Veranstaltungsarchiv


Das Veranstaltungsarchiv nennt Veranstaltungen der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück seit  2002 in rückwärtiger Reihenfolge. In der Regel sind die Beschreibungen des Ankündigungstextes übernommen worden.  

 

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2002


 

30.11.-1.12.2002 | 2. Ravensbrücker Kolloquium 

»TäterInnendarstellungen«

in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück

Die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und die Internationale Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück laden zum »2. Ravensbrücker Kolloquium« ein. Am letzten Novemberwochenende sollte über verschiedenste Formen der Bezugnahmen auf Täterinnen und Täter gesprochen werden. Historischer Bezugspunkt waren der Nationalsozialismus und die damit verbundenen Verbrechen. Das schließt die Beschäftigung mit anderen TäterInnen jedoch nicht zwangsläufig aus.

Ziel der Ravensbrücker Kolloquien ist es, sich 

- mit überwiegend (aber nicht nur) jungen WissenschaftlerInnen,

- tatsächlich multidisziplinär,

- mit viel Raum für Diskussion

einem Thema, das im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus steht, anzunähern. 

 

16./17.11.2002 | 1. Ravensbrücker Gespräch

»Bad Freienwalde | Berlin | Amsterdam – Hans Keilson«

Auftaktveranstaltung der Ravensbrücker Gespräche mit dem Schriftsteller und Psychoanalytiker Prof. Dr. Hans Keilson

Der Psychoanalytiker und Schriftsteller Hans Keilson im zweitägigen Gespräch über sein Leben. Die Veranstaltung moderieren der Hamburger Psychoanalytiker Dr. Dierk Juelich und der pädagogische Leiter der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück, Dr. Matthias Heyl.

Die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und die Internationale Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück beginnen im September dieses Jahres mit einer neuen Veranstaltungsreihe: den »Ravensbrücker Gesprächen«. In zweitägigen Wochenendseminaren möchten wir uns den Biografien bedeutender Persönlichkeiten annähern, deren Leben mit der Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgungspraxis verbunden ist. Für die Auftaktveranstaltung haben wir Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Keilson gewinnen können. Der 1909 in Bad Freienwalde geborene Hans Keilson, der seit Mitte der dreißiger Jahre in den Niederlanden lebt, ist in der Bundesrepublik als Exilschriftsteller und Psychoanalytiker bekannt. Seine Romane, Erzählungen und Gedichte haben ihm unter Germanisten und in der interessierten Öffentlichkeit ebenso hohe Anerkennung eingetragen wie seine psychoanalytischen Arbeiten zur sequentiellen Traumatisierung jüdischer Überlebender des Holocaust unter Psychologen, Psychoanalytikern und Psychiatern. Während des zweitägigen Seminars wird Hans Keilson aus seinem Leben berichten. 

Das Gespräch moderierten der Hamburger Psychoanalytiker Dr. Dierk Juelich und der pädagogische Leiter der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück, Dr. Matthias Heyl. 

 

15.9.2002 | Ausstellungseröffnung

Lidice erinnern 

Die Tragödie von Lidice - Ausstellungsprojekt zum 60. Jahrestag der Zerstörung des Dorfes Lidice

Als Vergeltung für das Attentat auf den stellvertretenden "Reichsprotektor von Böhmen und Mähren" und Chef des Reichssicherheitshauptamtes Reinhard Heydrich wurde das böhmische Bergarbeiterdorf Lidice am 10. Juni 1942 dem Erdboden gleichgemacht. Alle männlichen Bewohner des Dorfes ab 15 Jahren wurden erschossen, die Kinder nach Polen verschleppt und die Frauen in das Konzentrationslager Ravensbrück deportiert. Das Massaker in der böhmischen Ortschaft Lidice durch die deutschen Besatzer am 10. Juni 1942 jährt sich 2002 zum sechzigsten Mal. Aus diesem Anlass zeigt die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück die Ausstellung Lidice erinnern. Im Rahmen der Eröffnung wurde der halbstündige Film "in drei Tagen hatten wir alles verloren..." - Erinnerungen der Frauen aus Lidice von Loretta Walz, Uta Fröhlich und Eva Pluharová-Grigine erstmals vorgeführt. Zur Eröffnung und Filmpremiere waren überlebende Frauen aus Lidice anwesend.

Ort: Zellenbau

 

7.9.2002 | Lesung

SZENE RAVENSBRÜCK - »Der Himmel draußen ist blau wie irgendwo weit in der Welt«

Poetische Texte von Frauen aus dem Lager Ravensbrück - vorgetragen in einer Installation von Wolf Leo - mit Unterstützung von und in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg, Leitung: Constanze Jaiser, mit Inga Dietrich, Joanne Gläsel und Sabine Werner

 

7.9.2002 | Aufführung 

Straßentheater Gransee: »Blickwinkel«

Ein Theaterprojekt von Schülern, Azubis und Praktikanten

Anlässlich des 27. Januar, dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus und  Faschismus, wurde in XXXstadt eine neue Erinnerungsstätte der Öffentlichkeit übergeben. Es soll damit, so der Künstler, an die Ereignisse im nahe gelegenen ehemaligen faschistischen Konzentrationslager erinnert werden.

Das Kunstwerk besteht aus zwei Sockeln. Auf dem einen Sockel befinden sich vier Glastafeln,  auf denen schemenhaft die Umrisse von Menschen zu erkennen sind. Der zweite Sockel ist leer. Der Künstler gab seinem Werk den Titel "denk mal". ...

7./8.2002 | Tag des offenen Denkmals 2002

T R A G E N D E

Denkmalensemble Ravensbrück: Open Air-Ausstellung zum Mahnmal

Die "Tragende" wurde 1959 errichtet. Die 4,35 Meter hohe Bronzefigur, die in ihren Armen einen ausgezehrten Körper trägt, ist Teil eines Denkmalensembles, welches Will Lammert für die "Nationale Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück" der DDR schuf. 1994/95 wurde die "Tragende" für umfangreiche Restaurierungsarbeiten vom Sockel genommen. Zum 50. Jahrestag der Befreiung des ehemaligen Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück wurde sie auf ihren Sockel zurück gestellt. Noch heute ist die "Tragende" Symbol der Menschlichkeit, Standhaftigkeit und Solidarität. Sie ist Wahrzeichen und Ort des Gedenkens an der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück.

Während der Restaurierung entstand, gleichsam als Ersatz für die abwesende "Tragende", eine Dokumentation über ihre Entstehung sowie ein Porträt des Künstlers Will Lammert. Diese Ausstellung ist am Samstag und am Sonntag, dem 7./8. September, noch einmal in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück unter freiem Himmel zu sehen.

 

1..9.2002 | Ökumenischer Gedenkgottesdienst

»Es dürstet meine Seele nach Dir«

Veranstalter: Evangelisches Pfarramt Bredereiche, Himmelpfort und Zootzen; Arbeitsstelle für Frauen- und Familienarbeit in Berlin; die Kirchengemeinden des Pfarrsprengels Bredereiche,  der Evangelischen und der Katholischen Gemeinde Fürstenberg

 

23.8.2002 | 1. Ravensbrücker Jugendforum Gedenkstättenarbeit

Podiumsdiskussion mit den Landtagspräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, Herrn Hinrich Kuessner und Herrn Dr. Herbert Knoblich

Eine gemeinsame Veranstaltung der Jugendherberge Ravensbrück und der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück / Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück sowie des Vereins »Gegen Vergessen - Für Demokratie«