Pädagogische Dienste


Workcamps

Seit 1992 finden in Ravensbück internationale Workcamps statt. Sie entstanden nach der Wende, als verschiedene Initiativen in Kooperation mit den pädagogischen Diensten versuchten, freiere Formen der historisch-politischen Bildungsarbeit zu etablieren. Der inhaltliche Blick sollte auf sämtliche Opfergruppen ausgeweitet werden, und erstmals fand auch eine intensivere Auseinandersetzung mit den Täter_innen, ihren Motiven, Verhaltensweisen und Handlungsspielräumen statt. Die Teilnehmer_innen der Workcamps erledigen zum Teil Pflegearbeiten auf dem ehem. Lagergelände, unterstützen aber auch durch Erschließungs- und Ãœbersetzungsarbeiten das Archiv der Gedenkstätte.  


4. - 6. April 2014 | Workcamp | Kolping 


23. - 25. Mai 2014  | Workcamp | Kolping


14. - 27. Juli 2014 | Workcamp | VJF


20. - 27. Juli 2014 | Workcamp | Mittendrin


 27. Juli - 10. August 2014 | Workcamp | NIG


1. - 15. August 2014 | Workcamp | SCI


19. - 30. August 2014 | Workcamp | ASF


29. - 31. August 2014 | Workcamp | Kolping 



13.-16. Juni 2013 | Workcamp
Kolping-Jugend

Infos und Anmeldung: http://www.kolpingjugend-dvberlin.de

In diesem Jahr findet das Workcamp im Rahmen der bundesweiten 72 Stunden Aktion des BDKJ (Bund der deutschen katholischen Jugend) mit deutschen und kosovarischen Teilnehmer_innen statt.

 

Am 16.05.2013 hat das Bündnis für Demokratie und Toleranz gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) im Rahmen seines  Wettbewerbs Aktiv für Demokratie und Toleranz die Kolpingjugend für ihr jahrelanges Engagement in der Gedenkstätte ausgezeichnet!

Die Kolpingjugend ist die Jugendorganisation des Kolpingwerkes. KOLPING ist ein weltweit vertretener katholischer Sozialverband, z.B. in Afrika, Brasilien oder Osteuropa.

Das Berliner Kolpingwerk begann sein Engagement 1995 in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbück. Das erste Projekt war das »Haus der Lagergemeinschaft«. Es wurde finanziell, aber gerade auch mit Tatkraft unterstützt. 1996 veranstaltete die Kolpingjugend Diözesanverband Berlin das erste Workcamp in Ravensbück. Mit polnischen Jugendlichen wurde das »Haus der Lagergemeinschaft« entkernt. Damals war die Unterbringung der Teilnehmer/innen noch unkomfortabel mit Schlafsäcken in Zelten. Heute nutzen die Workcamps der Kolpingjugend die Jugendherberge.

Im Jahr 2003 und 2006 organisierte die Kolpingjugend wieder ehrenamtlich große Workcamps. Diese fanden mit Teilnehmenden aus dem Kosovo, dem Partnerland des Kolpingwerkes Berlin und Polen statt. Die Camps waren von einem regen Austausch und sehr motivierten Arbeiten geprägt. Neben dieser drei großen Workcamps, die jeweils etwa 10 Tage dauerten und im Schnitt 25 Teilnehmer/innen hatten, ist die Kolpingjugend zweimal im Jahr für ein Wochenende in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbück tätig. Anfangs wurden diese kurzen Einsätze als nicht ergiebig eingestuft, da die Zeit zu kurz sei. Die motivierten Jugendlichen und Erwachsenen haben aber alle vom Gegenteil überzeugt.

Seit dem Jahr 2007 finden die Einsätze in Ravensbück generationsübergreifend statt. Dies ist eine Grundlage von Kolping, generationsübergreifende Arbeit. So engagieren sich Jung und Alt zusammen in Ravensbück und leisten gute Arbeit für die Mahn- und Gedenkstätte. Neben den Arbeiten auf dem Gelände gehören seitdem auch die Tätigkeiten im Archiv konstant dazu. Durch die Archivarbeiten werden den Teilnehmer/innen immer wieder die Grausamkeiten des Lagers durch die Aufzeichnungen aufgezeigt. All diese Erfahrungen tauschen die Teilnehmer/innen untereinander aus. Zu den Wochenendeinsätzen gehören auch die inhaltlichen Impulse durch die Pädagogik fest dazu. Eine besonders intensive Erfahrung war ein rein inhaltliches Wochenende in Ravensbück, an dem auch Ãœberlebende ihre Geschichte erzählten.

So ist Ravensbück ein fester Bestandteil der Arbeit der Kolpingjugend und des Kolpingwerkes im Diözesanverband Berlin geworden. Die rund 1.500 Mitglieder in Berlin sehen die Arbeit als wertvolle Tätigkeit an. So kann die Mahn- und Gedenkstätte aktiv unterstützt werden und die Geschichte hautnah betrachtet werden. Gerade Jugendlichen soll dieses Projekt näher gebracht werden. Es gibt kaum eine bessere Möglichkeit die grausame Geschichte vor Augen zu führen und diese gemeinsam aufzuarbeiten.

Das Kolpingwerk gliedert sich in seiner Struktur in den Bereich der Kolpingjugend (Mitglieder bis 30 Jahre) und der »Erwachsenen«. Diese sind in Kolpingsfamilien beheimatet. Die örtlichen Gruppen (Kolpingsfamilien) sind meist in katholischen Pfarrgemeinden angeschlossen. Neben dem Engagement in Ravensbück bietet die Kolpingjugend verschiedene Aktivitäten an. Dies sind beispielsweise Schulungen und Bildungsmaßnahmen, Kinderfahrten auf die Insel Ameland und die Partnerschaftsarbeit mit dem Kosovo. Das Kolpingwerk (»Erwachsene«) fokussiert seine Arbeit auf die Kolpingsfamilien. Hier werden individuelle Angebote gemacht. Die Gruppen treffen sich zu Vorträgen zur Bildung oder zu religiösen Themen, sie verbringen gemeinsam ihr Freizeit, packen vor Ort an und unterstützen sich gegenseitig. Ãœbergreifend ist die Partnerschaftsarbeit und das Engagement in Ravensbück. Dies alles hat tatsächlich einen familiären Charakter. Im Kolpingwerk fühlt man sich weltweit zu Hause.

Weitere Informationen zur Arbeit der Kolpingjugend und des Kolpingwerkes:

Kolpingjugend Diözesanverband Berlin: www.kolpingjugend-dv-berlin.de

Kolpingwerk Berlin:                            www.kolping-berlin.de

Kolpingwerk Deutschland:                  www.kolping.de  

 


8.-21. Juli 2013 | Workcamp
VJF-Workcamp

Infos und Anmeldung: http://www.vjf.de/workcamps


14.-27. Juli 2013 | Workcamp
NIG-Workcamp

Infos und Anmeldung: http://www.campline.de


20.-27. Juli 2013 | Workcamp
Antifa-Workcamp

Infos und Anmeldung: www.antifa-ravensbrueck.de  


3.-17. August 2013 | Workcamp
SCI-Workcamp

Infos und Anmeldung: http://www.sci-d.de/cms/index.php?workcamps_suche

 

DE-SCI-1.33 Fürstenberg/Ravensbück (nördlich von Berlin)

Deutsch-polnisch-spanisches Workcamp

03.08.-17.08.2013

12 Teilnehmende

Das Frauenkonzentrationslager Ravensbück wurde 1939 in der Nähe von Fürstenberg an der Havel errichtet. Bis zur Befreiung im April 1945 waren dort mehr als 130.000 Frauen und Kinder, 20.000 Männer und 1.000 minderjährige weibliche Jugendliche des sog. Jugendschutzlagers Uckermark inhaftiert. Die Häftlinge kamen aus über 40 Nationen. Sie mussten in den unterschiedlichsten Bereichen, u.a. in SS-eigenen Betrieben und für die Firma Siemens, Zwangsarbeit verrichten. Ihr Alltag war geprägt von Hunger, Misshandlungen und schlechten hygienischen Bedingungen. Zehntausende Häftlinge wurden ermordet.

Die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbück bewahrt Zeugnisse und Spuren, fördert Erinnerung und Forschung und ist gleichzeitig aktiver Lern- und Begegnungsort. Im April 2013 wird die neue große Hauptausstellung zur Geschichte des Lagerkomplexes Ravensbück eröffnet. Jedes Jahr finden internationale Workcamps auf dem ehemaligen Lagergelände statt. Mehr Informationen findest du unter www.ravensbrueck.de.

Arbeit:             Erschließung und Ãœbersetzung von Sammlungsbeständen aus den Archiven, Arbeiten in und an historischen Gebäuden und auf dem ehemaligen Lagergelände

Studienteil:      Häftlinge und Aufseherinnen im KZ Ravensbück, Gedenken und Erinnern in der Gedenkstätte Ravensbück

Unterkunft:       In der Internationalen Jugendbegegnungsstätte auf dem Gelände der Gedenkstätte, Verpflegung durch die dortige Kantine

Bemerkung:     Ausflüge in die seenreiche Umgebung, nach Berlin oder an die Ostsee

 

Dieses Workcamp organisiert die Gedenkstätte Ravensbück zusammen mit dem Service Civil International (SCI). Der SCI ist eine internationale Friedens- und Freiwilligenorganisation, die etwa 1.000 Workcamps in 100 Ländern anbietet. In einem internationalen Workcamp unterstützen Freiwillige aus verschiedenen Ländern gemeinsam ein soziales, kulturelles oder ökologisches Projekt. Workcamps stärken Toleranz und Solidarität und fördern interkulturelles Lernen und den Abbau von Vorurteilen.

Interessierte können sich für das Camp in der Gedenkstätte Ravensbück beim SCI in Bonn anmelden. Informationen dazu sowie zu den vielen weiteren Programmen weltweit findest du auf der Webseite des SCI unter www.sci-d.de


5.-15. August 2013 | Workcamp
FrauenLesbenTransgender

Infos und Anmeldung: http://www.gedenkort-kz-uckermark.de/info/baucamps.htm  


13.-15. September 2013 | Workcamp
Kolping-Jugend

Infos und Anmeldung: http://www.kolpingjugend-dvberlin.de


5.-11. Oktober 2013 | »Helfen erlaubt?! Das Workcamp der helfenden Verbände |
In den Herbstferien 2013 findet in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbück ein deutsch-polnisches Workcamp der helfenden Verbände statt.    

 

Archiv: 2012 


2.-14. Juli 2012 | Workcamp
VJF-Workcamp
Infos und Anmeldung: http://www.vjf.de/workcamps


14.-28. Juli 2012 | Workcamp
NIG-Workcamp
Infos und Anmeldung: http://www.campline.de


14.-21. Juli 2012 | Workcamp
Antifa-Workcamp
Infos und Anmeldung: www.antifa-ravensbrueck.de  


4.-13. August 2012 | Workcamp
Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste Workcamp  
Infos und Anmeldung: http://www.asf-ev.de/sommerlager

Im Workcamp beschäftigen sich Freiwillige ab 45 mit der Geschichte des Konzentrationslagers Ravensbück und unterstützen die Gedenkstätte durch Archiv-, Recherche- und Pflegearbeiten im Gelände.
In thematischen Workshops erfahren die TeilnehmerInnen mehr über Lebenswege ehemaliger Häftlinge, den Alltag im Lager, die Motive und Handlungsspielräume der TäterInnen, das Verhalten und Wissen der deutschen Bevölkerung oder das Nachwirken der NS-Geschichte nach 1945.
Ziel der Archiv- und Recherchearbeiten ist es, an der Erstellung einer Datenbank zu in Ravensbück entstandenen Gedichten mitzuwirken. Zahlreiche Freizeitangebote (z.B. Kanu- oder Fahrradtouren) laden zu Ausflügen in die Umgebung ein. 

 


5.-16. August 2012 | Workcamp
FrauenLesbenTransgender
Infos und Anmeldung: http://www.gedenkort-kz-uckermark.de/info/baucamps.htm


12.-26. August 2012 | Workcamp
SCI-Workcamp
Infos und Anmeldung: http://www.sci-d.de/cms/index.php?workcamps_suche

DE-SCI-1.33 Fürstenberg/Ravensbück (nördlich von Berlin)

Deutsch-polnisch-ukrainisches Workcamp | 12.08.-26.08.2012

12 Teilnehmende

Das Frauenkonzentrationslager Ravensbück wurde 1939 in der Nähe von Fürstenberg an der Havel errichtet. Bis zur Befreiung im April 1945 waren dort mehr als 130.000 Frauen und Kinder, 20.000 Männer und 1.000 minderjährige weibliche Jugendliche des sog. »Jugendschutzlagers Uckermark« inhaftiert. Die Häftlinge kamen aus über 40 Nationen. Sie mussten in den unterschiedlichsten Bereichen, u.a. in SS-eigenen Betrieben und für die Firma Siemens, Zwangsarbeit verrichten. Ihr Alltag war geprägt von Hunger, Misshandlungen und schlechten hygienischen Bedingungen. Zehntausende Häftlinge wurden ermordet. In diesem Jahr soll es besonders um die weiblichen Aufseherinnen gehen, deren Aufgabe die Bewachung der Häftlinge war. Wie sah ihr Alltag aus? Welche Handlungsspielräume hatten sie, und wie nutzten sie diese? Was passierte nach dem Krieg mit ihnen? Die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbück bewahrt Zeugnisse und Spuren, fördert Erinnerung und Forschung und ist gleichzeitig aktiver Lern- und Begegnungsort. Jedes Jahr finden internationale Workcamps auf dem ehemaligen Lagergelände statt. Mehr Informationen findest du unter www.ravensbrueck.de.

Arbeit: Erschließung und Ãœbersetzung von Sammlungsbeständen aus den Archiven; an einem Tag Gestaltungsarbeiten in der Jugendbegegnungsstätte Studienteil:      Häftlinge und Aufseherinnen im KZ Ravensbück; Gedenken und Erinnern in der Gedenkstätte Ravensbück

Unterkunft: In der »Internationalen Jugendbegegnungsstätte« auf dem Gelände der Gedenkstätte; Verpflegung durch die dortige Kantine

Bemerkung: Ausflüge in die seenreiche Umgebung, nach Berlin oder an die Ostsee  

Dieses Workcamp organisiert die Gedenkstätte Ravensbück zusammen mit dem Service Civil International (SCI). Der SCI ist eine internationale Friedens- und Freiwilligenorganisation, die etwa 1.000 Workcamps in 100 Ländern anbietet. In einem internationalen Workcamp unterstützen Freiwillige aus verschiedenen Ländern gemeinsam ein soziales, kulturelles oder ökologisches Projekt. Workcamps stärken Toleranz und Solidarität und fördern interkulturelles Lernen und den Abbau von Vorurteilen.  

Interessierte können sich für das Camp in der Gedenkstätte Ravensbück beim SCI in Bonn anmelden.

Informationen dazu sowie zu den vielen weiteren Programmen weltweit findest du auf der Webseite des SCI unter www.sci-d.de.  


5.-7. Oktober 2012 | Workcamp
Kolping-Jugend
Infos und Anmeldung: http://www.kolpingjugend-dvberlin.de
Die Kolpingjugend ist die Jugendorganisation des Kolpingwerkes. KOLPING ist ein weltweit vertretener katholischer Sozialverband, z.B. in Afrika, Brasilien oder Osteuropa.

Das Berliner Kolpingwerk begann sein Engagement 1995 in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbück. Das erste Projekt war das »Haus der Lagergemeinschaft«. Es wurde finanziell, aber gerade auch mit Tatkraft unterstützt. 1996 veranstaltete die Kolpingjugend Diözesanverband Berlin das erste Workcamp in Ravensbück. Mit polnischen Jugendlichen wurde das »Haus der Lagergemeinschaft« entkernt. Damals war die Unterbringung der Teilnehmer/innen noch unkomfortabel mit Schlafsäcken in Zelten. Heute nutzen die Workcamps der Kolpingjugend die Jugendherberge.

Im Jahr 2003 und 2006 organisierte die Kolpingjugend wieder ehrenamtlich große Workcamps. Diese fanden mit Teilnehmenden aus dem Kosovo, dem Partnerland des Kolpingwerkes Berlin und Polen statt. Die Camps waren von einem regen Austausch und sehr motivierten Arbeiten geprägt. Neben dieser drei großen Workcamps, die jeweils etwa 10 Tage dauerten und im Schnitt 25 Teilnehmer/innen hatten, ist die Kolpingjugend zweimal im Jahr für ein Wochenende in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbück tätig. Anfangs wurden diese kurzen Einsätze als nicht ergiebig eingestuft, da die Zeit zu kurz sei. Die motivierten Jugendlichen und Erwachsenen haben aber alle vom Gegenteil überzeugt.

Seit dem Jahr 2007 finden die Einsätze in Ravensbück generationsübergreifend statt. Dies ist eine Grundlage von Kolping, generationsübergreifende Arbeit. So engagieren sich Jung und Alt zusammen in Ravensbück und leisten gute Arbeit für die Mahn- und Gedenkstätte. Neben den Arbeiten auf dem Gelände gehören seitdem auch die Tätigkeiten im Archiv konstant dazu. Durch die Archivarbeiten werden den Teilnehmer/innen immer wieder die Grausamkeiten des Lagers durch die Aufzeichnungen aufgezeigt. All diese Erfahrungen tauschen die Teilnehmer/innen untereinander aus. Zu den Wochenendeinsätzen gehören auch die inhaltlichen Impulse durch die Pädagogik fest dazu. Eine besonders intensive Erfahrung war ein rein inhaltliches Wochenende in Ravensbück, an dem auch Ãœberlebende ihre Geschichte erzählten.

So ist Ravensbück ein fester Bestandteil der Arbeit der Kolpingjugend und des Kolpingwerkes im Diözesanverband Berlin geworden. Die rund 1.500 Mitglieder in Berlin sehen die Arbeit als wertvolle Tätigkeit an. So kann die Mahn- und Gedenkstätte aktiv unterstützt werden und die Geschichte hautnah betrachtet werden. Gerade Jugendlichen soll dieses Projekt näher gebracht werden. Es gibt kaum eine bessere Möglichkeit die grausame Geschichte vor Augen zu führen und diese gemeinsam aufzuarbeiten.

Das Kolpingwerk gliedert sich in seiner Struktur in den Bereich der Kolpingjugend (Mitglieder bis 30 Jahre) und der »Erwachsenen«. Diese sind in Kolpingsfamilien beheimatet. Die örtlichen Gruppen (Kolpingsfamilien) sind meist in katholischen Pfarrgemeinden angeschlossen. Neben dem Engagement in Ravensbück bietet die Kolpingjugend verschiedene Aktivitäten an. Dies sind beispielsweise Schulungen und Bildungsmaßnahmen, Kinderfahrten auf die Insel Ameland und die Partnerschaftsarbeit mit dem Kosovo. Das Kolpingwerk (»Erwachsene«) fokussiert seine Arbeit auf die Kolpingsfamilien. Hier werden individuelle Angebote gemacht. Die Gruppen treffen sich zu Vorträgen zur Bildung oder zu religiösen Themen, sie verbringen gemeinsam ihr Freizeit, packen vor Ort an und unterstützen sich gegenseitig. Ãœbergreifend ist die Partnerschaftsarbeit und das Engagement in Ravensbück. Dies alles hat tatsächlich einen familiären Charakter. Im Kolpingwerk fühlt man sich weltweit zu Hause.

Weitere Informationen zur Arbeit der Kolpingjugend und des Kolpingwerkes:

Kolpingjugend Diözesanverband Berlin: www.kolpingjugend-dv-berlin.de

Kolpingwerk Berlin:                              www.kolping-berlin.de

Kolpingwerk Deutschland:                    www.kolping.de  


»Helfen erlaubt?! Das Workcamp der helfenden Verbände | 7.-13. Oktober 2012
In den Herbstferien 2012 findet in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbück zum fünften Mal ein Workcamp der helfenden Verbände statt.    
Das Online-Anmeldung unter
http://www.ljr-brandenburg.de/


Bericht über die internationalen Workcamps 2011

 

Norddeutsche Jugend im internationalen Gemeinschaftsdienst 17.7. - 30.7.2011
Das Camp der Norddeutschen Jugend im internationalen Gemeinschaftsdienst bestand in diesem Jahr aus sechs Freiwilligen aus Deutschland, Spanien, Italien, Russland und den USA. Nach einer Einführung in das Thema mittels einer Führung über das Gelände und den Film »Die Frauen von Ravensbück« begannen schon bald die Ãœbersetzungsarbeiten für das Archiv. Die TeilnehmerInnen übersetzten unterschiedliche Texte aus Büchern von Ãœberlebenden oder die Einleitung einer Veröffentlichung eines Ãœberlebendenverbandes aus Spanien. Dabei waren sie sehr motiviert und erfuhren teilweise auch Neues über die Geschichte ihres eigenen Landes, was ihnen vorher gänzlich unbekannt war. Beispielsweise war die italienische Teilnehmerin sehr erschrocken über den Umgang mit überlebenden KZ-Häftlingen in Italien nach 1945. Der thematische Teil wurde abgerundet durch einen Workshop über den Zellenbau und Führungen über das Gelände des ehemaligen sogenannten »Jugendschutzlager Uckermark« und des Bereiches in dem für die Siemenswerke produziert wurde. Bei einem zweitägigen Ausflug nach Berlin verbanden die TeilnehmerInnen kulturelle Aktivitäten mit Entspannung. Sie besuchten einige Museen und nahmen an einer Führung im Deutschen Bundestag teil. Zusätzlich blieb viel Zeit für Freizeit. Einen ganzen Tag widmeten sich die TeilnehmerInnen der Unterstützung der Jugendherberge. Im Keller des Hauses »Kastanie« verschönerten sie einen Raum durch selbst ausgewählte und erdachte Bilder an den Wänden. Aufregend waren für die TeilnehmerInnen auch die häufigen Besuche der regionalen Presse, die Fotos und Interviews mit ihnen machten.
Entspannung fanden die TeilnehmerInnen außerdem in einem Ausflug nach Neubrandenburg und abendlichen Besuchen in Fürstenberg, bei denen die deutsche Küche ausgiebig getestet wurde.
 
Mittendrin Neuruppin 30.7. - 6.8.2011
Das »Antifaschistische Workcamp Ravensbück«  vom Jugendwohnprogramm MittenDrin Neuruppin fand in diesem Jahr zum zweiten Mal in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbück statt. Das Programm wurde von den ungefähr 50 TeilnehmerInnen autonom gestaltet, so dass die Gedenkstätte nur einen Anteil an der Arbeit auf dem Siemensgelände am Vormittag hatte. Dort wurden die Bahngeleise und der historische Weg zum Siemenslager von Gras und Büschen befreit. Auch der Weg, der häufig genutzt wird um beispielsweise Zeitzeuginnen mit dem Auto auf das Gelände zu fahren, wurde wieder sichtbar gemacht. Weitere Arbeitsstationen waren die Rampen an den Gleisen und das vorderste Fundament der Werkhallen. Die Teilnehmerinnen waren bei diesen Arbeiten sehr motiviert und haben sich bemüht gündlich und schnell zu arbeiten. Jeden Morgen standen sie häufig schon vor der vereinbarten Zeit bereit um loszulegen.
Parallel zu diesem praktischen Teil gab es eine Archivgruppe, die im Videoarchiv von Loretta Walz zu Siemens recherchiert hat. Aus den daraus gewonnenen Informationen sollten einige Schilder auf dem ehemaligen Siemensgelände aufgestellt werden, die zukünftigen Besuchern helfen sollten sich dort zu orientieren. Aus Zeitgünden und weil die Archivgruppe im Endeffekt doch aus weniger Teilnehmerinnen bestand als erwartet, konnte dieses Ziel nicht erreicht werden. Eine andere Projektgruppe bildete der Lesekreis, der auf dem Fürstenberger Marktplatz Berichte von Ãœberlebenden und Texte mit gegenwärtigen Bezügen las und so versuchte mit EinwohnerInnen und Touristen ins Gespräch zu kommen.
Am Nachmittag hatte das Camp jeweils ein ausgefülltes Programm, das jedoch unabhängig von der Gedenkstätte gestaltet wurde. Höhepunkte waren dabei beispielsweise ein Vortrag von Thomas Kuczynski über Zwangsarbeit und das Zusammentreffen mit der Zeitzeugin Esther Bejarano.
Abgeschlossen wurde diese intensive Woche durch einen Aktionstag auf dem Marktplatz in Fürstenberg, bei dem unteranderem durch Straßentheater auf die Verschleppung von Menschen aufmerksam gemacht wurde.

Vereinigung Junger Freiwilliger 1.8. - 13.8.2011
Am Workcamp des VJF nahmen in diesem Jahr vierzehn TeilnehmerInnen aus der ganzen Welt teil. Sie kamen aus Ecuador, Italien, Spanien, Ukraine, Frankreich, Tschechische Republik, Israel, Griechenland und Japan. Gleich zu Beginn wurde deutlich, dass sie alle sehr motiviert waren und es trotz der weiten Anreise nicht erwarten konnten mit der Arbeit zu beginnen. Nach einer thematischen Einführung befreiten sie einen Vormittag lang die Fenster auf der ückseite des Wasserwerkes von Schmutz und Gestüpp und trugen so zum Erhalt dieses historischen Gebäudes bei. In der folgenden Zeit wartete ein Berg von Arbeit in der ehemaligen Schneiderei auf die TeilnehmerInnen. Dort wurde Material sortiert und von einer Halle in die nächste geschafft. Zudem wurden Räume aufgeräumt und so hergerichtet, dass sie Besuchern in Zukunft zugänglich gemacht werden können. Die TeilnehmerInnen arbeiteten ausnahmslos sehr zielstrebig, gündlich, motiviert und schnell. Sie schafften sogar den weiten Weg aus der Jugendherberge Wasser herbei, um die Räume auszuwischen. Ãœberraschend schnell war diese Arbeit geschafft, so dass die Teilnehmerinnen weiter an der Lagermauer auf dem Siemensgelände arbeiteten. Dort entfernten sie ebenfalls Gestüpp und Bewuchs, damit das Mauerwerk weniger geschädigt wird. Auch diese Arbeit erledigten die TeilnehmerInnen so schnell und gündlich, dass noch Zeit blieb die Arbeit des Mittendrin-Workcamps auf dem Siemensgelände fortzusetzen und der Weg für Autos weiter sichtbar gemacht wurde. Der Studypart war ausgefüllt von einem Workshop über Stereotypen und einem Workshop über den Zellenbau. Außerdem gab es Führungen zum Uckermark- und Siemensgelände. Letzteres besuchten die TeilnehmerInnen erneut, um Frau Dr. Margit Rostow zu einem spannenden Zeitzeugengespräch zu treffen. Das Interesse am Thema wurde auch daran deutlich, dass die TeilnehmerInnen das Literaturangebot ausgiebig nutzen.
Während der Freizeit machte das Camp einen Ausflug nach Berlin und fuhr häufiger nach Fürstenberg.

