Pädagogische Dienste
Projekte
Die Pädagogischen Dienste bieten vielfältige Formen der Projektarbeit für Gruppen an. Dazu gehören
Führungen und Projektarbeit (ab 4 Stunden). Möchte sich die Gruppe einen Überblick über die Gesamtgeschichte von Ravensbrück verschaffen, können Kleingruppen parallel an verschiedenen Themen arbeiten. Dazu stehen spezielle Arbeitsmaterialien zur Verfügung. Zur Vorbereitung bitten wir um ein telefonisches Vorgespräch. | Zur Online-Anmeldung...
Für eine handlungsorientierte, aktive Auseinandersetzung mit speziellen Themen des Lagerkomplexes Ravensbrück werden Studientage und Projektwochen angeboten. Zentrale Arbeitsform ist dabei das »entdeckende Lernen« in Kleingruppen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entscheiden sich selbständig für ein sie persönlich interessierendes Thema, das unter Zuhilfenahme eines selbstgewählten Mediums (Dokumente, Archivbilder, Literatur, Zeitzeugenaussagen, Videos oder Tonbänder) erarbeitet wird. Ergebnis können beispielsweise PowerPoint-Präsentationen, Filme, Websites oder andere Produkte sein, die auf DVD oder CD mitgenommen werden können. | Zur Online-Anmeldung...
Die Projektangebote wurde von den Pädagogischen Diensten in den vergangenen Monaten erheblich überarbeitet. Die aktuellen Arbeitsbögen [Stand: Juli 2007] sind hier nun herunterladbar. Sie geben in der Regel auf jeweils einem doppelseitigen Bogen Anregungen für die Vor- und Nachbereitung und Durchführung eines Projekttages. Bitte beachten Sie: alle vorher gebräuchlichen Projektbögen, die den Einsatz weiterer Projektmappen erforderlich machten, werden von den Pädagogischen Diensten der Mahn- und Gedenkstätte nicht mehr verwendet! In der durch uns betreuten Arbeit werden ausschließlich die aktuellen Bögen zur Grundlage gemacht.
Informationen für LehrerInnen finden Sie kompakt hier als PDF-Datei...
KZ-Gedenkstätten sind in den letzten Jahren immer mehr zu
offenen Lernorten geworden. Eines unserer Ziele ist es, die SchülerInnen
anzuregen, selber Fragen an die Geschichte zu stellen und zu überdenken. Wir möchten
Ihnen hier unsere Angebote zur Projektarbeit vorstellen.
Wir möchten Sie bitten,
sich rechtzeitig – spätestens sechs Wochen vor dem von Ihnen ins Auge
gefassten Termin – anzumelden. Das können Sie online über unsere Website,
telefonisch unter 033093-603-85, per Fax unter 033093-603-86 oder per eMail
unter paedagogik@ravensbrueck.de
tun. Wir bedauern, dass wir zu manchen Zeiten, insbesondere kurz vor den Ferien,
sehr langfristig ausgebucht sind und nicht immer allen Betreuungswünschen
nachgehen können. Sollten Sie uns anrufen und auf den Anrufbeantworter stoßen,
kann es daran liegen, dass alle Leitungen besetzt sind. Hinterlassen Sie bitte
unbedingt Ihren Namen, Ihre Rufnummer und Ihren Terminwunsch, wir rufen Sie so
bald wie möglich zurück. Im Rahmen der Entgeltordnung der Stiftung
Brandenburgische Gedenkstätten erheben wir ein moderates Entgelt. Dabei werden
intensivere Projektbetreuungen genauso wie weniger personalintensive Führungen
behandelt. Sprechen Sie uns gerne hinsichtlich der Profilierung des Angebots für
Ihre Gruppe vorab an.
Wenn Sie Ihre Gruppe zum Projekttag
anmelden, umfasst unser Angebot
eingangs
eine etwa 90minütige Führung durch das Gelände und ausgewählte
Ausstellungen;
eine
5- bis 10minütige Einführung in die Arbeit mit Projektmaterialien für
die SchülerInnen,
eine
mindestens 90minütige selbständige Erkundungsphase zum Besuch
der Ausstellungen und zur Erkundung des Ortes mit Blick auf die
Aufgaben der Arbeitsbögen. Die Pädagogischen Dienste stehen Ihnen und
Ihren SchülerInnen in dieser Zeit für Rückfragen an einem vereinbarten
Ort zur Verfügung;
ein
20- bis 30minütiges Abschlussgespräch im Seminargebäude der
Internationalen Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück, wo auch
der
etwa 30minütige Film »Erinnern an Ravensbrück« von Loretta
Walz mit Sequenzen aus Überlebenden-Interviews vertiefend angeschaut werden
kann. (Der Film kann sowohl
zu Beginn als auch zum Ende Ihres Besuches angesehen werden.)
