Pädagogische Dienste
Internationale Jugendbegegnungsstätte - Jugendherberge Ravensbrück
Die 2002 eröffnete Internationale Jugendbegegnungsstätte - Jugendherberge Ravensbrück lebt von der Zusammenarbeit zwischen der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück | Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und dem Deutschen Jugendherbergswerk, Landesverband Berlin-Brandenburg.
Während die Jugendherberge einen professionellen Service rund um Unterbringung, Verpflegung und Freizeitangebote bietet, stehen die Pädagogischen Dienste der Gedenkstätte für die Qualität des gedenkstättenpädagogischen Angebots. Dazu gehören mehrstündige Projekte und ein- und mehrtägige Seminare für Jugendliche, PädagogInnen und andere Interessierte an. Die Angebote lassen sich im »Baukastenprinzip« den Wünschen der BesucherInnen entsprechend anpassen und zusammenstellen.
In Kooperation mit Partnern in der schulischen und außerschulischen Jugendarbeit, mit Hochschulen, Vereinen und anderen Trägern der historisch-politischen Bildung veranstalten wir außerdem
thematische Projekttage und Projektwochen,
Jugendbegegnungen und Workcamps,
Fortbildungsseminare für MultiplikatorInnen der schulischen und außerschulischen historisch-politischen Bildung,
Kolloquien und Seminare.
Sie dienen der intensiveren Auseinandersetzung mit dem historischen Geschehen und sollen auf die besonderen pädagogischen und gesellschaftlichen Herausforderungen, Chancen und Grenzen der Gedenkstättenpädagogik eingehen.
Sie können diese Angebote vorab telefonisch, schriftlich oder online buchen oder aber individuelle, auf Ihre Gruppe zugeschnittene Projekt- und Seminarformen mit uns vereinbaren.
Themenbeispiele:
Aktive Medienarbeit| Einer unserer Kompetenzschwerpunkte ist der thematische Einsatz »neuer« und »alter« Medien. Neben den historischen Inhalten und der historisch-politischen Bildung vermitteln wir Medienkompetenz. Wir helfen beispielsweise Jugendlichen, PädagogInnen und MultiplikatorInnen bei der pädagogischen Auseinandersetzung mit rechtsextremistischen Inhalten im Internet. Jugendgruppen können vor Ort themenbezogene Projekte zum Beispiel mit Fotoapparat und Videokamera realisieren, deren Ergebnisse digitalisiert und in kleinen Präsentationen festgehalten - und auf CD/DVD-ROM mitgenommen - werden können. Jugendgruppen können vor Ort themenbezogene Projekte zum Beispiel mit Fotoapparat und Videokamera realisieren, deren Ergebnisse digitalisiert und in kleinen Präsentationen festgehalten werden können. Damit helfen sie, unsere Ausstellungsangebote weiter auf die Zielgruppe Jugendliche hin zu profilieren.In Kooperation mit anderen Trägern der historisch-politischen Bildung veranstalten wir Jugend- und Generationenbegegnungen, Lehrerfortbildungen, Kolloquien und Seminare. Sie dienen der intensiveren Auseinandersetzung mit dem historischen Geschehen und sollen auf die besonderen pädagogischen und gesellschaftlichen Herausforderungen, auf Chancen und Grenzen der Gedenkstättenpädagogik eingehen. Von besonderer Bedeutung sind dabei die leider seltener werdenden Möglichkeiten des Gesprächs mit Überlebenden.
Geschlechtsspezifik in der Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus
Die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus im multikulturellen Klassenzimmer
Multiperspektivität und Handlungs- / Entscheidungsspielräume - Seminarangebot »Die Gesellschaft des Holocaust«
Einsatz »neuer Medien« (CD-ROM, Internet) zum Thema: Kompetenzseminare für PädagogInnen - Wie setze ich »neue Medien« zum Themenfeld Nationalsozialismus im Unterricht ein? Welche Angebote gibt es? Was tue ich, wenn SchülerInnen auf rechtsextremistische Inhalte im Internet stoßen?
