der Gedenkstätte

 

23.-25. Juni 2011 | Ravensbrück außer Haus

Die Leiterin des Hauptausstellungsteams, Alyn Beßmann, tritt beim Bundesdeutschen Gedenkstättenseminar 

»Die SS in Forschung, Bildung und Medien. Entwicklung und Perspektiven der Täterforschung« auf. 

Veranstalter: Bundeszentrale für politische Bildung (Bonn), Kreismuseum Wewelsburg, Stiftung Topographie des Terrors (Berlin) in Zusammenarbeit mit »Gegen Vergessen - Für Demokratie e. V.«

Tagungsort: Kreismuseum Wewelsburg, Burgwall 19, 33142 Büren-Wewelsburg, Tel.: 02955-7622-19

 

 

Sonntag, 19. Juni 2011, 14 Uhr | Filmvorführung 

»Ravensbrück im Film 1959-1989« 

DieGeschichte des Konzentrationslagers Ravensbrück ist im Lauf der Jahrzehnte auf unterschiedliche Weise dargestellt worden. Das in der Gedenkstätte von 1959 bis 1989 gezeigte Filmmaterial wird von der Kulturwissenschaftlerin Katja Baumgärtner (Berlin) vorgestellt und kommentiert.

Ort: Seminargebäude der Gedenkstätte

Treffpunkt: Besucherzentrum der Gedenkstätte

 

Freitag, 27. Mai 2011, 9.30 - 17.30 Uhr | Ravensbrück außer Haus

8. Berlin-Brandenburgisches Forum für zeitgeschichtliche Bildung der Arbeitskreise I und II der Berlin-Brandenburgischen Gedenkstätten

Bisher besuchten überwiegend SchülerInnen der Sekundarstufe I (im Alter ab 15 Jahren) und II die Gedenkstätten. Inzwischen stellen wir eine zunehmende Zahl von SchülerInnen unter 14 Jahren fest. Diese Entwicklung wollen die Gedenkstätten aufnehmen und mit LehrerInnen sowie anderen MultiplikatorInnen diskutieren. Auf dem Forum werden die Gedenkstätten mit den LehrerInnen der verschiedenen Stufen zusammentreffen und ihre Konzeptionen und Erfahrungen vorstellen. Für beide Seiten bedeutet dies eine große Chance im Hinblick auf eine engere inhaltliche und pädagogische Kooperation zum gemeinsamen Nutzen von Schulen und Gedenkstätten. In zwei Plenarveranstaltungen und mehreren Workshops können sich LehrerInnen sowie SchülerInnen mit den stufenspezischen Angeboten der auf die NS- und SBZ/DDR-Geschichte bezogenen Gedenkstätten vertraut machen und ihre Erwartungen und Meinungen einbringen.

Information und Anmeldung: becker@gedenkstaette-sachsenhausen.de / hoolmans@gedenkstaette-sachsenhausen.de, Telefon (03301) 200-203

Ort: Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Straße der Nationen 22, 16515 Oranienburg

 

Donnerstag, 12. Mai 2011, 18 Uhr | Ravensbrück außer Haus

Dr. Insa Eschebach: »Devianz, Homosexualität und die Geschichte der Erinnerung an das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück«

Vortrag innerhalb des Promotionskollegs Kulturwissenschaftliche Geschlechterstudien

Ort: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Ammerländer Heerstraße 114-118, 26129 Oldenburg 

 

Sonntag, 8. Mai 2011, 15 Uhr | Ausstellungseröffnung und Führung

»Ravensbrück: Biografien  | Themen | Kalendertage« - eine Ausstellungsinstallation

Baustelle Ravensbrück: Garagentrakt, Tankstelle, Kommandantur

Während der Sanierung der ehemaligen Kommandantur vom Frühsommer 2011 bis voraussichtlich Januar 2013 wird das Besucherzentrum zum zentralen Ausstellungsort der Gedenkstätte. Die Ausstellungsinstallation umfasst 26 Biografienfahnen zu ehemaligen Ravensbrücker Häftlingen. Außerdem informiert sie in Texten, Bildern und Dokumenten umfassend über das Konzentrationslager und die spätere Gedenkstättengeschichte. In einer künstlerischen Installation werden Daten und Ereignisse aus der Chronologie der Lagergeschichte projiziert.

Begrüßung durch Dr. Insa Eschebach, Leiterin der Gedenkstätte

Lesung: »Vor uns lag ein lächelnd blauer See...« Erinnerungen ehemaliger Ravensbrücker Häftlinge, gelesen von Karin Hartmann

Führung: »Baustelle Ravensbrück«, Dr. Insa Eschebach mit Bärbel Kannenberg und Christian Kannenberg (Architekten BdA).