Sie sollten für die Führung,
Projektarbeitsphase und Abschlussgespräch also zusammen mindestens vier
bis fünf Stunden vor Ort einplanen und noch etwas Zeit für Verspätungen
bei der Anreise hinzurechnen. Bitte denken Sie auch daran, dass die Jugendlichen
Pausen benötigen!
Neben der herkömmlichen Führung gibt es verschiedene weitere Führungsvarianten zur Annäherung an den Ort, etwa durch eine
Einführung am Lagermodell (60 Minuten).
»Selbstführung«, während derer Sie (etwa eine Stunde lang) das Gelände erst erkunden, um vor Ort Fragen zu entwickeln, die Sie dann während der anschließenden »Nachführung« stellen können. Das heißt, dass wir die Führungssituation ein wenig umkehren: die Gruppe führt uns an die Orte im Gelände, die sie interessieren und wir beantworten die Fragen, die uns gestellt werden, anstatt - wie in herkömmlichen Führungen - allerhand Fragen zu beantworten, die uns nie gestellt wurden. Im eigenständigen Teil der Selbstführungen laufen die Gruppen häufig einen viel größeren Bereich ab, als es uns in der Gruppenführung möglich wäre; gleichzeitig lässt sich die Führung noch stärker zielgruppenorientiert an den Fragestellungen der Gruppe ausrichten.
Sollten Sie schon länger in die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück kommen, möchten wir Sie darauf hinweisen, dass nur noch die aktuellen Materialien [Stand 2007] in der von uns betreuten Projektarbeit Verwendung finden. Andere, ältere Projektmaterialien, die zum Teil die Arbeit mit Projektmappen voraussetzten, sind nicht mehr im betreuten Einsatz.
![]() |
![]() |
Sie bestehen aus
derzeit sechs Themenreihen mit je zwei bis sechs doppelseitigen
Arbeitsbögen. IWenn Sie Fragen,
Anregungen oder kritische Anmerkungen haben, sprechen Sie uns gerne an:
telefonisch unter 033093-603-85 oder per eMail unter paedagogik@ravensbrueck.de
|
Vorbereitung
Im Interesse einer erfolgreichen Projektarbeit möchten wir Sie bitten,
den Besuch in der Gedenkstätte mit unseren Pädagogen rechtzeitig telefonisch abzusprechen (Tel. 033093-603-85);
sich die Arbeitsbögen herunterzuladen [PDF]: Reihe A: Ankunft – 5 Bögen | A0 | A1 | A2 | A3 | A4 | Reihe B: Biographien – 2 Bögen | B1 | B2 | Reihe G: Geländeerkundung – 3 Bögen | G1 | G2 | G3 | Reihe K: Kinder – 3 Bögen | K1 | K2 | K3 | Reihe T: Täterinnen – 6 Bögen | T1 | T2 | T3 | T4 | T5 | T6 | Reihe Z: Zwangsarbeit – 2 Bögen | Z1 | Z2 | Kurzinformation für LehrerInnen | SchülerInnen | Gesamtpaket, ZIP-Datei [ca. 4 MB]
sich hier online anzumelden oder den ausgedruckten oder zugesandten Anmeldebogen ausgefüllt an uns zu senden Gruppenanmeldebogen [PDF-Datei]
die Arbeitsgruppen vor dem Projekttag einzuteilen;
die Arbeitsbögen in ausreichender Anzahl für die Projektgruppen zu kopieren (ZIP-Datei-Download);
die vorliegenden Arbeitsbögen und die darin enthaltenen Aufgaben als Angebot zu verstehen, das selbstverständlich jederzeit von Ihnen verändert, z.B. ergänzt oder verkürzt werden kann.
Ein
Gedenkstättenbesuch kann einen guten Unterricht zur Geschichte des
Nationalsozialismus und seiner Verbrechen nicht ersetzen, sondern nur unterstützen,
vertiefen und erweitern. Das Gelingen des Projekttages vor Ort hängt ganz
wesentlich von einer guten Vorbereitung ab. Wir bitten Sie daher um eine
geeignete Vorbereitung und Einbettung des Besuches.
Quellen und Aufgaben für die Vorbereitung und Einstimmung auf den Gedenkstättenbesuch,
ortsbezogene
Aufgaben zu den Themen der Arbeitsbögen.
Oben
auf dem Bogen finden Sie eine Leiste, die Ihnen zeigt, welches Zeitvolumen wir
zur Vorbereitung vor dem Gedenkstättenbesuch und für die Bearbeitung der
Fragen füe die Projektarbeit in der Gedenkstätte jeweils veranschlagen.
Die mit hell unterlegten Zahlen
markierten Aufgaben markieren solche, die nicht in der Gedenkstätte
bearbeitet werden sollten oder können, dunkel unterlegte Zahlen markieren
Aufgaben, die eigentlich nur vor Ort bearbeitet werden können.
Insgesamt
stehen für die Projektarbeit mehrere Themenreihen zur Verfügung. In
jeder Themenreihe stehen mehrere (meist zweiseitige) thematische Arbeitsbögen
zur Verfügung, die sich zum doppelseitigen Ausdruck eignen. In der Regel ist
ein doppelseitiger A4-Bogen als Arbeitsbogen für eine Person oder Kleingruppe
gedacht, die Bögen einer Themenreihe können zu einer Arbeitsgruppe
zusammengefasst werden, die ihre Ergebnisse im Unterricht später vorstellen.
Die
Quellen und die mit hell unterlegten Zahlen
markierten Aufgaben auf den Bögen sollten in Vorbereitung auf die Gedenkstättenfahrt,
also vor der Ravensbrück-Fahrt, bearbeitet werden. Bitte
verteilen Sie die Bögen daher rechtzeitig vor der Gedenkstättenfahrt im
Unterricht! Eine Aufgabe, bei der die SchülerInnen sich zum Beispiel über
das Internet informieren sollen, wie weit es von Ravensbrück nach Bergen-Belsen
ist, lässt sich weder auf der Busfahrt noch in der Gedenkstätte gut bearbeiten…
Die
Arbeitsbögen sind von uns mit keiner Schularten- oder Jahrgangsempfehlung
versehen. Nach unserer Erfahrung sind fast alle Bögen in allen Schularten und
Klassenstufen einsetzbar – wenn auch mit jeweiligen Abstrichen. Da Sie Ihre
SchülerInnen viel besser kennen, als wir sie während des Besuches kennen
lernen können, vertrauen wir auf Ihre Kompetenz zur Binnendifferenzierung –
Sie wissen am besten, was Sie wem zumuten können oder zutrauen wollen! Wir
bitten Sie also, die Projektmaterialien vorab daraufhin zu betrachten, ob sie
Ihren Vorstellungen entsprechen, und selber im Rahmen der Binnendifferenzierung
die Aufgaben für die Jugendlichen zuzuordnen, soweit die Jugendlichen nicht
selber die Wahl haben.
Planen
Sie gerne für die explizite Vorbereitung der Fahrt nach Ravensbrück
zwei bis drei Unterrichtsstunden ein, in denen Sie
eine
erste Einordnung des Geschehens in Ravensbrück in den Kontext des
allgemeinen nationalsozialistischen Verfolgungsgeschehens vornehmen,
die
Arbeitsbögen verteilen, die Fragen zur Vorbereitung bearbeiten und im
Unterrichtsgespräch besprechen,
Erwartungen
an den Gedenkstättenbesuch klären und besondere thematische Interessen der
SchülerInnen herausarbeiten, über die Sie uns gerne vorab informieren
sollten.
Gedenkstättenbesuch
Je
mehr wir über Ihre Gruppe, besondere thematische Interessen oder Wünsche
wissen, desto individueller und professioneller können wir Ihren Gedenkstättenbesuch
bei uns vorbereiten. Sprechen Sie uns gerne an: telefonisch unter 033093-603-85
oder per eMail unter paedagogik@ravensbrueck.de.
Wenn
Sie ankommen, sollten Sie sich zu allererst bei der Besucherinformation melden.
Sie befindet sich im neuen »Besucherinformationszentrums«
am Parkplatz.
Dort werden Sie von unserer pädagogischen »Führungskraft« abgeholt. Sollten
Sie den Einführungsfilm »Erinnern von Ravensbrück« vorab gebucht haben, wird
ein/e Mitarbeiterin/Mitarbeiter Sie in das Seminargebäude im Bereich der
Internationalen Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück begleiten. Dort steht
eine pädagogische Fachkraft Ihren SchülerInnen auch während der
Projektarbeitsphase zur Verfügung.
Wir
sollten vorab wissen, wie viel Zeit Sie zur Verfügung haben. Unsere Führungen
dauern in der Regel 90 Minuten – auch, weil wir einen mehrfachen
Methodenwechsel versuchen, der ebenso Zeit braucht, wie längere Wege. Es
wird nicht permanent gesprochen, und wenn die Jugendlichen beginnen, Fragen zu
stellen, verfliegt die Zeit im Nu. Nur die wenigsten Gruppen haben mit dieser
Dauer Schwierigkeiten – wir haben die Aufmerksamkeitspotentiale Jugendlicher
voll im Blick. Bereits in der Führung geben wir erste Hinweise, wo sich
Informationen für die spätere Projektarbeit finden lassen.
Nach
der Führung benötigen unsere pädagogischen Kräfte eine Pause – und
Sie und Ihre Jugendlichen sicher auch. Bitte planen Sie mindestens eine halbe
Stunde dafür zwischen Führung und Projektarbeit ein.
In
der mindestens 90minütigen Projektarbeitsphase sollen sich die Schülerinnen
und Schüler in Kleingruppen anhand eines Arbeitsbogens mit einem Thema der
Lagergeschichte auseinandersetzen. Sie haben vorab jeweils einen thematischen
Bogen an einzelne oder – wenn Ihre SchülerInnen Teamarbeit gewohnt sind –
an mehrere SchülerInnen geben. Es können aber auch mehrere SchülerInnen, die
verschiedene Bögen zu einem Themenfeld erhalten haben, in der Nachbereitung und
Präsentation der Arbeitsergebnisse ein Team bilden.
Die
pädagogische Fachkraft, die Ihre Gruppe in der Führung betreut hat, steht
Ihrer Gruppe in der Regel auch in der Projektarbeitsphase zur Verfügung. Je
nach Betreuungsbedürfnis ist sie in den Räumen der Pädagogischen Dienste im
Seminargebäude für Sie und Ihre SchülerInnen ansprechbar, kommt aber bei
konkreten Nachfragen auch mit in die Ausstellungen und ins Gelände.
Die
Themenbögen enthalten neben den Hilfen für die Vorbereitung Ihres Ravensbrück-Aufenthaltes
überwiegend Bild- und überschaubare Textquellen sowie themenbezogene Verweise
auf das Gelände und unsere Ausstellungen. Sie ermöglichen durch Arbeitsaufträge
eine zielgerichtete und intensive Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema.
Wir
bitten Sie, diese Bögen in Vorbereitung auf die Projektarbeit mit den Schülerinnen
und Schüler zu besprechen: die Jugendlichen sollten sich selbst für ein
Thema entscheiden. Bitte kopieren Sie die Bögen in ausreichender Anzahl. Die
Jugendlichen sollten einen Stift und Papier dabei haben.
Insbesondere
bei der Geländeerkundung
hilft einer der drei eigens konzipierte Bögen, die mehrfache Überformung
des Geländes zu thematisieren. Bogen G1
liefert auf der ersten Seite eine Geländeskizze, mit der sich die SchülerInnen
im Gelände grob orientieren können. Sie sollen eintragen, welche Geländeteile
zugänglich sind und welchen Weg sie bei ihrer Selbsterkundung (in der »Selbstführung«
oder nach der Führung) genommen haben, welche Geländeteile zugänglich sind
und welche Gebäude(reste) oder Mauern noch erhalten sind. Verzeichnete oder zu
suchende Orte sollen hinsichtlich ihrer Funktion in der Geschichte des KZs
beschrieben werden. Auf der Rückseite können die fünf historischen Phasen,
die Spuren im Gelände hinterlassen haben, erschlossen werden, nämlich die Zeit
vor
Existenz des KZ [bis 1938],
der
Existenz des KZ [1938/1939-1945],
der
Nutzung weiter Teile des Geländes durch die »Rote Armee« bzw. durch die
Armee der Russischen Föderation [1945-1994]
der
»Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück« [1959-1989 (Wende) /
1993]
nach
der Wende [1989/1993ff (Gründung der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten].
Die
Bögen G2
und G3
verbinden eine Kartenskizze mit historischen Fotos des Frauen-Konzentrationslagers
Ravensbrück, die aus dem SS-Fotoalbum stammen. Die Jugendlichen sollen Vermutungen
anstellen, von wo aus sie aufgenommen wurden (Position des Fotografen), wer
sie aufgenommen hat und zu welchem Zweck sie angefertigt wurden. Dabei können
sie Annahmen entwickeln, die mehr oder minder plausibel sind – es geht um eine
niedrigschwellige Heranführung an einen quellenkritischen Umgang mit der Quelle
Foto. Dabei kann das auf Plausibilität schauende Argumentieren geübt werden
– im Für und Wider nähern sich die Jugendlichen diskursiv den Fotos und
ihren Inhalten. Bei der Bildauswahl soll ein multiperspektivischer Ansatz eingeführt
werden [Die Bilder zeigen jeweils Häftlings- und Aufseherinnenunterkünfte; in
einem Bild sind im aus den anderen Bilden menschenleer scheinenden Lager
Menschen zu erkennen: Häftlinge bei Erdarbeiten mit ihren Aufseherinnen]. In
der Binnendifferenzierung ist es manchen Jugendlichen möglich, über die bloße
Verortung der Position des Fotografen im Gelände ein Erfolgserlebnis zu
entwickeln; gleichzeitig bebildern die historischen Fotos das vielfach überformte
Gelände; ihre scheinbare »Harmlosigkeit« kann am Ende erschlossen werden,
wenn nach Abwägung aller Argumente deutlich wird, dass diese Bilder das KZ aus
der Täterperspektive zeigen. Alle drei Bögen eignen sich in besonderer Weise
zur Unterstützung der »Selbstführungen«.
Wir
empfehlen die Option eines Abschlussgesprächs, das etwa eine halbe
Stunde vor Ihrer Abreise beginnen sollte. Das Nachgespräch dient der Klärung
offener Fragen und der Reflexion des Gedenkstättenbesuches. So besteht die Möglichkeit,
noch offene Fragen vor Ort zu klären, sich gegenseitig ein Feedback zu geben
und sich zu verabschieden.
Nachbereitung
Oft
unterschätzt wird die Nachbereitung. Die Jugendlichen haben im Idealfall während
ihres Gedenkstättenbesuchs viele Informationen und Eindrücke gesammelt;
manchmal braucht es etwas Abstand, sie zu verarbeiten.
Viele
Gruppen haben positive Erfahrungen mit dem Anfertigen von Zeitungen,
Wandzeitungen, kleinen Ausstellungen, PowerPoint-Präsentationen oder –
mittlerweile auch – Weblogs gesammelt. Dies gibt den SchülerInnen noch einmal
die Gelegenheit, sich mit allen, also auch den von anderen bearbeiteten
Themenbereichen intensiver auseinander zu setzen.
Rückmeldungen von Ihnen
Die
MitarbeiterInnen der Pädagogischen Dienste sind sehr daran interessiert, welche
»Entdeckungen« Sie und Ihre SchülerInnen in der Gedenkstätte gemacht haben
und welche Reaktionen der Projekttag ausgelöst hat.
Mehrtagesangebote
Auf
dem Gelände des ehemaligen Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück gibt es
seit 2002 die Jugendherberge Ravensbrück | Internationale Jugendbegegnungsstätte.
Dort besteht übrigens die Möglichkeit zu längeren Projektaufenthalten unter
Einbeziehung neuer Projektformen (etwa mit dem Einsatz »neuer« und »älterer«
Medien), die von den Pädagogischen Diensten der Gedenkstätte realisiert werden.
Bitte sprechen Sie uns bei Interesse direkt an, damit wir Ihnen diese neuen Angebote vorstellen können! Gerne entwickeln wir mit Ihnen auch ein auf Ihre Gruppe hin angepasstes ein- oder mehrtägiges Projektangebot.
Soweit erst einmal unsere Informationen.
Für
Rückfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung.
Wir
freuen uns auf Ihren Besuch.
Die
MitarbeiterInnen
der Pädagogischen Dienste
der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
Zurück zur Hauptseite der Pädagogischen Dienste...