Veranstaltungsarchiv


Das Veranstaltungsarchiv nennt Veranstaltungen der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück seit  2002 in rückwärtiger Reihenfolge. In der Regel sind die Beschreibungen des Ankündigungstextes übernommen worden.  

 

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2010


 

Donnerstag, 16. Dezember 2010, 17 Uhr | Ravensbrück virtuell

Web-Seminar für Lehrkräfte und Multiplikator/innen

Wir möchten Sie am 16. Dezember 2010 um 17 Uhr zu einem Web-Seminar einladen. Der Leiter der Pädagogischen Dienste der Mahn – und Gedenkstätte Ravensbrück  Dr. Matthias Heyl wird in einem Impulsreferat das pädagogische Angebot der Gedenkstätte darstellen. Außerdem werden ausgewählte Materialien zur Vorbereitung vorgestellt.

Anschließend bietet Veranstaltung die Möglichkeit verschiedene Fragen zu diskutieren, die im Vorfeld des Besuchs einer Gedenkstätte auftauchen. Die Themenbereiche umfassen Möglichkeiten der Vor- und Nachbereitung eines Gedenkstättenbesuches, die Relevanz eines solchen Besuches für einen fächerübergreifenden Unterricht, Fragen der Angemessenheit des Verhaltens und zu den Erwartungen, die LehrerInnen und SchülerInnen haben.

Selbstverständlich sind im Verlauf des Web-Seminars Ihre Anregungen, Erfahrungen und Vorstellungen zur Durchführung eines Gedenkstättenbesuches gefragt. Wir hoffen daher auch auf Ihre aktive Beteiligung an unserem Web-Seminar.

Das Web-Seminar wird in einem virtuellen Raum des Bildungsportals „Lernen aus der Geschichte“ durchgeführt. Im Vorfeld zu der Veranstaltung erhalten die Teilnehmenden per E-Mail den Link zu diesem Raum zugeschickt.

Im Anschluss soll das Web-Seminar zur Nutzung für andere Lehrkräfte im Bereich „Online Lernen“ des Portals bereitgestellt werden. Mit Ihrer Anmeldung erklären Sie Ihr Einverständnis zu dieser Veröffentlichung. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Das Web-Seminar wird durch Birgit Marzinka und Ingolf Seidel (Lernen aus der Geschichte e.V.) moderiert. Die Veranstaltung findet in Kooperation des Vereins „Lernen aus der Geschichte“ mit dem Pädagogischen Zentrum von Fritz Bauer Institut und Jüdischem Museum Frankfurt am Main sowie mit der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück statt.

Technische Voraussetzungen: PC/Notebook mit DSL-Verbindung und ein Headset (hohe Qualität) bestehend aus Kopfhörern und Mikrofon

Veranstalter: Lernen aus der Geschichte e.V. in Kooperation mit dem Pädagogischen Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main sowie mit der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück.

Webinfo...


Freitag-Sonntag, 3. - 5. Dezember 2010 | Workshop

»Ravensbrücker Kolloquium: Warum und zu welchem Zwecke betreibt man Gedenkstättenpädagogik?« 

In der erinnerungskulturellen Landschaft ist einiges im Umbruch. Von »Paradigmenwechsel(n)« ist die Rede, von der Wandlung eines kommunikativen und kommunizierten Gedächtnisses hin zu einem kulturellen Gedächtnis. Das absehbare Fehlen der Überlebenden in der Bildungsarbeit der Gedenkstätten beschäftigt uns ebenso wie die veränderte und sich verändernde Wahrnehmung der Geschichte der nationalsozialistischen Massenverbrechen bei nachwachsenden Generationen oder Wahrnehmungskonkurrenzen. Und auch die Akteure der Erinnerungskultur kommen unweigerlich in die Jahre. Die hier nur skizzierten Umbrüche erscheinen uns als geeigneter Anlass zur Reflexion: warum und zu welchem Zwecke betreiben wir historisch-politische Bildung an den Orten der einstigen Verbrechen? Wie wird diese Bildungsarbeit heutigen und künftigen Erfordernissen gerecht? Bedarf es neuer inhaltlicher und/oder methodischer Akzentuierungen? Wie zukunftsfähig ist das, was wir tun?  [Matthias Heyl]

Zu einer Selbstverständigung luden die Pädagogischen Dienste der Gedenkstätte Ravensbrück alle Interessierten, die sich in der Bildungsarbeit an Gedenkstätten und in benachbarten Bereichen engagieren, die mit uns diese und andere Fragen offen ventilieren wollten, ein. Ort: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück | Internationale Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück


Freitag, 3. Dezember 2010, 18 Uhr | Benefizveranstaltung  | Ravensbrück außer Haus

Bilder, Lesung und Musik

in Kooperation mit dem Internationalen Freundeskreis Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück e.V.

Ort: Stiftung Topographie des Terrors, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin | ...zum Programm [PDF-Datei]...


