Freitag, 26. Februar 2010, 15 Uhr / 17 Uhr | Ravensbrück außer Haus
Mitgliederversammlung des Internationalen Freundeskreis der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
mit einer Führung durch die Gedenkstätte Deutscher Widerstand durch deren Leiter, Prof. Dr. Johannes Tuchel (15 Uhr)
Ort: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Stauffenbergstraße 13 - 14 (Eingang über den Ehrenhof), 10785 Berlin-Mitte
Information und Anmeldung: info@ravensbrueck.de
Wer sind wir? Wir sind ein unmittelbar und ausschließlich gemeinnütziger eingetragener Verein mit Sitz in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück | Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten in Fürstenberg/Havel.
Wir verstehen uns als politisch ungebunden und überparteilich. Wir knüpfen Kontakte zu VertreterInnen von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Unser erstes Anliegen ist es, Fördermittel und Spenden zur Unterstützung der Tätigkeit der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück einzuwerben.
Was wollen wir? Wir wollen die historisch-politische Bildungsarbeit der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück fördern. Wir wollen deren vielfältige Projekte unterstützen, zum Beispiel
Zeitzeugeninterviews mit Überlebenden des ehemaligen Konzentrationslagers Ravensbrück,
das Gedenkbuch für die Toten des ehemaligen Konzentrationslagers Ravensbrück,
die Erforschung der Geschichte des Frauenkonzentrationslagers,
die Pflege und den Ausbau der Sammlungen, die Fortsetzung der Porträtsammlung und der Restaurierungen.
Wir wollen die Internationale Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück unterstützen.
Wir wollen Treffen auf nationaler wie internationaler Ebene fördern sowie mithelfen bei der Begegnung der verschiedenen Generationen.
Mitgliedsbeitrag| Um allen Interessierten die Mitgliedschaft und die aktive Mitarbeit im IFK zu ermöglichen, haben wir ein gestaffeltes System jährlicher Mitgliedsbeiträge:
Einzelmitglieder: 50 Euro
RentnerInnen: 25 Euro
Institutionen: 100 Euro
SchülerInnen / Studierende: 5 Euro
Vorstand:
Dr. Peter Plieninger, (Vorsitzender) Berlin - plieninger.ifk@ravensbrueck.de
Dr. Gisa Spieler (Schatzmeisterin) Berlin - spieler.ifk@ravensbrueck.de
Johanna Kootz (Schriftführerin), Berlin - kootz.ifk@ravensbrueck.de
Thomas Kraus (Beisitzer), Neustrelitz - kraus.ifk@ravensbrueck.de
Dr. Insa Eschebach, Fürstenberg/Havel (Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück) - info@ravensbrueck.de





Dr. Peter Plieninger, Johanna Kootz, Dr. Gisa Spieler, Thomas Kraus, Dr. Insa Eschebach
Internationaler
Freundeskreis Ravensbrück mit neuem Vorstand
Am
26. Juni 2009 wählte der Internationale Freundeskreis der Mahn- und Gedenkstätte
Ravensbrück e.V. in Berlin auf einer außerordentlichen
Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit den Berliner Diplomchemiker Dr.
Peter Plieninger zu seinem neuen Vorsitzenden. Außerdem wurden Johanna
Kootz (Berlin) als Schriftführerin, Dr. Gisa Spieler (Berlin) als
Schatzmeisterin und Thomas Kraus (Neustrelitz) als Beisitzer jeweils mit
deutlicher Mehrheit neu in den Vorstand gewählt. Zuvor hatten die anwesenden
Vereinsmitglieder ebenfalls mit großer Mehrheit einen Antrag des alten
Vorstandes abgelehnt, wonach die amtierende Leiterin der Gedenkstätte nicht
mehr automatisch dem Vorstand des Vereins angehört hätte.