Konzeption und Durchführung mediengestützter pädagogischer Projekte mit präsentablen Produkten (z.B. interaktive Präsentationen zur Lagergeschichte und zu konkreten Biographien) in Kooperation mit dem medienpädagogischen Verein Waidak e.V. im Projekt medi@ktiv
dokumentarische / künstlerische Projekte (eine Einbindung von Foto und Video in die Arbeit mit »neuen Medien« ist möglich und erwünscht)
Fortbildungen für PädagogInnen. Unsere Seminarangebote und Angebote der Lehrerfortbildung basieren auf den langjährigen gedenkstättenpädagogischen Erfahrungen der pädagogischen Dienste der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und werden um neue Elemente ergänzt. Sie können einzelne Module dieser Angebote auswählen und im »Baukastenprinzip« nach Ihren Bedürfnissen zusammenstellen.
Methodisch-didaktische
Herausforderungen. In den Seminarmodulen zu methodisch-didaktischen
Fragen der Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus für
PädagogInnen diskutieren und erproben wir bewährte und neue Projekt- und
Arbeitsformen. Zu den behandelten methodisch-didaktischen Fragen gehören
beispielsweise Fragen der Geschlechtsspezifik in der Auseinandersetzung mit
der Geschichte des Nationalsozialismus, Herausforderungen
multiperspektivischer Ansätze zu Handlungs- und Entscheidungsspielräumen
einzelner, die Herausforderungen an eine pädagogische Auseinandersetzung
mit diesem Teil unserer Geschichte im multikulturellen Klassenzimmer sowie
der Einsatz »neuer Medien«.
Dazu gehören beispielsweise einstündige Einführungen in thematische
Nutzung »neuer Medien« (CD-ROMs, DVD-ROMs und Internet), in die themenzentrierte
Internetrecherche und in den Umgang mit rechtsextremistischen Inhalten des
Internets und betreute Erkundungen durch die TeilnehmerInnen [Gesamtdauer:
jeweils 3-4 Stunden]. Auch hier bietet es sich bei verstärkter
Akzentuierung der eigenen Recherche in einer eigenen Projektarbeit an,
jeweils einen ganzen Arbeitstag auf ein Thema zu verwenden. Sie erhalten
dann Gelegenheit, beispielsweise Angebote zu einem thematischen Teilaspekt
selber zu sichten und für die pädagogische Arbeit daraus Materialien zu
erstellen [Gesamtdauer: jeweils 4-8 Stunden].
Sie können die Themen hier für einen geplanten Seminarablauf bereits miteinander kombinieren. Die Angebote arbeiten stark mit der biographischen Konkretion und der Multiperspektivität vor Ort. Eine besondere Herausforderung liegt in der Geschlechtsspezifik (Frauen als Opfer der Verfolgung / Frauen als Täterinnen).
Es sind weitere Profilierungen hin auf interkulturelle Projekte (z.B. mit Partnergruppen im Ausland) oder auf die Geschichte Ihres Ortes bzw. Ihrer Region während des Nationalsozialismus denkbar. Außerdem können wir Ihnen landeskundliche Elemente zur Geschichte der Umgebung im Nationalsozialismus oder zur jüngeren Geschichte und Gegenwart anbieten. Wegen der relativen Nähe zu Berlin bieten sich Exkursionen in die Bundeshauptstadt ebenso an wie in die Gedenkstätte Sachsenhausen in Oranienburg.
Arbeits- und Seminarformen| Wir bieten Ihnen geschlossene Projekttage und -wochen an, deren Inhalte nach dem Belieben der Gruppen und Partnereinrichtungen im »Baukastenprinzip« zusammengesetzt werden können. Eine Zusammenarbeit mit externen ReferentInnen ist jederzeit denkbar. Die Internationale Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück und die pädagogischen Dienste der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück verfügen über einen Pool versierter ReferentInnen zu verschiedenen Teilaspekten der skizzierten Themen und Zugänge. Dabei legen wir auf die Einbeziehung internationaler und interdisziplinär geführter Diskussionen größten Wert. Sprechen Sie uns an, damit wir gemeinsam die für Ihre Belange beste Seminarform finden!