Dienstag, 30. November 2010, 11 Uhr | Lesung

»Zwölf Brötchen. Reportagen von Auschwitz zum Frühstück«

Lesung von Noach Klieger

moderiert von Elke Helm (Gedenkstättenlehrerin) und Dr. Matthias Heyl (Leiter der Pädagogischen Dienste)

Ort: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück | Besucherzentrum


Freitag-Samstag, 19.-20. November 2010  | Ravensbrück außer Haus

Tagung »Gelernte Erinnerung: Der Holocaust im Unterricht heute. Neue Perspektiven für die 4. Generation«

Keynote »Der Holocaust im Unterricht - Entwicklungen der letzten 20 Jahre in Deutschland« von Dr. Matthias Heyl, Leiter der Pädagogischen Dienste der Gedenkstätte Ravensbrück

Ort: Duitsland-Instituut der Universiteit van Amsterdam


Die Evangelische Kirchengemeinde Berlin-Dahlem veranstaltet die Lesung
IM LAND DER GOTTLOSEN
Tagebuch und Briefe aus der Haft 1944/45 von Helmuth James von Moltke
Gespielt und szenisch eingerichtet von Jürgen Larys und Susanne Hocke

Wissenschaftliche Beratung: Prof. Günter Brakelmann
artENSEMBLE THEATER, Bochum | www.ensembletheater.de

Ort:
Berlin-Dahlem, Jesus-Christus-Kirche, Eintritt: 12 Euro (Abendkasse)
Diese Aufführung nutzt ausschließlich Originaldokumente: Auszüge aus dem Tagebuch aus der Haft 1944/45, Briefe an Freya von Moltke aus der Haft, einen Brief von Freya von Moltke an Helmuth James von Moltke. Helmuth James von Moltke war führender Kopf des „Kreisauer Kreises“, einer Widerstandsgruppe, die sich vor allem der Entwicklung von
Zukunftsperspektiven für ein Deutschland nach dem Ende des Faschismus widmete. Die Aufführung ist auch Dokument eines theologisch fundierten unbeugsamen geistigen Widerstands gegen die Unmenschlichkeit Die konkrete Spielsituation ist Moltkes Haft in den Gefängniszellen von Berlin und Ravensbrück. Freya von Moltke ist fern und doch anwesend. Ca. 120 Minuten, keine Pause.
„Ich bin nun den vierten Sonntag hier und habe noch keine Kirchenglocke gehört. Die Sonntagsgeräusche unterscheiden sich von den Alltagsgeräuschen dadurch, dass das Hundegebell noch anhaltender ist und die Marschlieder den ganzen Vormittag füllen … Man fühlt sich so durchaus im Land der Gottlosen. Ich habe nie gedacht, dass das so spürbar wäre.“ (Helmuth James von Moltke, Konzentrationslager Ravensbrück, 28.2.1944)


Donnerstag-Freitag, 11.-12. November 2010  | Ravensbrück außer Haus

Netzwerktreffen der in der Gedenkstätte Yad Vashem ausgebildeten LehrerInnen aus Mecklenburg-Vorpommern

Vortrag von Dr. Matthias Heyl, Leiter der Pädagogischen Dienste der Gedenkstätte Ravensbrück

[11.11.2010, 17 Uhr, Ort: Europäische Akademie Mecklenburg-Vorpommern, Waren/Müritz] 


Veranstaltungstipp | Sonntag, 14. November 2010, 19 Uhr | Szenische Lesung

Samstag-Freitag, 17. - 23. Oktober 2010 | Jugendbegegnung

»Helfen erlaubt?!« Regionales Workcamp der helfenden Verbände Berlin-Brandenburg

in Zusammenarbeit mit dem Landesjugendring Brandenburg, der Johanniter-Jugend Berlin-Brandenburg, der Landesjugendfeuerwehr Brandenburg, dem Malteser Hilfsdienst und der THW-Jugend Berlin-Brandenburg-Sachsen-Anhalt


Montag-Freitag, 27. September - 1. Oktober 2010 | Jugendbegegnung

Siemens @ Ravensbrück

Ein Seminar für Auszubildende der Siemens AG und des Strittmatter-Gymnasiums, Gransee, zur Geschichte der Zwangsarbeit in Ravensbrück. Mit den Überlebenden Selma van de Perre (London) und Dr. Margrit Rustow (New York). In Zusammenarbeit mit der Siemens AG, dem Strittmatter-Gymnasium, Gransee, und dem Internationalen Freundeskreis der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück.

Ort: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück | Internationale Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück


Freitag-Sonntag, 8.-10. Oktober 2010 |  Workshop

»Ravensbrücker Kolloquium: Homophobie, Devianz und weibliche Homosexualität im Nationalsozialismus. Geschichte und Gedenken«

Veranstalter: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück | Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und dem LSVD, gefördert vom Schwulen Museum Berlin, der Hannchen-Mehrzweck-Stiftung und der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen.

Ort: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück 

Tagungsbüro: Janna Lölke (wiss. Volontärin), loelke@ravensbrueck.de, Tel.: (033093) 608-25/13

 

Die Entstehungsgeschichte des »Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen« ist seit den 1990er Jahren begleitet von der kontrovers diskutierten Frage: In welchem Ausmaß sind neben den homosexuellen Männern auch lesbische Frauen verfolgt worden? Nach dem gegenwärtigen Stand der Forschung war weibliche Homosexualität im »Dritten Reich« – mit Ausnahme von Österreich und dem »Protektorat Böhmen und Mähren« - kein Straftatbestand.