Ort: Besucherzentrum der Gedenkstätte Ravensbrück

 

Freitag, 8. April 2011, 19 Uhr | Gedenkgottesdienst 

Gedenkgottesdienst  zu Ehren der französischen Ordensschwester Elisabeth von der heiligen Eucharistie (Elisabeth Rivet)

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Katholischen Kirchgemeinde, Fürstenberg/Havel

Ort: Mahn- und  Gedenkstätte Ravensbrück, ehemaliger Zellenbau

Freitag, 18. März 2011, 17 Uhr  

Mitgliederversammlung des Internationalen Freundeskreises der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Ort: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Saal B, Stauffenbergstraße 13, 10785 Berlin

 

Freitag-Samstag, 4./5. März 2011, 10-17 Uhr | Workshop

25. Arbeitstreffen Ravensbrück zum Thema »Forschung zum Konzentrationslager Ravensbrück unter Einbeziehung der Kategorie Geschlecht«

Das Thema des 25. Arbeitstreffens lautet »Sterben und Mord im KZ Ravensbrück«. War die Sterblichkeitsrate im KZ Ravensbrück in den Anfangsjahren deutlich geringer als in vergleichbaren Konzentrationslagern mit männlichen Häftlingen, war der Tod im Lager spätestens ab 1942 omnipräsent. Auf dem Arbeitstreffen möchten wir die  z.T. recht begrenzten Quellen wie Fotos, Zeichnungen, Erinnerungsberichte und lagerzeitliche Dokumente gemeinsam auswerten und über verschiedene historische Interpretationen diskutieren.

Vorträge und Themen

Der Krankenbau Ravensbrück in Zeichnungen, Christiane Heß

Exekutionen im Ravensbrücker Frauen- und Männerlager

Die Ravensbrücker Gaskammer, Bernhard Strebel (angefragt)

Zum Umgang mit Fotografien von Frauen- und Männer-Leichen, Ute Wrocklage              

Uckermark: Sterbezone oder Vernichtungslager? Begriffsgeschichte und vergleichende Perspektive, Verena Buser

Selektionen im Bild. Ravensbrücker Zeichnungen als Zeugnisse. Bildgeschichte und Rezeption, Christiane Heß

 Das Krematorium: Entstehung, Nutzung, Bildgeschichte, Andreas Ehresmann und Thomas Irmer

Ort: Friedenszentrum Martin-Niemöller-Haus, Parcelliallee 61, 14195 Berlin

 

Samstag, 19. Februar 2011, 11-17 Uhr | Workshop

Der Lebensborn - Mythos und Realität

Der »Lebensborn« war ein von der SS getragener und staatlich geförderter Verein. In insgesamt 24 Heimen im Deutschen Reich sowie im besetzten Ausland betrieb er Einrichtungen, in denen nichtverheiratete »arische« Mütter die letzten Monate ihrer Schwangerschaft verbringen, entbinden und die Niederkunft geheim halten konnten. Voraussetzung war der Nachweis der »arischen« Herkunft der Erzeuger. In den besetzten Gebieten waren dies oft deutsche Soldaten oder SS-Männer. Im Deutschen Reich kamen ab 1943 auch mehr und mehr Ehefrauen von der SS, um hier ihre Kinder zur Welt zu bringen.

In der Gedenkstätte Ravensbrück wird seit Anfang Dezember 2010 eine Wanderausstellung über den Lebensborn gezeigt. Sie wurde vom Kreisjugendring Ebersberg erarbeitet und im heutigen Jugendhof Steinhöring, von 1936 bis 1945  Lebensbornheim, 2009 erstmals gezeigt.

Begrüßung

Dr. Insa Eschebach, Leiterin der Gedenkstätte 

Vorträge

Mein Bild vom Lebensborn. Geboren im Lebensbornheim Klosterheide, Edda Thunn (Fürstenberg/Havel)

Lebensborn – lebenslang? Vom schwierigen Erbe der vermeintlichen Elitekinder, Dr. Dorothee Schmitz-Köster (Berlin/Bremen)

Ravensbrücker Häftlinge in Arbeitskommandos beim Lebensborn, Dr. Christl Wickert (Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück)

Flotte Burschen – stramme Maiden. Sexualität im Nationalsozialismus und die Rezeption des Lebensborn , Dr. Dagmar Reese (Kleinmachnow)

Der Workshop wird gefördert durch die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung, Potsdam.

Ort: Besucherzentrum der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück