Bildungsarbeit


medi@ktiv

Die Pädagogischen Dienste arbeiten mit dem Verein Waidak Medien e.V. im Projektzusammenhang medi@ktiv  zusammen. Dabei kombinieren wir Elemente des »forschenden Lernens« mit einer »aktiven Medienarbeit«. Für ein solches Projekt benötigen wir in der Regel etwa 5 Tage ( 4 Übernachtungen).

Die Gruppe erkundet am Anreisetag mit Unterstützung der Pädagogischen Dienste das Gelände der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. In einer »Selbstführung« nähert sie sich dem Ort und seiner Geschichte selbständig an, um in einer »Nachführung« entstandene Fragen mit dem pädagogischen Personal zu besprechen.  

Am ersten Arbeitstag werden aus den Fragen und Interessen der Teilnehmenden – in enger Abstimmung mit Pädagogischen und Wissenschaftlichen Diensten – die Themen für die Projektarbeit geklärt und die weiteren Arbeitsschritte geplant. Außerdem erhalten sie Unterstützung, die notwendigen forscherischen, technischen und inhaltlichen Kompetenzen zu entwickeln. Sie beginnen mit den ersten Recherchen, die das Fotografieren und Filmen des heutigen Zustands der Gedenkstätte, die Informationssuche in Ausstellungen, Bibliothek, Sammlungen und im Internet einschließen können. 

Am zweiten Arbeitstag stehen die Recherchen im Vordergrund, die von den Pädagogischen und Wissenschaftlichen Diensten unterstützt werden. Allmählich wird der Übergang in die Erarbeitung einer Präsentation (PowerPoint-Präsentation oder web-ähnlich) vorbereitet, wobei die Kommunikation zwischen »ForscherInnen«, »GestalterInnen« und »TechnikerInnen« eine große – und auch pädagogisch besonders wertvolle – Rolle spielt. 

Der dritte Arbeitstag ist der Erstellung der Präsentation gewidmet, die am Abreisetag präsentiert wird. Das Arbeitsergebnis kann von der Gruppe auf CD/DVD-ROM gebrannt mitgenommen werden. Vor der Abreise steht eine Abschlussrunde, in der die Arbeit vor Ort reflektiert wird. Phasen der Reflexion sollen in allen Arbeitsschritten enthalten sein. Bei diesem sehr kompakten Seminarangebot sind die Abende als Freizeit eingeplant; zur Gestaltung kann die Jugendherberge Ravensbrück Tipps für mögliche Aktivitäten geben.

Die Recherchethemen können in enger Kooperation mit Pädagogischen und Wissenschaftlichen Diensten nach den besonderen Interessen der Gruppe profiliert werden. Als methodischer Zugang bietet sich z.B. die Auseinandersetzung mit exemplarischen Biografien (in Interviews, Erinnerungen und Briefen), die Geländeerkundung mit historischen Fotos, Plänen und Karten oder die themenzentrierte Recherche im Sammlungsbereich an. Dabei können Themen wie die Lebensbedingungen im KZ (z.B. zum Thema Ernährung) »Überlebensstrategien im KZ«, die Geschichte bestimmter Häftlingsgruppen, »Kinder und Jugendliche im KZ« (auch zum sogenannten »Jugendschutzlager Uckermark«), Zwangsarbeit im KZ, die Geschichte der Außenlager oder geschlechtsspezifische Fragen (zu weiblichen Häftlingen und Aufseherinnen) an.

Dieses Projektangebot unterbreiten wir Ihnen mit Hilfe des Medienvereins Waidak e.V. im Projektzusammenhang medi@ktiv.

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