Gleichwohl sind Frauen aufgrund von sexuell und sozial deviantem Verhalten verfolgt worden. Als »Volksschädlinge«, »Asoziale« und »Prostituierte« bzw. aufgrund von »Rassenschande«, »Verkehr mit Fremdvölkischen« oder »Wehrkraftzersetzung« wurden zahllose Frauen verurteilt und inhaftiert. Allerdings scheint zumindest Anfang der 1940er Jahre weibliche Homosexualität, wenn auch ohne erkennbare Systematik, durchaus aktenkundig geworden zu sein: Aus dem Konzentrationslager Ravensbrück sind  Fälle bekannt, in denen die Einlieferung zweier politischer und eines »asozialen« Häftlings mit dem zusätzlichen Vermerk »lesbisch« versehen war. Während bislang nur wenige Quellen der nationalsozialistischen Verfolgungsapparate zum Thema weiblicher Homosexualität bekannt sind, liegt eine ganze Reihe von Erinnerungsberichten von Überlebenden  vor, die Lesben im Lager thematisieren. Wenig untersucht sind bislang die offenkundig homophoben Konstruktionen, die viele dieser Berichte strukturieren. Beispielsweise schreibt die polnische Überlebende Wanda Poltawska, lesbische Liebe habe sich im Lager »wie eine Epidemie« verbreitet und mit Verachtung spricht sie von den »meist deutsch-zigeunerischen Paaren« und von »männlichen Frauen«. Heteronormativität funktionierte auch unter den Bedingungen der KZ-Haft  als kulturelle Norm, zumindest wurde die Abweichung vom tradierten Gendercode von vielen als Bedrohung erfahren. Zu diskutieren wären die polaren Weiblichkeitskonstruktionen in den Texten von Überlebenden über das KZ Ravensbrück: Bilder der reinen, entsexualisierten Frau stehen häufig denen von unangepasster Weiblichkeit unvermittelt gegenüber.

Homophobe Konstruktionen, so die These, sind in der Rezeptionsgeschichte des KZ Ravensbrück auf vielfache Weise wirksam. Zugleich aber dient die Gedenkstätte Ravensbrück seit Anfang der 1980er Jahre immer auch als ein Ort des Gedenkens der wegen sexueller Devianz bzw. Homosexualität verfolgten Frauen. So hat im Jahr 1986, wie in Akten des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR überliefert, erstmals ein »Personenzusammenschluss ‚Lesben in der Kirche  - Arbeitskreis Homosexuelle Selbsthilfe« einen Kranz in Ravensbrück niederlegen wollen; der Versuch wurde wie auch in den folgenden Jahren seitens der Staatssicherheit verhindert. In den 1990er Jahren begann eine Initiative aus Bielefeld, jährlich Blumengebinde zur Erinnerung an die in Ravensbrück rekrutierten Zwangsprostituierten niederzulegen. Das nahe gelegene ehemalige »Jugendschutzlager Uckermark«, in dem als »asozial« und »gemeinschaftsfremd« klassifizierte Mädchen inhaftiert waren, ist heute für viele junge Frauen und Lesben ein prominenter Ort des Gedenkens. Ein »Frauen Lesben Transgender Baucamp« organisiert auf dem Gelände jährlich künstlerische und dokumentarische Aktionen.

Das geplante Kolloquium wird die Frage nach den Verfolgungsgründen sozial und sexuell unangepasster Frauen im »Dritten Reich« ebenso analysieren und diskutieren wie Homophobie in der Erinnerungsgeschichte Ravensbrücks. Ein dritter Schwerpunkt liegt in der Geschichte und den verschiedenen Formen der identitätspolitischen Besetzung der Geschichte des Frauenkonzentrationslagers, die u.a. dazu führt, dass sexuelle Devianz und Homosexualität beispielsweise in Kreisen des SS-Personals als Thema gar nicht vorkommen. Die Frage bleibt, welche Funktion und Bedeutung der Kategorie Geschlecht im Kontext des Gedenkens zukommt und ob ein Gedenken jenseits identitätspolitischer Motive vorstellbar wäre. [Insa Eschebach] 

 

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Sommer 2010 | Jugendbegegnungen  

Internationale Workcamps

17. - 31. Juli 2010 | NIG-Workcamp

24. - 30. Juli | Mittendrin Neuruppin

5. – 15. August 2010 | FrauenLesbenTransgender-Workcamp

9. - 21. August 2010 | VJF-Workcamp  

16. - 30. August 2010 | SCI-Workcamp

10. – 12. September 2010 | Kolping-Workcamp


Sonntag-Freitag, 29. August 2010 - 3. September 2010 | Tagung

Europäische Sommer-Universität Ravensbrück

»Bildersprachen. Künstlerische Produktion in Lagern und Ghettos 1933–1945«

Künstlerische Praxen in nationalsozialistischen Lagern und Ghettos werden meist als Form der Resistenz gegen Terror und Anonymität gedeutet. Die Europäische Sommer-Universität Ravensbrück möchte das Thema erweitern und die künstlerischen Dokumente aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten: Neben der Beschreibung und Analyse der Bedingungen, unter denen künstlerische Produktionen in Lagern möglich waren, sollen auch die Darstellungen der Lager sowie die Rezeption der Werke in der Fachwissenschaft und in Ausstellungen diskutiert werden. Neu sind auch die Fragen nach den Geschlechterbildern, die den Arbeiten eingeschrieben sind. Die bildende Kunst steht im Zentrum: Zeichnungen, Bilder und kunsthandwerkliche Gegenstände, die heimlich oder im Auftrag angefertigt wurden. Diese Werke sollen mit ihren Bezügen zu anderen Kunstgattungen wie Literatur, Theater oder Musik diskutiert werden. Im Fokus der Sommer-Universität steht die Frage, welche Bedeutung der Kunst in der Wahrnehmung der nationalsozialistischen Verfolgung künftig zukommen soll. An den Vormittagen finden einführende Vorträge zu den Schwerpunktthemen statt. Diese werden am Nachmittag in Arbeitsgruppen vertieft, die parallel zueinander durchgeführt werden. Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch.