Internationale Antifaschistische Feministische Bau- und Begegnungscamp  8.8. - 21.8.2011
Das Internationale Antifaschistische Feministische Bau- und Begegnungscamp  bestand in diesem Jahr aus einer kleinen Gruppe von etwa 11 Teilnehmerinnen. Einige blieben nur die ersten Tage und andere kamen erst nach einigen Tagen dazu. Die Teilnehmerinnen waren ausnahmslos sehr motiviert. Auf dem Gelände des ehemaligen sogenannten »Jugendschutzlager Uckermark« entfernten sie Unkraut und Gras und machten die Markierungen der ehemaligen Lagerstraße wieder besser sichtbar. Auch kaputte Schilder wurden erneuert und zwei neue «Maschas« wurden gebastelt. Am Havelweg wurde eine neue Infobox aufgestellt, damit in Zukunft auch vorbeikommende Kanufahrer aufmerksam werden und Informationen bekommen können. Neben den Arbeiten auf dem Gelände gab es zwei Führungen in der Gedenkstätte, bei denen verstärkt auf die Genderaspekte des Konzentrationslagers und auch der derzeitigen Ausstellungen eingegangen wurde. Die Teilnehmerinnen waren inhaltlich sehr interessiert, was durch häufige Diskussionen (beispielsweise über Gedenkkulturen) und auch andere Veranstaltungen deutlich wurde. Für einen Nachmittag wurde Christa Schikorra eingeladen, die einen Workshop über sogenannte »Asoziale« veranstaltete. Außerdem fand beispielsweise ein Ausflug nach Alt Rehse statt, wo von 1935 bis 1943 die Führerschule der  «Deutschen Ärzteschaft« angesiedelt war.
Höhepunkt des Camps war das offene Wochenende, zu dem auch in diesem Jahr wieder verschiedene Zeitzeuginnen eingeladen wurden. Die Teilnehmerinnen veranstalteten verschiedene Gespräche und eine Führung auf dem Gelände des ehemaligen sogenannten »Jugendschutzlager Uckermark«, die parallel ebenfalls auch auf Englisch angeboten wurde, so dass das SCI-Workcamp dort eine sehr umfangreiche und inhaltliche in die Tiefe gehende Führung bekommen konnte.

Service Civil International 12.8. - 27.8.2011
Das Camp des Service Civil International begüßte in diesem Jahr TeilnehmerInnen aus Polen, der Ukraine, Deutschland und der Tschechischen Republik. Alle kamen mit einer sehr großen Motivation und starkem geschichtlichen Interesse, so dass oft bis in die Abendstunden gearbeitet wurde. Teilweise setzen die TeilnehmerInnen die Arbeit des NIG Camps fort oder bekamen neue Aufgabe. Die polnischen Teilnehmerinnen übersetzen beispielsweise handschriftliche Texte, die möglicherweise für die neue Hauptausstellung nützlich sein werden.
Neben der Ãœbersetzungsarbeit wurde der Study Part abgerundet durch Führungen über das Siemens- und Uckermarkgelände und unterschiedliche Workshops über Stereotypen, Rassismus und Werte. Außerdem konnte die Gruppe im Rahmen des Generationenforums Bastheva Dagan treffen und hatte so die Möglichkeit ihre Fragen persönlich an eine Zeitzeugin zu richten. Auch das Treffen mit Ilse Heinrich und Charlotte Kroll im Rahmen des FLT-Camps wird allen unvergesslich bleiben. Ein Höhepunkt des Camps war auch der Besuch des Travellerworkcamps, das vier Tage blieb und einen Workshop über Konflikte durchführte.
Die Freizeit wurde von den TeilnehmerInnen sehr aktiv gestaltet und teilweise auch mit Teilen des Study Parts verknüpft. So gab es eine Tagestour nach Rostock, wo die Dokumentations- und Gedenkstätte der BStU in der ehemaligen MfS-Untersuchungshaftanstalt besucht wurde. Außerdem fuhren die TeilnehmerInnen per Draisine nach Lychen wo sie Entspannung im Strandbad fanden, um anschließend noch einen Blick auf die ehemaligen Heilanstalten in Hohenylchen zu werfen.Zum Ende nutzen einige TeilnehmerInnen noch die Möglichkeit sich mit der Geschichte des Ortes künstlerisch auseinanderzusetzen.

 


 

Sommer 2010 | Jugendbegegnungen  

Internationale Workcamps 

17. - 31. Juli 2010 | NIG-Workcamp

24. - 30. Juli | Mittendrin Neuruppin

5. - 15. August 2010 | FrauenLesbenTransgender-Workcamp

9. - 21. August 2010 | VJF-Workcamp  

16. - 30. August 2010 | SCI-Workcamp

10. - 12. September 2010 | Kolping-Workcamp

 

Außerdem fand vom 17. bis 23. Oktober 2010 das Regionale Workcamp »Helfen erlaubt?!« Das Workcamp der helfenden Verbände statt.


 

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Bericht über die internationalen Workcamps 2008 | Im Sommer Juli und August 2008 befanden sich insgesamt sechs Workcamps mit etwa 100 Jugendliche aus verschiedenen Teilen der Welt die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbück, um an insgesamt sechs internationalen und regionalen Workcamps teilzunehmen. Gemeinsam mit ihren bewährten Projektpartnern der Kolping Jugend, der Norddeutschen Jugend im Gemeinschaftsdienst e.V. (NIG), des Service Civil International (SCI) sowie des Vereins Junger Freiwilliger e.V. (VJF), konnten die Pädagogischen Dienste der Mahn- und Gedenkstätte ein umfangreiches Programm erstellen und erfolgreich realisieren. 

Das jährlich stattfindende FrauenLesbenTransgenderCamp (FLT) war auch dieses Jahr mit Instandsetzungsarbeiten auf dem Uckermark-Gelände befasst. Im Anschluss daran wurde in Zusammenarbeit mit dem Landesjugendring Brandenburg und den helfenden Verbänden (THW, Johanniter, Feuerwehr, Rotes Kreuz) ein u.a. von der F.C.-Flick Stiftung gefördertes Regionales Workcamp zum Thema »Helfen« veranstaltet, das sich insbesondere durch die Herkunft der Teilnehmenden aus der näheren Umgebung auszeichnete.

Die Workcamps waren mit unterschiedlichen Aufgaben betraut, wobei in diesem Jahr ein Schwerpunkt auf inhaltlichen Erschließungs- und Ãœbersetzungsarbeiten lag. Dies kam einem Großteil der Gruppenmitglieder entgegen, deren zentrale Motivation ihr inhaltliches Interesse war. Aber auch die Außenarbeiten wurden mit großem Elan ausgeführt, da hier insbesondere das soziale Miteinander durch die gemeinsame Tätigkeit erlebt werden konnte. Die unterschiedliche kulturelle Herkunft vieler TeilnehmerInnen führte zu ausgiebigen Diskussionen über historisch-politische Fragen. Mit erheblichem Ehrgeiz trainierten viele ihre Fremdsprachenkenntnisse mithilfe der Ãœbersetzungsarbeiten. 

Jedes Workcamp begann mit einer detaillierten Orientierungsführung, ergänzt durch den Film »Die Frauen von Ravensbück«. Weitere Programmpunkte waren der begleitete Besuch verschiedener Ausstellungen, eine Einführung in die praktischen Arbeiten vor Ort sowie ein Ausflug zum ehemaligen Uckermark- und zum ehemaligen Siemens-Lager

Die reguläre Arbeit der Workcamps wurde regelmäßig durch inhaltliche Bestandteile wie Workshops, Ausflüge oder Führungen unterbrochen. So konnten mit verschiedenen Gruppen u.a. die ehemaligen Außenlagerstandorte Neubrandenburg und Retzow-Rechlin sowie das ehemalige SS-Sanatorium in Hohenlychen besucht werden.  

An den Wochenenden unternahmen die Gruppen mehrheitlich Exkursionen nach Berlin und Rostock. Unter der Woche hielten sie sich überwiegend in Fürstenberg auf. Durch kleinere Ausflüge in die nähere Umgebung bekamen sie einen Eindruck von den Lebensbedingungen vor Ort.

Ein Journalist des Deutschlandfunks begleitete das VJF- und das SCI-Camp über zwei Tage und erstellte ein Feature.

Als Teamer betreute Andreas Häckermann die Camps. Für die Pädagogischen Dienste der Gedenkstätte verantworteten Thomas Kunz und Angelika Meyer die Betreuung. 

 

Freitag 11. Juli 2008 - Sonntag, 13. Juli 2008 | Workcamp

Workcamp  der Kolping-Jugend  

Die Kolping-Jugend aus Berlin-Siemensstadt traf am 11. Juli 2008 in der Gedenkstätte ein. Sie verteilte sich auf zwei Arbeitsbereiche: eine »wissenschaftliche« Gruppe, die Literaturrecherchen zur Erschließung von Informationen für das Archiv vornahm, sowie eine »handwerkliche«, die im Gelände arbeitete.

Beide Gruppen zeigten sich sehr engagiert und interessiert. Die wissenschaftliche Gruppe hinterließmehrere vollständig bearbeitete Erinnerungsberichte, die in die Archivdatenbank übernommen werden können.

Die handwerkliche Gruppe befreite das Gebiet um die historischen Beutegutbaracken von Bauschutt und Gewächs. In naher Zukunft sollen die Baracken vollständig restauriert und damit vor dem Verfall gerettet werden. Die schnelle und effektive Aufräumarbeit der Kolping-Gruppe schaffte dafür gute Voraussetzungen.

 

 

Sonntag, 13. Juli 2008 - Sonntag, 27.  Juli 2008 | Workcamp

Internationales NIG-Workcamp   

Am Sonntag, den 13. Juli 2008 begann das 14tägige Workcamp der Norddeutschen Jugend im Gemeinschaftsdienst. Die TeilnehmerInnen aus Italien, Frankreich, der Türkei, Serbien, Russland, Tschechien und Süd-Korea leisteten umfassende Ãœbersetzungsarbeiten. Die Jugendlichen zeigten sich höchst interessiert an der Geschichte Ravensbücks und diskutierten angeregt über politisch-historische Themen. Höhepunkt ihres Aufenthaltes war ein Ãœberlebendengespräch mit Batsheva Dagan, das einen nachhaltigen Eindruck hinterließ. Die Jugendlichen nahmen auch an einer Führung über das ehemalige Gelände des »Jugendschutzlagers Uckermark« teil. Nach einem Ausflug nach Rheinsberg zu Beginn der zweiten Woche konzipierten sie an einem Projekttag zwei Präsentationen zu den Themen »Männerlager« und »Siemens in Ravensbück«, in dessen Rahmen beide Gelände besichtigt und fotografiert wurden.