Gedenkstättenpädagogische Praxis in Ravensbrück| In den Seminarmodulen zur Geschichte des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück und des »Jugendschutzlagers Uckermark« erhalten Sie in einer jeweils etwa einstündigen themenzentrierten Führung und/oder in einer Kombination aus Vortrag, Diskussion, Eigenrecherche und Erkundung (unter Einbeziehung des Geländes und der Sammlungen) einen Überblick zu einem abgegrenzten Themenfeld. Wir stellen Ihnen dabei bewährte und neue Projektformen und Arbeitsweisen vor [Gesamtdauer: jeweils 3-4 Stunden]. Bei verstärkter Akzentuierung der eigenen Recherche in einer eigenen Projektarbeit bietet es sich an, jeweils einen ganzen Arbeitstag auf ein Thema zu verwenden. Sie erhalten dann Gelegenheit, beispielsweise Quellen und Darstellungen zu einer Person oder Personengruppe zu sichten und für die weitere pädagogische Arbeit daraus Materialien zu erstellen [Gesamtdauer: jeweils 4-8 Stunden].
Die Internationale Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück bietet im Seminarhaus der Pädagogischen Dienste der Gedenkstätte alles, was für den modernen Tagungs- und Seminarbetrieb erforderlich ist. Dazu gehören
Videogeräte,
Beamer und
zwei Mediatheken mit multimediafähigen PCs mit Internetanschluss (dank einer großzügigen Spende der Firmen Microsoft und Siemens können hier beispielsweise Word-Dokumente oder PowerPoint- und HTML-basierte Präsentationen erstellt und auf CD-ROM bzw. DVD-ROM gebrannt werden),
zwei semiprofessionelle Videoschnittplätze,
Digitalfotoapparate,
eine Digitalkamera,
Scanner,
Flipcharts, Tafeln und Stellwände.
Die Jugendherberge Ravensbrück verfügt über drei Bettenhäuser mit insgesamt 99 Betten in modern und zweckmäßig eingerichteten Zwei-, Drei- und Vierbettzimmern. Die Versorgung und Verpflegung wird in einem eigenständigen Küchenhaus sichergestellt.
Kosten
Die Kosten setzen sich aus den für Unterkunft und Verpflegung in der Jugendherberge anfallenden Kosten und dem Entgelt zusammen, das für die Betreuung durch die Pädagogischen Dienste anfällt. Bei Mehrtagesangeboten beträgt das Entgelt für die Begleitung durch die Pädagogischen Dienste der Gedenkstätte bei 50€ je Tag für Gruppen bis zu 30 Personen. Bei fremdsprachigen Angeboten wird jeweils ein Aufschlag in Höhe von 25€ je Gruppe erhoben. Um eine rechtzeitige Anmeldung (telefonisch unter 033093 603-85, per eMail oder online) bis spätestens sechs Wochen vor dem geplanten Besuch gebeten.
Die
Seminargestaltung liegt bei der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück
/ pädagogische Dienste der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. Ihr
Ansprechpartner ist dort Herr Dr. Matthias Heyl [heyl@ravensbrueck.de], den Sie
telefonisch unter 033093/603-85 oder per Fax unter 033093/603-86 erreichen. Wir
übernehmen gerne auch für Sie die Vorbesprechungen mit der Jugendherberge.
Rufen Sie uns einfach an, damit wir über Ihre Vorstellungen für ein Seminar in
Ravensbrück sprechen und Ihnen ein entsprechendes Angebot unterbreiten können.
Für die Unterbringung gehen Sie ein Vertragsverhältnis mit der
Jugendherberge
und für die pädagogischen Dienstleistungen mit der Mahn- und Gedenkstätte
Ravensbrück | Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten ein.
Für die aktuellen Kosten für
Führungs-, Projekt- und Seminarangebote
kontaktieren Sie bitte die
Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück | Pädagogische Dienste
Straße der Nationen | 16798 Fürstenberg
| Tel.: 033093-603-85 | Fax: 033093-603-86 | eMail: paedagogik@ravensbrueck.de
Unterkunft
und Verpflegung
kontaktieren Sie bitte die
Jugendherberge Ravensbrück | Internationale Jugendbegegnungsstätte
Straße der Nationen | 16798 Fürstenberg
| Tel.: 033093-605-90 | Fax: 033093-605-85 |
eMail: jh-ravensbrueck@jugendherberge.de | www.jh-ravensbrueck.de |
www.jh-ravensbrueck.de/preise-ohv-fbh.html