Ort: Besucherzentrum der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und Internationale Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück

Veranstalter: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück | Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung (Berlin) und der Stiftung Topographie des Terrors (Berlin)

Den Programm-Flyer finden Sie hier...


Sonntag, 31. Juli 2010, 14 Uhr  | Themenführung

»Die Baustellen der Gedenkstätte«

Führung mit Dr. Insa Eschebach, Leiterin der Gedenkstätte  


Sonntag, 25. Juli 2010, 10-12:30 | Themenführung

»Ravensbrück per Rad«

Fahrradführung mit Angelika Meyer, Pädagogische Dienste der Gedenkstätte  


Sonntag, 25. Juli 2010, 13:30-16 Uhr  | Themenführung

»Ravensbrück per Rad«

Fahrradführung mit Angelika Meyer, Pädagogische Dienste der Gedenkstätte  


Sonntag, 18. Juli 2010, 11-12:30 Uhr | Themenführung

»Täterschaft in Ravensbrück«

mit Thomas Kunz, Pädagogische Dienste der Gedenkstätte  


Sonntag, 18. Juli 2010, 14:30-16 Uhr | Themenführung

»Täterschaft in Ravensbrück«

mit Thomas Kunz, Pädagogische Dienste der Gedenkstätte  


Mittwoch, 14. Juli 2010, 16:40-18:10 Uhr | Ravensbrück außer Haus

»Erinnerungskultur und Geschlecht. Geschlechtsspezifische Symbolisierungen in Akten öffentlichen Gedenkens«
Vortrag der Leiterin der Gedenkstätte, Dr. Insa Eschebach, im Rahmen der 4. Ringvorlesung politischer Hochschulgruppen der TU Dresden »Geschichtspolitik und Erinnerungskultur«

Ort und Zeit: TU Dresden, Hörsaalzentrum, Bergstr. 64, Hörsaal 5


Samstag, 10. Juli 2010, 13:00-14:00 Uhr | Einführung in Bibliothek und Archiv

»Sammlungsbereiche der Gedenkstätte«

mit Cordula Hundertmark, Leiterin der Wissenschaftlichen Dienste der Gedenkstätte  

Treffpunkt: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück | Besucherzentrum


Samstag, 10. Juli 2010, 14:30-17:30 Uhr | Themenführung

»Der ehemalige Lagerkomplex Ravensbrück zu Fuß«

mit Dr. Matthias Heyl, Leiter der Pädagogischen Dienste der Gedenkstätte  

Treffpunkt: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück | Besucherzentrum

Teilnehmergebühr: 3 Euro (ermäßigt 2 Euro) / Person


Donnerstag, 1. Juli 2010, 9:30-16:30 Uhr | Ravensbrück außer Haus

Fachtag »Bei uns war es anders – wie überall!« - Geschichte als Gegenstand des interkulturellen Lernens

in der Jugendarbeit 

Eine Veranstaltung der Landesjugendringe Berlin und Brandenburg – im Rahmen des Modellprojekts »Meine Deine Unsere GeschichteN – Lokale Jugendgeschichtsarbeit und Interkulturelles Lernen« mit einem Vortrag des  Leiters der Pädagogischen Dienste der Gedenkstätte zum Thema »Außerschulische Pädagogik und Jugendgeschichtsarbeit in der Einwanderungsgesellschaft«

Ort: Staatskanzlei des Landes Brandenburg, Potsdam 

zum Programm... [als PDF-Datei]


 

Sonntag, 20. Juni 2010, 17 Uhr | Ravensbrück außer Haus

Ausstellungsausklang Vortrag und Gespräch: 

SexZwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern. Deutungen und Repräsentationen

Referentin: Dr. Insa Eschebach (Leiterin der Gedenkstätte Ravensbrück). In den  KZ-Gedenkstätten hat es jahrzehntelang keine Hinweise auf die Häftlingsbordelle gegeben. Im Kontext der popular culture hat sich indes die SexZwangsarbeit als ein Thema von großer Faszinationskraft erwiesen. Diskutiert wird u.a. die Frage, warum und auf  welche Weise der »Arbeitseinsatz im Bordell« nach 1945 verschwiegen bzw. thematisiert wurde und warum seit Anfang der 1990er Jahre das Thema politisch und wissenschaftlich zusehends an Relevanz gewinnt

Ort: VHS Bielefeld, Ravensberger Park 1, 33607 Bielefeld


Freitag, 18. Juni 2010, 9-16:30 Uhr | Ravensbrück außer Haus

7. Berlin-Brandenburgischen Forum für zeitgeschichtliche Bildung

»Kreative Formen der Gedenkstättenarbeit«

Die Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, Dr. Insa Eschebach, moderiert einen Workshop, in dem u.a. das Projekt »Fast unbunt – Druckgraphiken aus Ravensbrück« von Ingo Grollmus, Werkstatt 0305, Ernst-Litfaß-Schule Berlin, vorgestellt wird.