Am Freitag besuchten sie Neubrandenburg, um die Standorte des ehemaligen Außenlagers »Mechanische Werkstätten Neubrandenburg« sowie des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers bzw. Speziallagers Fünfeichen zu besichtigen. 

   

Samstag, 26. Juli 2008 - Samstag, 9.  August 2008 | Workcamp

Internationales SCI-Workcamp [Service Civil International]     

Das SCI-Workcamp war dieses Jahr trinational. Junge deutsche, ukrainische und polnische Frauen beschäftigten sich zwei Wochen lang mit der Ãœbersetzung von Archivalien. Nach einem intensiven Einführungstag begannen sie mit ihrer engagierten Arbeit. Am dritten Tag ihres Aufenthaltes begann ein zweitägiger Workshop zum Thema »Kunst als Zeugnis«, der vom »Berliner Arbeitskreis Konfrontationen« des Fritz-Bauer-Instituts durchgeführt wurde. Als herausragendes Ereignis fand zu Beginn der zweiten Woche ein Ãœberlebendengespräch mit Charlotte Kroll und Ilse Heinrich statt. Am folgenden Tag betreute das SCI-Travelling-Workcamp die Gruppe. Während ihres viertägigen Besuchs führten die vier jungen Frauen aus Serbien, Frankreich und Österreich einen Workshop zum Thema »Friedenssicherung« durch. Abseits des offiziellen Programms hielten die polnischen und ukrainischen Teilnehmerinnen Vorträge zu ihren Heimatländern und stellten typische Nationalgerichte vor. In den folgenden Tagen konzentrierten sich die Teilnehmerinnen auf die Ãœbersetzungsarbeiten. Den Abschluss bildete eine Fahrt nach Rheinsberg und zum Stechlinsee.

 

Montag, 4. August 2008  - Sonntag, 17. August 2008 | Workcamp 

Internationales VJF-Workcamp [Vereinigung Junger Freiwilliger]  

Das Workcamp des Vereins Junger Freiwilliger begann am Montag, den 4. August 2008, mit dem Ãœberlebendengespräch mit Charlotte Kroll und Ilse Heinrich. Im Anschluss wurden die TeilnehmerInnen aus Süd-Korea, Frankreich, Serbien, Kanada, der Türkei und Moldawien intensiv durch das Gelände und die Bibliothek geführt. Am folgenden Tag begannen die TeilnehmerInnen mit ihrer Arbeit. Zunächst stellten sie den Weg zum ehemaligen Siemens-Gelände fertig, an dem perspektivisch ein Gedenkort entstehen wird. In der verbleibenden Zeit setzten sie die Aufräumarbeiten um die Beutegutbaracken fort.

Am Freitag unternahm die Gruppe einen gemeinsamen Ausflug zum Gelände des ehemaligen KZ-Außenlagers Retzow-Rechlin, wo sie an einer Führung teilnahmen. Des Weiteren besuchten sie bei einer begleitenden Veranstaltung verschiedene Seminare zum Thema Rechtsextremismus und Antisemitismus. In der folgenden Woche führte die Gruppe einen Theaterworkshop durch, der von Herbert Brauer geleitet wurde. Die Kreativität der TeilnehmerInnen schuf eine produktive Atmosphäre, so dass das pantomimische Stück schließlich auf dem Marktplatz in Fürstenberg aufgeführt wurde. Aufgrund des hohen Interesses der TeilnehmerInnen wurde beschlossen, einen zweiten Ausflug zu unternehmen. Ziel war das ehemalige SS-Sanatorium in Hohenlychen. Durch Fotographien näherten sich die Gruppenmitglieder dem Ort und den Stichworten »Aura« und »Verfall«. Am folgenden Tag beleuchteten wir diese Perspektive kritisch anhand eines Dokumentarfilms zum Thema. 

 

Mittwoch, 6. August 2008  - Sonntag, 17. August 2008 | Workcamp

Internationales Frauen-Lesben-Transgender-Workcamp      

Das jährlich durchgeführte FLT-Baucamp fand dieses Jahr zwischen dem 6. und 17. August 2008 unter besonderen Voraussetzungen statt, da das Gelände des ehemaligen Uckermark-Lagers im Fühjahr von Unbekannten mutwillig verwüstet wurde und so viele Reparaturen notwendig waren. Dies führte bei den TeilnehmerInnen zu intensiven Debatten, auch was die Perspektiven des Gedenkortes insgesamt anbelangt. Die Schwierigkeiten angesichts der bevorstehenden Konversion des Geländes bildeten einen zentralen Diskussionspunkt. Die Bau- und Instandsetzungsarbeiten verliefen sehr zügig und zufrieden stellend. Neben den Bauarbeiten vor Ort nahm die Gruppe an Rundgängen durch das ehemalige Frauenlager sowie das ehemalige Siemens-Gelände teil.

 

Samstag - Freitag |  23.-29. August 2008 | Workcamp

Regionales Workcamp der Helfer-Organisationen

Vom 23. bis zum 29. August fanden sich zahlreiche Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren in der Gedenkstätte Ravensbück ein, um sich unter der Fragestellung »Helfen erlaubt?« mit »Hilfe und Zivilcourage in Geschichte und Gegenwart« auseinanderzusetzen. Sie waren größtenteils Mitglieder der Johanniter Jugend, der Jugendfeuerwehr Brandenburg, des Jugendrotkreuz und der THW-Jugend. In drei Workshops zu den Themen »Kunst als Zeugnis«, »Das Krankenrevier im KZ Ravensbück«, »Die Stadt Fürstenberg und das KZ Ravensbück« sowie einem Videoworkshop, in dem Zeitzeuginnen interviewt wurden, setzten sich die TeilnehmerInnen mit der Geschichte Ravensbücks auseinander. Die Gespräche mit den Ravensbück-Ãœberlebendem Charlotte Kroll, Ilse Heinrich und Esther Bejarano waren dabei die herausragenden Ereignisse. Während ihrer Arbeit wurden die TeilnehmerInnen auch von der Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau und dem Präsidenten des THW, Albrecht Broemme, besucht.

 

  Bericht: Andreas Häckermann  | Thomas Kunz | Angelika Meyer | Dr. Matthias Heyl

 

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Archiv | 2006 | 2005 | 2004


2006 - Zehn Jahre Workcamps der Kolping-Jugend 

Seit 10 Jahren engagiert sich das Kolping-Werk in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbück. 1996 fand das erste Workcamp der Kolpingjugend mit polnischen und deutschen Jugendlichen statt. Dabei wurde das spätere »Haus der Begegnung« entkernt. Nach mehreren Tageseinsätzen in den folgenden Jahren wurde 2003 wieder ein Workcamp veranstaltet. Daran nahmen Jugendliche aus dem Kosovo und Deutschland teil. Seitdem hat die Kolping-Jugend jährlich mindestens ein Wochenende in der Gedenkstätte verbracht. In diesem Jahr erwarten wir in der Zeit vom 4. bis 10. August Jugendliche aus Polen, dem Kosovo und aus Deutschland. 


Bericht über die internationalen Workcamps 2006 

 

Im Sommer 2006 verbrachten über 80 junge Erwachsene aus vielen verschiedenen Ländern jeweils zwei Wochen in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbück, um an Internationalen Workcamps teilzunehmen. Da die Camps dieses Jahr unter kurzfristigen, schwer zu kompensierenden Mittelkürzungen seitens des Brandenburgischen Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport zu leiden hatten, konnte ihre Durchführung nur unter großen Schwierigkeiten gesichert werden.

Die Workcamps wurden von den Organisationen NIG (Norddeutsche Jugend im Gemeinschaftsdienst e.V.), ASF (Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.), SCI (Service Civil International), Kolpingjugend und VJF (Vereinigung junger Freiwilliger e.V.) in Kooperation mit den Pädagogischen Diensten der Gedenkstätte realisiert. Des weiteren führte ein FrauenLesbenTransgenderCamp (FLT) seine Arbeit der letzten Jahre auf und zum Gelände des ehemaligen Mädchen-Konzentrationslagers Uckermark fort.

Während ihres je zweiwöchigen Aufenthalts setzten sich die TeilnehmerInnen der Camps intensiv mit der Geschichte des Ortes auseinander, fertigten Ãœbersetzungsarbeiten an, recherchierten in der Bibliothek und im Archiv und führten Außenarbeiten zur Instandhaltung und Pflege des Geländes durch. Ein wichtiges Motiv zur Teilnahme an den Camps ist immer auch die Möglichkeit, sich mit Gleichaltrigen aus unterschiedlichsten Ländern auszutauschen, zum einen über den je unterschiedlichen Umgang mit der eigenen Vergangenheit, zum anderen aber auch über die zum Teil sehr disparaten Lebensbedingungen, die gegenwärtig dort vorherrschen.