Der Vereinsvorsitzende Dr. Peter Plieninger, 1947 in Heidelberg geboren, beschäftigte sich schon früh - unter anderem im Rahmen von Lehraufträgen - mit der Rolle der chemischen Industrie im Nationalsozialismus. Nach der Tschernobyl-Katastrophe hat er sich beim Aufbau des Vereins »Aktiv gegen Strahlung e. V.« engagiert und seit 2007 ist er im Vorstand von Kontakte- Kontakty e.V. tätig. Dieser Verein kümmert sich unter anderem um ehemalige Zwangsarbeiter, die als Kriegsgefangene nach Deutschland verschleppt und nicht entschädigt wurden.
Johanna Kootz (Schriftführerin) wurde 1942 geboren. Sie ist Diplom-Bibliothekarin und Diplom-Soziologin. Sie war Assistentin am Institut für Soziologie der FU Berlin bis 1977, seit 1974 Mitglied der Initiative für das erste Frauenhaus in Deutschland und 1977-1980 Mitarbeiterin der wissenschaftlichen Begleitung des 1. Frauenhauses Berlin. Von 1981 bis 2005 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin an der Zentraleinrichtung zur Förderung von Frauen- und Geschlechterforschung an der FU Berlin (ZE).Frau Kootz begann ihre Zusammenarbeit mit der Mahn- und Gedenkstätte 1995 anlässlich des deutsch-israelischen Projekts »Victims and Survivors. Jewish Women Prisoners in Ravensbrück Concentration Camp During and After World War II«, (Univ. Tel Aviv/ FU Berlin). In den folgenden Jahren bot sie am Otto-Suhr-Institut der FU Lehrveranstaltungen und Projektkurse zu Geschlechterbeziehungen im NS und zum Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück an, zu denen auch ehemalige Häftlinge eingeladen wurden. Seit 1997 gehört sie zu der Gruppe, die halbjährlich Arbeitstreffen zur »Forschung zum Frauen - Konzentrationslager Ravensbrück« durchführt. Frau Kootz beteiligt sich seit 2005 an der Planung und Konzeption der Europäischen Sommeruniversität Ravensbrück. Seit mehreren Jahren beschäftigt sie sich intensiv mit der Geschichte der italienischen Häftlinge in Ravensbrück und begleitet italienische BesucherInnen und Schülergruppen während ihres Aufenthalts in der Gedenkstätte. Sie ist Herausgeberin der deutschen Ausgabe des Buches »L’esile filo della memoria« von Lidia Beccaria Rolfi, das unter dem Titel »Zurückkehren als Fremde. Von Ravensbrück nach Italien: 1945-1948« im Metropol Verlag Berlin 2007 erschienen ist. Dieses Vorhaben konnte Frau Kootz mit Geld aus dem »Margherita-von-Brentano-Preis der FU Berlin« finanzieren, der ihr 2005 verliehen wurde.
Dr.
Gisa Spieler (Schatzmeisterin) wurde 1952 in
Potsdam geboren und studierte an der
philosophischen Fakultät der Leningrader Universität (heute Sankt
Petersburg). Während eines sechsjährigem Aufenthalt in Frankreich arbeitete
sie an ihrer Dissertation zur Kommunalpolitik in Frankreich. Nach
der Vereinigung erlangte sie die Zusatzqualifikation zur Betriebswirtin. Sie
arbeitete u.a. als Koordinatorin für Öffentlichkeitsarbeit
im Verein Amcha Deutschland e.V. zur Unterstützung von Holocaustüberlebenden
in Israel. Seit 1996 ist
Frau Spieler Geschäftsführerin der Dr. Hildegard Hansche Stiftung,
die mit dem Stiftungsvermögen einer Ravensbrück-Überlebenden Projekte fördert,
in denen sich Jugendliche mit dem Nationalsozialismus - insbesondere mit dem
ehemaligen Frauen-KZ Ravensbrück - auseinandersetzen und Überlebende
treffen. In dieser Funktion ist sie
verantwortlich für die laufende Verwaltung der Stiftung bis zur Erstellung
des Jahresabschlusses und für die Vorbereitung und Umsetzung der
Entscheidungen des Vorstandes über die Vergabe von Fördermitteln. Zugleich
übernimmt sie organisatorische und inhaltliche Aufgaben zur Vorbereitung
und Durchführung eigener Projekte und Veranstaltungen der Stiftung. So ist
Frau Spieler verantwortlich für die Einladung und Betreuung der Überlebenden
bei dem seit fünf Jahren jährlich von der Dr. Hildegard Hansche Stiftung
gemeinsam mit den Pädagogischen Diensten der Mahn- und Gedenkstätte
Ravensbrück veranstalteten Ravensbrücker Generationenforum.