Ort: Gedenkstätte Berliner Mauer, Besucherzentrum, Bernauer Straße 119, 13355 Berlin


Donnerstag, 17. Juni 2010, 9-18 Uhr | Ravensbrück außer Haus

Deutsch-Polnischer Fachtag: Kulturpädagogische und künstlerische Strategien in der Gedenkstättenarbeit

Der Leiter der Pädagogischen Dienste der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, Dr. Matthias Heyl, diskutiert mit anderen ExpertInnen über »Chancen und Grenzen künstlerischer Zugänge in der historisch-politischen Bildungsarbeit«.

Ort: Gedenkstätte Sachsenhausen, Straße der Nationen 22, 16515 Oranienburg


Samstag-Sonntag, 12.-13. Juni 2010, 17 Uhr | Seminar

»Gedenkstätten als außerschulische Lernorte«

Exkursion eines Proseminars der Universität Rostock unter Leitung von Dr. Andreas Wagner, Politische Memoriale Mecklenburg-Vorpommern e.V., unterstützt durch den Leiter der Pädagogischen Dienste, Dr. Matthias Heyl

Ort: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück | Internationale Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück


Montag-Dienstag, 10./11. Mai 2010 | Jugendbegegnung  

Begegnungstage der Landtagspräsidenten aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern 

Ort: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück | Internationale Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück


9. Mai - 20. Juni 2010 | Wanderausstellung 

»Lagerbordelle. Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern«

Ort: Feministisches Referat des Asta der Universität Bielefeld


Donnerstag-Montag, 29. April – 3. Mai 2010 | Kooperationsseminar

»PABO-Studenten-Reise 2010«

Ein Kooperationsseminar für niederländische Lehramtsstudierende.

Veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Herinneringscentrum Kamp Westerbork und dem Comité Vrouwenconcentratiekamp Ravensbrück 

Ort: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück | Internationale Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück


[Donnerstag, 21. April 2010,  rbb-Kulturradio, 22.04 Uhr | Radiotipp 

»Ermittlungen eingestellt«   

In dem Featurevon Paul Kohl im rbb-Kulturradio geht es um »Das Schweigen der Elfriede R.« Auf der Website des rbb heißt es: »April 1945, kurz vor der Befreiung des Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück durch die Rote Armee, ließ die Lagerleitung Tausende von Häftlingen erschießen oder in der Gaskammer ermorden. Die Leichen wurden im Krematorium verbrannt oder einfach auf dem Gelände liegen gelassen. In mehreren Kolonnen wurden zigtausend Frauen nach Nordwesten getrieben, zurück blieben kranke, marschunfähige und sterbende Frauen. Vor den heranrückenden Sowjetsoldaten flohen in Panik das SS-Personal und alle Aufseherinnen. Eine von ihnen war die 23jährige Hundeführerin Elfriede H. Nach einem Aufenthalt in ihrer Heimatstadt Leipzig übersiedelte sie nach Westdeutschland, wanderte in die USA aus und heiratete 1962 in San Francisco Fred R., einen Berliner Juden, der in den 30er Jahren nach Shanghai geflohen war und sich nach Kriegsende in Kalifornien niedergelassen hatte. Zweiundvierzig Jahre lang hatte sie ihm während ihrer Ehe ihre Tätigkeit in Ravensbrück verschwiegen. Kurz nach seinem Tod deckten US-Behörden 2004 ihre NS-Vergangenheit auf. Zwei Jahre später wurde sie nach Deutschland ausgewiesen]


Montag-Freitag, 19.-23. April 2010 | Veranstaltungen für die geladenen Gäste 

Tagung des Internationalen Ravensbrück-Komitees

Ort: See-Hotel, Templin  [geschlossene Veranstaltung]


Montag, 19. April 2010 | Veranstaltungen für die geladenen Gäste 

10 Uhr, Besuch Jüdisches Museum (Berlin) [geschlossene Veranstaltung]

10 Uhr, Besuch von ehemaligen Außen- und Nebenlagern (Neustadt-Glewe, Malchow, Neubrandenburg) [geschlossene Veranstaltung]


Montag-Freitag, 19.-23. April 2010 | Veranstaltungen für die geladenen Gäste 

Tagung des Internationalen Ravensbrück-Komitees

Ort: See-Hotel, Templin  [geschlossene Veranstaltung]

 


Samstag-Sonntag, 17./18. April 2010 | 65. Jahrestag der Befreiung 

Ort: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Information und Anmeldung: info@ravensbrueck.de

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Sonntag, 18. April 2010,  9 Uhr | Heilige Messe

Ort: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, Zellenbau  

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Sonntag, 18. April 2010,  9 Uhr | Gedenken am sowjetischen Ehrenmal

Veranstalter: Lagergemeinschaft Ravensbrück/Freundeskreis e. V.  

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Sonntag, 18. April 2010,10 Uhr | Zentrale Gedenkveranstaltung  

Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr. Die Gäste werden gebeten, Ihre Plätze um 9:45 Uhr eingenommen zu haben.