Der inhaltliche Schwerpunkt der Workcamps lag dieses Jahr auf dem Thema »Die Stadt Fürstenberg und das Konzentrationslager/ die Gedenkstätte«. Die TeilnehmerInnen erörterten dabei mit Hilfe fachkundiger ReferentInnen, wie SS-Angehörige, aber auch Häftlinge, die Zwangsarbeit leisten mussten, im Ort Fürstenberg präsent waren, wie sie von den BewohnerInnen wahrgenommen wurden, und welchen Standpunkt die FürstenbergerInnen damals gegenüber dem Konzentrationslager und danach gegenüber der Gedenkstätte einnahmen.

Zu Beginn ihres Aufenthalts wurden die Campmitglieder in der Regel in einer ausführlichen Führung mit der Geschichte des Ortes sowie mit dem Gelände der Mahn- und Gedenkstätte vertraut gemacht. 

Ferner standen stets eine Einführung in die Bibliotheks- und Archivbenutzung sowie ein Besuch des nahegelegenen ehemaligen »Jugendschutzlagers Uckermark« auf dem Programm. Die zahlreichen Sonder- und Dauerausstellungen wurden von den TeilnehmerInnen selbständig oder in Begleitung von GedenkstättenpädagogInnen erkundet.

Höhepunkt der Aufenthalte bildeten Ãœberlebendengespräche mit den ehemaligen Ravensbück-Häftlingen Charlotte Kroll, Ilse Heinrich, Lisl Jäger und Edith Sparmann, zu denen auch TeilnehmerInnen des gleichzeitig auf der Lichtenburg, einem Vorgängerlager von Ravensbück, stattfindenden Workcamps anwesend waren.

Des weiteren wurden die TeilnehmerInnen der Workcamps von der Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte, Frau Dr. Insa Eschebach, zu einem Gespräch empfangen.

Von Seiten der Presse wurde den Workcamps einige Aufmerksamkeit zuteil, was sich an zahlreichen Zeitungsartikeln ablesen lässt.

 

 

NIG | Die sechs TeilnehmerInnen und zwei Teamerinnen des NIG-Camps aus England, Russland, Frankreich, Tschechien, Belorussland und aus Deutschland waren in der Zeit vom 24. Juli bis zum 5. August hier vor Ort. Sie leisteten wertvolle Ãœbersetzungsarbeiten aus ihren Muttersprachen ins Deutsche, so u.a. von Häftlingsberichten und -biographien sowie von Haftanfragen. In ihrer Freizeit unternahm die NIG-Gruppe Ausflüge nach Berlin und nach Rostock.

 

ASF | Die sieben Teilnehmerinnen und zwei Teamerinnen des diesjährigen ASF-Workcamps waren aus Polen, Deutschland und Moldawien angereist. Die Zeit vom 24. Juli bis zum 7. August verbrachten sie in der Gedenkstätte, wobei sie in Himmelpfort untergebracht waren. Sie leisteten einen wertvollen Beitrag zur Pflege des Gedenkstättenareals, indem sie den Hang hinter den Gebäuden »Desinfektion« und »Neue Wäscherei« von der wuchernden Verbuschung befreiten und so wieder einen direkten Blick vom Himmelpforter Weg auf das Gedenkstättengelände ermöglichten. Inhaltlich arbeiteten die Teilnehmerinnen mit Biographien ehemaliger Häftlinge. Zwei Ãœberlebende, Charlotte Kroll und Ilse Heinrich, statteten dem Camp einen Besuch ab und erzählten eindrucksvoll über ihre Zeit als Gefangene in Ravensbück. Das Gespräch wurde aufgezeichnet und transkribiert. Ferner fand eine eingehendere Beschäftigung mit den englischsprachigen Ausstellungen der Gedenkstätte sowie dem »Jugendschutzlager Uckermark« statt. Am Wochenende stand ein Abstecher nach Berlin auf dem Programm.

     

 

Kolpingjugend | Die Kolpingjugend bildete dieses Jahr das zahlenmäßig größte Workcamp in Ravensbück. Ãœber 40 TeilnehmerInnen aus Polen, dem Kosovo und aus Deutschland besuchten die Gedenkstätte vom 4. bis zum 10. August und leisteten dabei eindrucksvolles. Sie vollendeten die vom ASF-Camp begonnenen Außenarbeiten, legten den historischen Weg zum Siemensgelände frei und entledigten das neben diesem Weg befindliche historische Stallgebäude komplett des Wildwuchses der letzten Jahre, ebenso den einzigen der Gedenkstätte verbliebenen Original-Barackenteil im noch nicht öffentlich zugänglichen »Neuen Lager«. Am Wochenende erhielten die TeilnehmerInnen Besuch von Mitgliedern des Kolpingverbands, wurden gemeinsam mit ihnen über das Gelände geführt und feierten mit den BesucherInnen einen Gottesdienst im ehemaligen Zellenbau der Gedenkstätte.

 

 

VJF | 13 junge Erwachsene aus der Ukraine, Kanada, Serbien, Russland, Spanien, Italien, der Türkei und Deutschland bevölkerten vom 7. bis zum 19. August die internationale Jugendbegegnungsstätte, um am VJF-Workcamp teilzunehmen. Durch ihre Mithilfe bei den Renovierungsarbeiten in Haus 1 trugen die TeilnehmerInnen zum einen dazu bei, einen reibungslosen Umzug der Technikabteilung in dieses Gebäude zu ermöglichen. Zum anderen befreiten die TeilnehmerInnen die Platten am Mahnmal von den gras- und moosbedeckten Ãœberwucherungen. Angelika Küger-Leisner, SPD-Bundestagsabgeordnete aus der Region

und Gedenkstättenbeauftragte ihrer Partei, stattete dem Camp einen Besuch ab und unterhielt sich mit den Jugendlichen über ihre Motivation sowie ihre vor Ort gesammelten Eindücke. Auch Robert Philipp, der Bürgermeister von Fürstenberg, traf die jungen Erwachsenen am 15. August zu einem Gespräch, in dem das Verhältnis der Stadt Fürstenberg zur Gedenkstätte thematisiert wurde, aber auch die Probleme, mit denen Fürstenberg und seine BewohnerInnen gegenwärtig zu kämpfen haben. Am 16. August berichtete die Historikerin Annette Leo von  den interessanten Ergebnissen ihrer Forschungen zum Verhältnis der damaligen EinwohnerInnen von Fürstenberg zum Konzentrationslager. Vor einigen Jahren führte sie zu diesem Zwecke zahlreiche Interviews mit ZeitzeugInnen durch, die zeigten, in welchem Ausmaßder Ort durch das Lager geprägt war. Den Höhepunkt des Camps stellte das Ãœberlebendengespräch mit dem ehemaligen Ravensbück-Häftling Lisl Jäger dar, die sehr eindrucksvoll ihre Zeit im östereichischen Widerstand, in vielen NS-Gefängnissen sowie in Ravensbück schilderte und auch auf die Zeit nach der Befreiung einging. Am Wochenende unternahmen die TeilnehmerInnen einen Abstecher nach Berlin. 

 

 

SCI | Das SCI-Camp wurde als deutsch-polnisch-russisches Workcamp bestritten. Während ihres Besuches in der Gedenkstätte vom 12.8. bis zum 26.8. entfernten die Teilnehmerinnen das Moos zwischen den Steinplatten am Schwedtsee und entfernten Bäume und Gestüpp auf dem ehemaligen Siemensgelände, um den Erhalt der Fundamente zu gewährleisten. In der inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Geschichte des Ortes recherchierten die Campmitglieder u.a. über Lebensgeschichten eheehemaliger Häftlinge aus ihren jeweiligen Heimatländern. Ferner wirkten sie an den erwähnten Gesprächen mit Angelika Küger-Leisner, Robert Philip, Annette Leo und Lisl Jäger mit. In der zweiten Woche führte das Projekt »Konfrontationen« des Fritz-Bauer Instituts mit den Teilnehmerinnen einen zweitägigen Workshop zum Thema»Kunst in Ravensbück« durch. Dabei arbeiteten sie u.a. mit Zeichnungen ehemaliger Häftlinge und diskutierten über die künstlerische Gestaltung des Gedenkens in Ravensbück. Die parallel stattfindende Ravensbücker Sommeruniversität bot zudem die Möglichkeit, an einzelnen Veranstaltungen und Workshops aktiv teilzuhaben. Ein Ausflug nach Berlin mit Besuch des Holocaust-Denkmals und des Reichstags wurde am 19. August durchgeführt. 

 

 

FrauenLesbenTransgender-Baucamp | Am FLT-Camp (21.8. - 3.9.) beteiligten sich dieses Jahr 24 junge Frauen, die wie in den letzten Jahren in Himmelpfort untergebracht waren. Am Standort des ehemaligen »Jugendschutzlagers Uckermark«, wo zwischen 1942 und 1944 mehr als 1000 junge Frauen inhaftiert waren und zu Zwangsarbeit gezwungen wurden, führten die Campmitglieder umfangreiche Arbeiten durch. Sie verstärkten die Sichtbarkeit der Ausmaße des ehemaligen Lagers, verbreiteten den angelegten Rundweg, fertigten eine Box für Infomaterialien an und erneuerten einen Teil der vorfindlichen Beschilderung. Ferner arbeiteten sie im Archiv der Gedenkstätte zur Uckermark-Thematik, luden ReferentInnen ein (u.a. stellte der Regisseur Malte Ludin seinen Film »2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß« vor) und führten als Höhepunkt ein Interview mit der ehemaligen Ravensbück-Inhaftierten Edith Sparmann durch. Am letzten Wochenende ihres Aufenthalts organisierten die Teilnehmerinnen eine Führung für die Öffentlichkeit über das Gelände. Ferner entstanden konkrete Pläne zur Umsetzung eines Uckermark-Archivs in Berlin.   