Thomas
Kraus (Beisitzer), Jahrgang 1962, studierte Tierproduktion an
der Universität Leipzig.
Seit 1989
selbstständig, studierte er Hotelbetriebswirtschaft und ist Mitinhaber des Hotels
Schlossgarten in Neustrelitz.
Er
lebt in der Nähe von Fürstenberg/Ravensbrück und ist selbst Angehöriger
einer Gruppe, die in der NS-Zeit verfolgt wurde.
Nach seiner Wahl erklärte
Peter Plieninger:
»Ich sehe die Schwerpunkte meiner Arbeit darin, die Gedenkstätte Ravensbrück
bei dem jetzt begonnen schwierigen Prozess der Sanierung und Neugestaltung tatkräftig
zu unterstützen. Das gilt besonders für die neue Hauptausstellung, die
Erweiterung des Gedenkstättengeländes und die pädagogische Arbeit,
beispielsweise beim Generationenforum. Wir wollen uns weiterhin um die
Einwerbung von Drittmitteln bemühen, vor allem um Begegnungen mit Überlebenden
zu ermöglichen. Außerdem wollen wir die Ideen und Kompetenzen aus dem Kreis
der Mitgliederschaft für die inhaltliche Arbeit der Gedenkstätte nutzen.« Gedenkstättenleiterin
Dr. Insa Eschbach erklärte dazu: »Ich freue mich auf
die Zusammenarbeit mit meinen neuen Vorstandskollegen und hoffe, dass wir viele
Projekte gemeinsam realisieren können, zum Beispiel im Rahmen des 65.
Jahrestages der Befreiung im nächsten Jahr.«






Ehrenmitglieder des IFK | Der Internationale Freundeskreis Ravensbrück schätzt sich glücklich, dass seit August 2009 die Ravensbrück-Überlebenden [von links nach rechts] Dr. Eva Bäckerova (Slowakei), Batsheva Dagan (Israel), Galina Gisbrecht (Weißrussland), Prof. Peter Havas (Slowakei), Lisl Jäger (Deutschland) und Dr. Margrit Rustow (USA) die ihnen angetragene Ehrenmitgliedschaft angenommen haben.
Aus dem aktuellen Mitgliederrundbrief
Im
Rahmen seiner satzungsgemäßen Aufgaben strebt der IFK-Vorstand an, die
aktuellen und mittelfristigen Vorhaben der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
unterstützend zu begleiten, durch eigene Vorhaben zu ergänzen und dazu zusätzliche
finanzielle Mittel einzuwerben.
Dazu gehören aktuell und mittelfristig:
Die
Unterstützung der Veranstaltungen zum 50.
Jahrestag der Gründung der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück vom 11. –
13. September 2009| Das Programm ist an alle IFK-Mitglieder
verschickt worden. Der IFK trat als Mitveranstalter auf. Mitglieder des
Vereins beteiligten sich mit Beiträgen an der »langen Nacht der Lesungen«
, in deren Rahmen Kurzportraits von ehemaligen Häftlingen vorgestellt wurden,
die sich auf die eine oder andere Art in die öffentliche Erinnerung an das
Frauen KZ eingebracht haben.