 

Programm

 

Johann Sebastian Bach: Adagio aus dem Konzert für Oboe und Violine in c-Moll

Landesjugendsinfonieorchester Brandenburg

 

Begrüßung

Dr. Insa Eschebach, Leiterin der Gedenkstätte Ravensbrück

 

Ansprachen

Dr. Annette Chalut (Paris), Präsidentin des Internationalen Ravensbrück-Komitees

Matthias Platzeck, Ministerpräsident des Landes Brandenburg

 

Lied »Die Moorsoldaten«

 

Ansprache

Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung

der Bundesrepublik Deutschland

 

Lesung

Iris Berben: »Befreiung. Erinnerungen ehemaliger Häftlinge«

 

Edvard Grieg, »Aases Tod« aus der Peer-Gynt-Suite N° 1

Landesjugendsinfonieorchester Brandenburg

   

Religiöses Gedenken

Ravensbrücker »Vater unser«, Krystyna Zaorska-Burczyk (Gdynia)

Kaddisch, Kantorin Mimi Sheffer (Berlin)

 

Kranzniederlegung am Mahnmal »Tragende«.

Musikalische Umrahmung: Landesjugendsinfonieorchester Brandenburg

Ort: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

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Sonntag, 18. April 2010, 12 Uhr | Gedenkveranstaltung

 Gedenken »Männerlager« 

Ort: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, Gelände des ehemaligen »Männerlagers« 

Veranstalter: Berliner Bundesgeschäftsstelle des Lesben- und Schwulenverbandes Deutschland  

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Sonntag, 18. April 2010, 13 Uhr | Gedenkveranstaltung  

Gedenken an die griechischen Häftlinge von Ravensbrück
Veranstalter: TO SPITI – Interkulturelles Frauen- und Familienzentrum, Berlin  

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Sonntag, 18. April 2010, 14 Uhr  | Gedenkveranstaltung

Gedenken »Uckermark«

Ort: Gelände des ehemaligen »Jugendschutzlagers Uckermark«

Veranstalter: Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V./Netzwerk

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Sonntag, 18. April 2010, 15 Uhr | Christlich-Jüdischer Gedenkgottesdienst

in Zusammenarbeit mit der Landesbischöfin der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche, Maria Jespen (Hamburg), Landesrabbiner von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. William Wolff (Schwerin), dem Weihbischof von Berlin, Matthias Heinrich, der Landessuperintendentin des Kirchenkreises Stargard, Christiane Körner, Sr. Maria-Theresia, Karmel Regina Martyrum Berlin, der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Fürstenberg/Havel, Propst Thomas Juergensohn, und der Katholischen Kirchgemeinde St. Hedwig, i. V. Pfarrer Hans-Peter Müller 

Musikalische Begleitung: Chor der Jüdischen Gemeinde Schwerin 

Ort: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

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Sonntag, 18. April 2010, 16 Uhr | Präsentation

Vorstellung einer Videoportrait-Edition von 10 Ravensbrückerinnen
produziert von Marika Schmiedt und Bernadette Dewald in Zusammenarbeit mit der ÖLGRF. Gezeigt werden die Filme über Lotte Brainin und Anna Kupper (in Anwesenheit von Anna Kupper wie auch den ebenfalls in der Reihe portraitierten Überlebenden Friederike Furch, Josefine Oswald und Irma Trksak) 
Eine Veranstaltung der Österreichischen Lagergemeinschaft/Freundeskreis

Ort: Seminar-Haus der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

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[Sonntag, 18. April 2010,  rbb-Kulturradio, 17.04 Uhr | Radiotipp

»Die Erinnerung bleibt« 

Das rbb-Kulturradio widmet sich in seinem Magazin »ZEITPUNKTE« am 18. April 2010 ab 17.04 Uhr unter anderem der Befreiung des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück - im Gespräch mit der Leiterin der Gedenkstätte Ravensbrück, Dr. Insa Eschebach] 


[Sonntag, 18. April 2010,  rbb-Fernsehen, 17.25-17.55 Uhr | Fernsehtipp

»Die Erinnerung bleibt« 

Das rbb Fernsehen berichtet über den 65. Jahrestag der Befreiung des KZ Ravensbrück. Im Ankündigungstext heißt es: »Die Sendung fasst die Ereignisse des Tages zusammen, erinnert an die Befreiung dieser Schreckensorte vor 65 Jahren. Überlebende schildern die durchlittenen Qualen und warum es wichtig ist, dass ihre Geschichte und die der Millionen Opfer nicht vergessen wird. Das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück wurde im April 1945 befreit. Nicht viele haben den Nazi-Terror und die unendlichen Leiden an diesem Ort des Schreckens überlebt. Tausende Frauen wurden hier grausam ermordet. Am 18. April wird der Opfer zum 65. Jahrestag der Befreiung des KZ in einer großen Veranstaltung gedacht. Mehr als 400 Überlebende und ihre Angehörigen sowie mehrere tausend Gäste, u.a. […] Ministerpräsident Matthias Platzeck und die Schauspielerin Iris Berben, werden zu den Gedenkfeierlichkeiten erwartet. Auch an anderen Orten, wie in Sachsenhausen oder Berlin, wird der Opfer gedacht.«]  


Sonntag, 18. April 2010, 19 Uhr | Empfang der brandenburgischen Landesregierung und des brandenburgischen Landtags

Ort: See-Hotel, Templin [geschlossene Veranstaltung für geladene Gäste]


Samstag, 17. April 2010, 10 Uhr - 11:30 Uhr  | Lesung

Témoignages  - Textcollage aus Erinnerungsberichten

in Zusammenarbeit mit der Société des Familles et Amis des Anciennes Déportées et Internées de la Résistance (Paris), der Amicale de Ravensbrück (Paris) und dem Gymnasium Carolinum (Neustrelitz)