 

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Bericht über die Workcamps 2005 

Auch 2005 weilten im Zeitraum vom 11. Juli bis zum 21. August insgesamt vier internationale Workcamps mit freiwilligen jungen Erwachsenen aus vielen verschiedenen Ländern in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbück. 

Die Camps werden alljährlich von den Organisationen NIG (Norddeutsche Jugend im Gemeinschaftsdienst e.V.), ASF (Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.), SCI (Service Civil International) und VJF (Vereinigung junger Freiwilliger e.V.) in Kooperation mit den Pädagogischen Diensten der Gedenkstätte realisiert. 

Des weiteren führte ein FrauenLesbenTransgenderCamp (FLT) seine Arbeit der letzten Jahre auf und zum Gelände des ehemaligen Mädchen-Konzentrationslagers Uckermark fort.

Während ihres je zweiwöchigen Aufenthalts setzten sich die TeilnehmerInnen der Camps intensiv mit der Geschichte des Ortes auseinander, fertigten Ãœbersetzungsarbeiten an, recherchierten in der Bibliothek und im Archiv und führten Außenarbeiten zur Instandhaltung und Pflege des Geländes durch. Der Schwerpunkt der Workcamps lag dieses Jahr auf dem Thema »Menschenrechte«, d.h. der Frage, wie konkret hier an diesem Ort unterschiedlichste Menschenrechte verletzt wurden.

Ein weiteres wichtiges Motiv zur Teilnahme an den Camps war sicherlich die Möglichkeit, sich mit jungen Erwachsenen aus vielen verschiedenen Ländern auszutauschen, über den je unterschiedlichen Umgang mit der Vergangenheit, aber auch über zum Teil sehr disparate Lebensbedingungen im hier und jetzt.

Untergebracht waren die TeilnehmerInnen (mit Ausnahme des FLT) in der Jugendherberge Ravensbück. In ihrer Freizeit unternahmen sie zahlreiche Ausflüge in die Umgebung, um »Land und Leute« kennen zu lernen.

Am ersten Tag ihres Aufenthalts wurden die Campmitglieder in einer ausführlichen Führung mit der Geschichte des Konzentrationslagers sowie mit dem Gelände der Mahn- und Gedenkstätte vertraut gemacht. Der neue Film von Loretta Walz (»Die Frauen von Ravensbück«) mit zahlreichen Berichten von Ãœberlebenden rundete diesen Tag ab.

Ferner standen stets eine Einführung in die Bibliotheks- und Archivbenutzung sowie ein Besuch des nahegelegenen ehemaligen »Jugendschutzlagers Uckermark« auf dem Programm. Die zahlreichen Sonder- und Dauerausstellungen wurden von den TeilnehmerInnen selbständig oder in Begleitung pädagogischen Personals erkundet.

Einen Höhepunkt ihres Besuches stellte die Begegnung mit den beiden ehemaligen Häftlingen Charlotte Kroll und Ilse Heinrich aus Berlin dar, die von ihrer schrecklichen Zeit im Frauenkonzentrationslager berichteten und sich den zahlreichen interessierten Nachfragen der TeilnehmerInnen stellten.

Des weiteren wurden alle Workcamps von der Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte, Frau Dr. Insa Eschebach, zu einem Gespräch empfangen.

NIG | Die 10 TeilnehmerInnen und zwei Teamerinnen des NIG-Camps verbrachten die Zeit vom 11. bis zum 24. Juli hier vor Ort. Sie kamen aus England, Russland, Frankreich, Korea, der Slowakei und aus Deutschland.  Auch dieses Jahr leisteten sie wertvolle Ãœbersetzungsarbeiten aus den jeweiligen Muttersprachen ins Deutsche, so u.a. von Häftlingsberichten und -biographien sowie von Haftanfragen. In ihrer Freizeit unternahm die NIG-Gruppe Ausflüge nach Berlin, in die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen, sowie eine Kanutour und eine Führung durch die Stadt Fürstenberg. Beim gemeinsamen Abschiedsessen präsentierten sich die TeilnehmerInnen wechselseitig je ein typisches Gericht für ihr Herkunftsland.

ASF | Die sieben Teilnehmerinnen und eine Teamerin des diesjährigen ASF-Workcamps kamen aus Moldawien, Tschechien und Deutschland. Ihr Aufenthalt in Ravensbück währte vom 16. bis zum 30. Juli. In dieser Zeit begannen sie, die Ruinen des unmittelbar nach der Wende geplanten Renault-Autohauses an der Straße der Nationen abzutragen. 1991 sollte an dieser Stelle, zusammen mit einem Supermarkt, ein Renault-Autohaus errichtet werden. Nach heftigen Protesten aus dem In- und Ausland, nicht zuletzt von Ãœberlebendenverbänden, sowie massiven Auseinandersetzungen intervenierte schließlich der damalige Ministerpräsident Manfred Stolpe, und die Vorhaben wurden nicht realisiert. Seitdem lag der begonnene Rohbau brach. In Kooperation mit dem Bürgermeister der Stadt Fürstenberg/Havel, Herrn Philip, und dem Leiter des Bauamtes, Herrn Gröschl, gelang es nun endlich, den Rohbau umzustürzen und Container zur Entsorgung des Baumaterials bereit zu stellen. Noch verwendbare Backsteine wurden per Presseinserat an das Tierheim in Tornow abgegeben. Allgemein zeigte die Presse ein großes Interesse an den Tätigkeiten der Workcamps, was sich in mehreren Artikeln zum Thema nieder schlug. Außerdem führten wir in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Menschenrechte ein eintägiges Seminar zum Thema Menschenrechte durch. Ansonsten beschäftigten sich die Teilnehmerinnen intensiv mit Häftlingsbiographien und fertigten ein Tagebuch ihres Aufenthaltes an, das abwechselnd reihum verfasst wurde. An den Wochenenden standen Abstecher nach Berlin und Stralsund auf dem Programm.

SCI | Das SCI-Camp umfasste dieses Jahr zehn junge Frauen aus Schweden, Polen und Deutschland, darunter zwei Teamerinnen. Während ihres Besuches in der Gedenkstätte vom 24.7. bis zum 7.8. leisteten sie einen Großteil der Abbrucharbeiten am Standort des geplanten Renault-Autohauses. Weitere zwei Tage waren dem Thema »Menschenrechte« gewidmet, dem wir uns in unterschiedlicher Weise annäherten: Einmal anhand nonverbal-spielerischer Methoden, d.h. Szenen der Menschenrechtsverletzung oder des Eintretens für Menschenrechte, möglichst aus den Herkunftsländern der Teilnehmerinnen, wurden rekonstruiert und diskutiert. Zum anderen wurde mittels der UN-Erklärung für Menschenrechte von 1948 der Bezug hergestellt zu Menschenrechtsverletzungen hier konkret zu Zeiten des Konzentrationslagers. Zwei Tage lang war ein Travelling-Workcamp des SCI hier zu Gast, arbeitete mit den Teilnehmerinnen des hier stattfindenden Workcamps und veranstaltete mit ihnen ein Seminar zum Thema »Menschenrechte«. Bei den Menschenrechtsseminaren führten zwei Studentinnen der Humboldt-Universität Berlin eine teilnehmende Beobachtung durch, um daraus ückschlüsse zu ziehen für eine Projektarbeit zum Thema »Menschenrechtsbildung in Ravensbück«. Am 4. August stattete der brandenburgische Bildungsminister Rupprecht den Workcamps einen Besuch ab. Er wurde von der Direktorin der Gedenkstätte, Frau Dr. Eschebach, und dem pädagogischen Leiter, Herr Dr. Heyl, über das Gelände begleitet und unterhielt sich mit den Campteilnehmerinnen über ihre Tätigkeit hier vor Ort sowie über ihre Motivationen. Weiterhin beschäftigten sich die Teilnehmerinnen intensiv mit den Biographien ehemaliger Häftlinge des Frauenkonzentrationslagers. Die freie Zeit am Wochenende nutzten die Campmitglieder zu einem Ausflug nach Berlin sowie zu einem Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen.  

VJF | 13 junge Erwachsene aus Schweden, Georgien, Italien, Tschechien, Irland, Frankreich, Spanien, Kanada, Österreich und Deutschland bevölkerten vom ersten bis zum 13. August die internationale Jugendbegegnungsstätte, um am VJF-Workcamp teilzunehmen. Die Teilnehmerinnen führten letzte Arbeiten an der Autohausruine durch, ehe sie sich am Standort des ehemaligen »Zeltes« daran machten, Balken zu sägen, zu bohren und zu vernageln, um einen Zaun zu erstellen, damit die dort befindliche Ausstellung zur Geschichte des Zeltes und der Gedenkstein der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können. Außerdem veranstalteten wir ein Seminar zum Thema Menschenrechte sowie in Zusammenarbeit mit »Waidak media e.V.« einen dreitägigen Medien-Workshop, bei dem sich zwei Gruppen bildeten: Die erste Gruppe erstellte eine Videodokumentation zum Thema »Leben neben der Gedenkstätte« und führte dazu Interviews u.a. mit dem Bürgermeister und dem evangelischen Pfarrer von Fürstenberg sowie BürgerInnen des Ortes und TouristInnen durch. Die andere Gruppe visualisierte mittels einer Powerpoint-Präsentation das Thema »Menschenrechte« anhand damit konnotierter Begriffe, wie etwa »Freiheit«, »Bestrafung« etc. Bei seinem Besuch am 4. August traf der brandenburgische Bildungsminister auch mit den VJF-Teilnehmerinnen zusammen. In ihrer Freizeit unternahmen sie eine ausgedehnte Exkursion nach Berlin und bekochten sich mit kulinarischen Köstlichkeiten.