Die
Vorbereitung und Durchführung des 65. Jahrestages der Befreiung des
Frauen-KZ Ravensbrück am 18. April 2010| Anlässlich des
Jahrestages werden voraussichtlich 200 Überlebende von der Gedenkstätte /
Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten eingeladen. Der IFK strebt an, die
Betreuung einzelner ausländischer Gäste zu übernehmen. Der Vorstand wird
die Mitglieder noch detailliert ansprechen, wo Unterstützung auch im
Betreuungsbereich hilfreich wäre.
Außerdem möchte der IFK bei dieser wahrscheinlich nicht wiederkehrenden
Gelegenheit die Durchführung von Zeitzeugen-Interviews mit ehemaligen Häftlingen
finanziell und organisatorisch unterstützen. Hierzu ist die technische
Ausstattung so auszubauen, dass mehrere Interviews gleichzeitig stattfinden
können. Dies bedeutet aber auch, dass genügend erfahrene InterviewerInnen
zur Verfügung stehen sollten und fremdsprachige Interviews übersetzt
werden müssen.
Die
Mitarbeit bei der Organisation der jährlichen Benefizveranstaltung | Anfang
Dezember finden seit einigen Jahren Benefizveranstaltungen statt, auf denen
unter anderem neue Veröffentlichungen vorgestellt werden. Der IFK wird sich
an der Vorbereitung beteiligen und verstärkt über Öffentlichkeitsarbeit
und gezielte Einladungen versuchen, den finanziellen Ertrag dieser
Veranstaltung zu erhöhen.
Neugestaltung
der Hauptausstellung, die 2012 abgeschlossen sein soll| In
Abstimmung mit dem für die Konzeption und Durchführung verantwortlichen
Team möchte der Vorstand die Umgestaltung der Hauptausstellung unterstützen.
Dazu könnten z.B. finanzielle Beiträge zum Erwerb von Sammlungsgegenständen
oder deren Einwerbung gehören, aber auch die Bereitstellung von Mitteln für
Übersetzungen von Begleittexten oder fremdsprachigen Zeugnissen Überlebender.
Besonders wichtig findet der Vorstand, dass der multinationalen „Häftlingsgesellschaft“
Rechnung getragen wird und z.B. die Audioguides in möglichst vielen
Sprachen angeboten werden können.
Umsetzung|
Die Realisierung der genannten Ziele wird
nur möglich sein, wenn es gelingt, das Engagement und die Kompetenzen vieler
IFK-Mitglieder aktiver als bisher einzubeziehen und entsprechende Fördergelder
einzuwerben. Dazu wollen wir auch einzelne Mitglieder direkt ansprechen, um
Vorschläge und Projektideen bitten und die Kommunikation unter den Mitgliedern
fördern. Dem soll u.a. auch der Rundbrief des Vorstands dienen. Hilfreich wären
sicher auch Beiträge von oder über Mitglieder im Rundbrief und/oder auf der
IFK-Web-Seite. Um den Zusammenhalt unter den Mitgliedern zu befördern strebt
der Vorstand darüber hinaus Veranstaltungsangebote außerhalb der
Mitgliederversammlung an, wie Besuche anderer Gedenkstätten oder
Organisationen, die gegebenenfalls mit Eigenbeiträgen finanziert werden müssten.
Da
die Überlebenden ehemaligen Häftlinge zunehmend nicht mehr reisefähig sind,
sollten wir auch Besuche an ihren Heimatorten planen. Außerdem möchten wir die
Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen Förderorganisationen/ Freundeskreisen
verstärken. Dies gilt insbesondere für die Dr. Hildegard Hansche-Stiftung
und die Lagergemeinschaft Ravensbrück/ Freundeskreis e.V., dem Förderverein
Fürstenberg – Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück e.V. und dem Förderverein
der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen e.V.
Online-Service des Internationalen Freundeskreis Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück e.V.
Internationaler Freundeskreis (IFK) der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück e.V.
c/o Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück | Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Straße der Nationen
D - 16798 Fürstenberg/ Havel
Tel + 49 (0) 33093 608-28 | Fax + 49 (0) 33093 608-29
ifk@ravensbrueck.de
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