Ort: Besucherzentrum der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

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Samstag, 17. April 2010, 11:30 - 13 Uhr   | Einweihung von Gedenkzeichen

11:30 Uhr - Tafel zu Ehren von Geneviève de Gaulle und Germaine Tillion (Ort: Zellenbau)     

12 Uhr - Tafel zu Ehren der aus Frankreich deportierten Häftlinge (Ort: neuer Gedenkort)

12:30 Uhr - Tafel zu Ehren der katalanischen Frauen (Ort: neuer Gedenkort)

 

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[Samstag, 17. April 2010, rbb-Kulturradio 14.04 - 15 Uhr  | Radiotipp

»Ich habe mich manchmal gefragt, ob ich die Richtige bin« 

Gespräch zwischen der Historikerin Dr. Annette Leo und der Journalistin Margarethe Steinhausen über das Frauen-KZ Ravensbrück. Es geht laut Ankündigung des Senders um die Frage: »Was wusste die Bevölkerung im benachbarten Luftkurort Fürstenberg über das KZ? Das hat Annette Leo, Tochter des in der DDR sehr bekannten Widerstandskämpfers Gerhard Leo, recherchiert. "Es gab viel Abwehr gegen meine Fragen“ berichtet sie über ihren Versuch, das jahrzehntelange Schweigen aufzubrechen. Während der Arbeit über die widersprüchliche Haltung der Menschen gegenüber dem Frauen-KZ hat sich Annette Leo manchmal gefragt, ob sie – aus einer jüdisch-kommunistischen Familie stammend – die Richtige dafür ist.«]


Samstag, 17. April 2010, 16 Uhr – 18 Uhr 

Aufführung der Operette »Le Verfügbar aux Enfers« von Germaine Tillion

in Kooperation mit dem Théâtre du Châtelet (Paris), dem Landesjugendsinfonieorchester Brandenburg, dem Chor der Oberschule La Fontaine (Paris) und dem Mädchen-Kammer-Chor der Georg-Friedrich-Händel-Oberschule (Berlin)

Ort: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

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Samstag, 17. April 2010, 18 Uhr | Empfang 

»Zelt der Begegnung« 

Ort: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

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[Samstag, 17. April 2010, Phoenix, 22.30 - 0.00 Uhr  | Fernsehtipp

»Die Frauen von Ravensbrück«.

Phoenix zeigt aus aktuellem Anlass den 2005 entstandenen und mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Film  von Loretta Walz. In der Ankündigung heißt es: »Während des Zweiten Weltkriegs waren mehr als 100.000 Frauen aus West- und Osteuropa in Ravensbrück inhaftiert. Zehntausende starben. Bei allen, die die Haft überlebten, hinterließ Ravensbrück bleibende Wunden an Körper und Seele. Anlässlich des 60. Jahrestages der Befreiung des KZ Ravensbrück im April 2005 gestaltete Autorin Loretta Walz einen großen Dokumentarfilm über diese Frauen. Er will durch die Aussagen der zahlreichen Zeitzeuginnen, aber auch durch seine künstlerische Gestaltungsweise einer ganzen Generation von Frauen des 20. Jahrhunderts ein Denkmal setzen.«


Freitag, 16. April 2010, 17 Uhr 

Treffen der im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück geborenen und inhaftierten Kinder

Ort: See-Hotel Templin [geschlossene Veranstaltung]


Samstag, 20. März 2010, 14 Uhr | Ausstellungseröffnung 

Das »Führerhaus«: Alltag und Verbrechen der Ravensbrücker SS-Offiziere |
The Officer's House: Everyday Life and Crimes at Ravensbrück

»Führerhäuser« nannte die SS die vier Villen für SS-Offiziere und ihre Familien in unmittelbarer Nähe des KZ Ravensbrück. Im ehemaligen Wohnhaus des Lagerkommandanten ist nun eine Ausstellung über die SS-Führer zu sehen. Gemeinsam bestimmten sie den Haftalltag von mehr als 140 000 Frauen, Männern und Kindern und verantworteten den Tod zehntausender Gefangener, die infolge der Haftbedingungen oder bei gezielten Mordaktionen starben. Thema der Ausstellung sind ihr Handeln und ihre Motive, aber auch Umfeld und Alltag dieser Tätergruppe. In dem 1939 errichteten Gebäude sind noch immer Spuren vom Leben der SS-Führer sichtbar. Der Bau wurde denkmalgerecht konserviert, so dass Ausstellungsbesucher die verschiedenen Schichten seiner Nutzung und Nachnutzung selbst erkunden können.

Programm

Begrüßungen:

Dr. Insa Eschebach, Leiterin der Gedenkstätte Ravensbrück

Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Es sprechen:

Dr. Ingeborg Berggreen-Merkel, Ministerialdirektorin beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

Prof. Dr. Peter Longerich, Royal Holloway University of London, Himmler-Biograph

Noah Klieger, israelischer Journalist und Überlebender der KZ Auschwitz und Ravensbrück, Prozessbeobachter im Demjanjuk-Prozess

Bärbel Kannenberg, Architektin

Im Anschluss führt Alyn Beßmann, wissenschaftliche Projektleiterin, durch die Ausstellung.