FrauenLesbenTransgender Workcamp | Am FLT-Camp beteiligten sich dieses Jahr 11 Frauen aus Deutschland und eine Österreicherin. Es erstreckte sich vom 7. bis zum 21. August. Wie in den letzten Jahren logierten die Teilnehmerinnen in Himmelpfort. Am Standort des ehemaligen »Jugendschutzlagers Uckermark«, wo zwischen 1942 und 1944 mehr als 1000 junge Frauen inhaftiert waren und zu Zwangsarbeit gezwungen wurden, führten die Campmitglieder umfangreiche Arbeiten durch. Sie erneuerten die Informationsschilder am Rundgang, der von füheren Camps angelegt worden war, verbreiterten den Rundweg und verbesserten die Kenntlichmachung der ehemaligen Lagerumzäunung. Zudem produzierten sie einen Film zum Uckermark-Lager und trafen sich zu einer Diskussionsrunden mit Christa Schikorra, die viel zur Häftlingsgruppe der sogenannten »Asozialen« in Ravensbück gearbeitet hat, und mit Wienke Zitzlaff, der Schwester von Ulrike Meinhof, um über deren Film »Bambule« zu diskutieren, in dem autoritäre Heimerziehungsmethoden kritisiert werden. Viele der Insassinnen des Uckermark-Lagers kamen aus Einrichtungen der »Fürsorgeerziehung« dorthin.

Bericht: Thomas Kunz

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Bericht über die Workcamps 2004 

Im Sommer 2004 befanden sich vier internationale Workcamps in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbück:

 

Die Gruppen wurden in Kooperation mit NIG (Norddeutsche Jugend im internationalen Gemeinschaftsdienst e.V.), SCI (Service Civil International) und VJF (Vereinigung junger Freiwilliger e.V.) durchgeführt. Des weiteren setzte das FrauenLesbenTransgender-Workcamp (in der Folge FLT) seine Arbeit der letzten Jahre auf und zu dem Uckermarkgelände weitgehend selbständig fort. Die Aufgaben der Workcamps beinhalteten Außenarbeiten im Gelände, sowie Recherche und Ãœbersetzungsarbeiten. Das Schwerpunktthema der Workcamps war dieses Jahr die Geschichte des Zeltes, das im Herbst 1944 auf Befehl der SS auf dem Gelände des sogenannten »neuen Lagers« aufgebaut wurde. Natürlich war auch in diesem Jahr die internationale Jugendbegegnung ein weiterer wichtiger Grund für die TeilnehmerInnen, sich in der Gedenkstätte Ravensbück einzufinden. Untergebracht waren die Gruppen (bis auf das FLT) in der Jugendherberge Ravensbück. 

 

NIG | Das erste Workcamp wurde in diesem Jahr von der NIG organisiert. Es hatte sieben TeilnehmerInnen aus Polen, Russland, Großbritannien und der Slowakei, sowie einen deutschen Teamer. Als einziges Workcamp war die NIG-Gruppe über drei volle Wochen vom 19.7. bis zum 7.8. in der Gedenkstätte anwesend. Die TeilnehmerInnen beschäftigten sich hauptsächlich mit Ãœbersetzungsarbeiten, die sie für das Archiv der Gedenkstätte, das Aufseherinnen-Projekt, das Gedenkbuchprojekt und die Pädagogischen Dienste anfertigten. Bei den Texten handelte es sich um Briefe von und Interviews mit Ãœberlebenden, Teile des Nachlasses von Frau Dr. Nikiforowa, Prozessprotokolle der Hamburger Prozesse gegen die Aufseherinnen und um Arbeitsblätter für Besuchergruppen der Gedenkstätte. Ein weiterer Programmpunkt war das Treffen mit der Ãœberlebenden Eva Fejer. Die ungarische Jüdin aus Budapest, die seit 1945 in London lebt, kam für gut vier Tage nach Ravensbück, um sich allen Workcampgruppen jeweils einen Tag zur Verfügung zu stellen und über ihre Erlebnisse während ihres Aufenthaltes in Ravensbück, aber auch über ihre Deportation und ihr Leben insgesamt zu erzählen. Zusammen mit den SCI-Teamern organisierte der NIG-Gruppenleiter eine Diskussion zwischen den CampTeilnehmerInnen und Herrn Robert Phillip, dem Bürgermeister von Fürstenberg/Havel. In ihrer Freizeit unternahm die NIG-Gruppe einen Wochenendausflug nach Berlin, eine Draisinenfahrt auf der Strecke Fürstenberg/Havel - Templin und eine von einem Förster geführte Waldwanderung bei Steinförde. Außerdem wurde wiederholt zusammen mit dem SCI-Camp gegrillt und Lagerfeuer gemacht.

 

SCI | Das zweite Workcamp 2004 war die Gruppe von SCI. Sie bestand aus 12 Frauen inklusive zweier Teamerinnen. Die Teilnehmerinnen stammten aus Russland, Deutschland, Großbritannien, Finnland und Frankreich. Während ihres Aufenthaltes vom 24.7. bis 7.8. beschäftigte sich die SCI-Gruppe mit weiteren Recherchen zu dem Standort und vor allem den Zuständen in dem Zelt. Hierzu verfassten sie auch einen Text. Außerdem begann das SCI-camp mit den Vorbereitungen zu den Bauarbeiten für den Weg zum ehemaligen Zeltstandort, indem es das ganze Gelände von Bewuchs befreite. Der deutsch-französische Fernsehsender ARTE begleitete das Camp zwei Tage lang, um (v.a. mit Fokus auf die französische Teilnehmerin) die Arbeit der Gruppe zu dokumentieren. Das war eine große Aufregung und eine positive Erfahrung für alle Beteiligten und hat der Gruppe auch noch einmal gezeigt, dass ihre Arbeit wahrgenommen wird. Einzig das Arbeitsergebnis der zwei Tage mit dem Fernsehteam war eingeschränkt. Auch SCI verbrachte einen Tag mit der Ãœberlebenden Eva Fejer und war ebenfalls am Treffen mit dem Bürgermeister beteiligt, beides im Beisein des Fernsehteams. 

 

FrauenLesbenTransgender | Das FLT-Camp bestand aus 25 Frauen aus Deutschland, Österreich und Israel, die vom 1.8. bis zum 15.8. zusammenkamen. Die Gruppe war wieder, wie in den letzten Jahren, in Himmelpfort untergebracht und beschäftigte sich mit der Instandhaltung und Fortsetzung der Kennzeichnung und Gestaltung des Geländes des ehemaligen »Jugendkonzentrationslagers Uckermark«. Dort wurden von den Nationalsozialisten zwischen 1941 und 1944 ungefähr 1000 Mädchen und junge Frauen im Alter von 14 - 21 Jahren eingesperrt und zu Zwangsarbeit gezwungen. Da es sich ungefähr einen Kilometer in Richtung Himmelpfort von der Gedenkstätte entfernt befindet, waren die Teilnehmerinnen des FLT-Camps weitgehend selbstständig tätig und nur selten in der Gedenkstätte. Die Gedenkstätte unterstütze sie allerdings mit Material und Computerzugang. Des weiteren verbrachte die FLT-Gruppe ebenfalls einen Tag mit Eva Fejer, wobei sie einerseits mit ihr an dem ehemaligen Zeltstandort war und sich mit ihr angeregt unterhielt, und sie andererseits nach Himmelpfort zu einer Bootsfahrt mitnahm. Auch kamen die Frauen des FLT- Camps zur Buchpräsentation von Menachem Kallus.

 

VJF | Die TeilnehmerInnen des VJF-Workcamps waren vom 2.8. bis zum 18.8. in der Gedenkstätte vor Ort. Auch sie waren in der Jugendherberge Ravensbück untergebracht. Die Zusammensetzung der Gruppe war mit TeilnehmerInnenn aus Peru, Japan, Südkorea, Kanada, Spanien, Kroatien, Frankreich, Ungarn, Russland und Tschechien noch internationaler zusammengesetzt als die anderen Gruppen. Die Gruppe hat die Hauptarbeit am Weg zum ehem. Zeltstandort vollbracht. Nachdem das Recycling-Material zum Auffüllen des Weges angekommen war, sägten sie Baumstämme für die Begrenzung und die Geländerkonstruktion zurecht und brachten sie in Position. Daraufhin verteilten und plätteten sie das Füllmaterial gleichmäßig. Daneben arbeitete ein Teil der Gruppe auch im Archiv. Die VJF-Gruppe kümmerte sich ebenfalls einen Tag  lang um Eva Fejer und traf mit dem israelischen Ãœberlebenden Menachem Kallus zusammen. Besonders diese Zusammenkünfte mit den Ãœberlebenden wurden von den TeilnehmerInnen sehr geschätzt.

Bericht: Julius Herm

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