Ort: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

 

Donnerstag, 18. März 2010, 19 Uhr | Ein Gespräch mit Noah Klieger

Im Rahmen der Eröffnung der Ausstellung »Das „Führerhaus“: Alltag und Verbrechen der Ravensbrücker SS-Offiziere« wird der Überlebende Noah Klieger am 20. März in der Gedenkstätte sprechen. Schon vorher laden wir Sie zu einem Seminar für MultiplikatorInnen ein. Am 18. März haben Interessierte Gelegenheit, mit ihm ins Gespräch zu kommen. Noah Klieger wurde 1926 in Straßbourg geboren und wuchs als Sohn eines Journalisten in Frankreich und Belgien auf. Im Rahmen der Verfolgung belgischer Juden begann 1941 die Deportation seiner Familie. Noah Klieger schloss sich als 15jähriger einer jüdischen Untergrundgruppe an, die jüdische Kinder und Jugendliche aus Belgien in die neutrale Schweiz schmuggelte. Im Oktober 1942 wurde er verhaftet und im Januar 1943 in das KZ Auschwitz eingeliefert. Es gelang ihm, dort zwei Jahre lang zu überleben. Bei der Räumung des Lagers im Januar 1945 überstand Noah Klieger auch den Todesmarsch. Er wurde in das KZ  Dora-Mittelbau gebracht. Dort gab er sich als französischer, politischer Gefangener aus. Nach wenigen Wochen wurde Noah Klieger erneut weitergetrieben. Sein Transport erreichte am 14. April 1945 das Männerlager des KZ Ravensbrück, in dem zu diesem Zeitpunkt grauenvolle Zustände herrschten. Am 29. April wurde Noah Klieger in Ravensbrück von sowjetischen Truppen befreit. Nach seiner Befreiung quartierte er sich für einige Tage in einer der verlassenen SS-Villen ein. Noah Klieger lebt heute in Tel Aviv und arbeitet mit seinen 83 Jahre bis heute als Journalist. Für die israelische Zeitung Yedioth Aranoth berichtete er bereits über den Eichmann-Prozess, aktuell ist er an der Berichterstattung über den laufenden Münchner  Prozess gegen den KZ-Wächter John Demjanjuk beteiligt.

Information und Anmeldung: paedagogik@ravensbrueck.de

 

Dienstag, 2. März, 20 Uhr | Vortrag | Ravensbrück außer Haus
Hisako Kuwahara, M.A.: »Die NS-Frauenwarte« 

Moderation: Dr. Insa Eschebach

Ort: Berlin, Martin-Gropius-Bau, Kinosaal

Eine Kooperationsveranstaltung der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück mit der Stiftung Topographie des Terrors Berlin.

Hisako Kuwahara, M.A., geb. 1953 in Tokyo, Professorin an der Fakultät für Humanwissenschaften der Keiwa-Hochschule Niigata, Japan. Fachgebiet: Neuere deutsche Literatur. Arbeitet zur Zeit an einem Forschungsprojekt zum Thema »Internationaler Vergleich über Frauenvorstellungen und Geschlechterverhältnisse im Zweiten Weltkrieg«. Veröffentlichungen zu dem Thema u.a.: Muttervorstellungen in der Frauenzeitschrift »NS Frauen Warte« (jp.) In: Annual Report of Keiwa Liberal Arts Research Institute. No.6, 2008, S.33-48; Von der Heimatfront bis zur Kriegsfront - Frauen in der Kriegshilfsdienst in der Frauenzeitschrift »NS Frauen Warte« (jp.) In: Militarismus und Gender.  Tokyo (Impact-Verlag), 2008, S.45-73.  

 

Freitag, 26. Februar 2010, 15 Uhr / 17 Uhr | Ravensbrück außer Haus 

Mitgliederversammlung des Internationalen Freundeskreis der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

mit einer Führung durch die Gedenkstätte Deutscher Widerstand durch deren Leiter, Prof. Dr. Johannes Tuchel (15 Uhr)

Ort: Gedenkstätte Deutscher Widerstand,  Stauffenbergstraße 13 - 14 (Eingang über den Ehrenhof), 10785 Berlin-Mitte

 

Freitag-Samstag, 19./20. Februar 2010 | Workshop  |  Ravensbrück außer Haus

23. Arbeitstreffen des Arbeitskreises »Forschung über das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück unter Einbeziehung der Kategorie Geschlecht«  zum Thema »medizinische Experimente«

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Ort: Berlin-Dahlem  

Donnerstag, 4. Februar 2010, 17:30 Uhr | Ravensbrück außer Haus 

»Adorno revisited«. Was bedeutet »Aufarbeitung der Vergangenheit« und »Erziehung nach Auschwitz« heute?

Vortrag von Dr. Matthias Heyl (Leiter der Pädagogischen Dienste der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück)

Universität Augsburg, Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät, Universitätsstraße 10, Raum 2118a

 

Mittwoch, 27. Januar 2010, 11 Uhr | Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

»Und unter dem Stacheldraht saß ein Vogel und sang« 

Texte tschechischer Frauen aus dem Konzentrationslager Ravensbrück, 

gelesen von Schülerinnen des Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums Zehdenick

Textrecherche: Elke Helm, Gedenkstättenlehrerin, und Cordula Hundertmark, Wissenschaftliche Dienste 

Textauswahl und Dramaturgie: Gela Eichhorn, Theaterpädagogin