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Die
im Folgenden vorgestellten Bände sind neuere Publikationen zur
Geschichte des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück. Die
Aufzählung erfolgt chronologisch, wobei jüngere Publikationen
zuerst genannt werden.
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Irith
Dublon-Knebel (Hrsg.)
Schnittpunkt des Holocaust:
Jüdische Frauen und Kinder im Konzentrationslager
Ravensbrück
Berlin, Metropol-Verlag,
2009, ISBN 978-3-940938-38-1, 303 Seiten, Preis:
19 Euro
Schriftenreihe
der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten,
Band 28
Tausende von jüdischen Frauen, Mädchen und Kindern
waren im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück und
dessen Außenlagern inhaftiert. Jüdische Häftlinge
befanden sich im Lager, auch nachdem der industrielle
Massenmord in den Osten „exportiert“ wurde und die
Konzentrationslager innerhalb Deutschlands
„judenfrei“ werden sollten.
Der Sammelband umfasst soziohistorische Analysen des
jüdischen Kapitels im Mikrokosmos von Ravensbrück von
der Anfangsphase bis zur Befreiung. Dabei werden Aspekte
des nationalsozialistischen KZ-Systems, die Situation
der Häftlinge, geschlechtsspezifische Aspekte des
Holocaust, zwischenmenschliche Kontakte sowie die
Beziehungen der verschiedenen Gruppen untereinander vor
dem Hintergrund des Gesamtkontextes Konzentrationslager
untersucht. Auch die Nachkriegserfahrungen der
Überlebenden werden berücksichtigt.
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Insa
Eschebach · Regina Mühlhäuser (Hrsg.)
Krieg und Geschlecht
Sexuelle Gewalt im Krieg und Sex-Zwangsarbeit in
NS-Konzentrationslagern
Berlin, Metropol-Verlag, 2008, ISBN
978-3-940938-21-3, 299 Seiten, Preis: 19 Euro
In Kriegs- und Krisengebieten kommt es regelmäßig zu
sexueller Gewalt. Die Täter stammen aus
unterschiedlichen sozialen Gruppen. Die Opfer können
weiblich oder männlich, jung oder alt, arm oder reich
sein.
In den letzten 20 Jahren haben
Menschenrechtsorganisationen, Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler Fälle sexueller Gewalt dokumentiert und
die Bedeutung und Funktion dieser Gewaltform untersucht.
Der vorliegende Band resümiert den aktuellen
Forschungsstand.
Thema ist auch die Geschichte der Bordelle, die die SS während
des Zweiten Weltkriegs in zehn Konzentrationslagern
einrichtete, um die Leistungsbereitschaft männlicher Häftlinge
bei der Zwangsarbeit zu steigern. Die SS rekrutierte die
Frauen für diesen „Arbeitseinsatz im Bordell“ im KZ
Ravensbrück. Der Band fragt nach der besonderen
Funktion und Bedeutung dieser Form sexueller Gewalt.
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Karolin
Steinke
Züge nach Ravensbrück
Transporte mit der Reichsbahn 1939–1945
Begleitband zur Ausstellung in der Mahn- und Gedenkstätte
Ravensbrück
Trains to Ravensbrück
Transports by the Reichsbahn 1939–1945
Berlin,
Metropol-Verlag,
2009, ISBN
978-3-940938-27-5, 144 Seiten, Preis: 19 Euro
Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten,
Band 26
Deutsch und Englisch
Das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück war von den
Diensten der Deutschen Reichsbahn abhängig. Mit gewöhnlichen
Personenwagen, vergitterten Zellenwagen und Güterwagen
ließ die SS mehr als 123 000 Häftlinge aus ganz Europa
in das Lager nördlich von Berlin transportieren. Seit
1939 mussten sie vor aller Augen am Bahnhof Fürstenberg
(Havel) aussteigen. Drei Jahre später erhielt Ravensbrück
einen eigenen Bahnhaltepunkt. Zahllose Waggons mit
Raubgut und Rohstoffen für die Zwangsarbeit kamen
ebenfalls auf dem Schienenweg. Der Katalog gibt den
Inhalt der Ausstellung „Züge nach Ravensbrück“ auf
dem Freigelände der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
wieder. Ein historischer Güterwagen erinnert dort an
ein vergessenes Thema der Lagergeschichte.
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Kathrin
Mess
»... als fiele ein Sonnenschein in meine einsame Zelle«
Das Tagebuch der Luxemburgerin Yvonne Useldinger
aus dem Frauen-KZ Ravensbrück
Berlin,
Metropol-Verlag,
2008, ISBN
978-3-940938-01-5, 327 Seiten, Preis: 24 Euro
Am
3. Dezember 1944, etwa 18 Monate nach ihrer Ankunft im
Frauen-KZ Ravensbrück, beginnt die damals 23-jährige
Luxemburgerin Yvonne Useldinger ein Tagebuch zu
schreiben. Wegen ihres aktiven Widerstands gegen die
nationalsozialistische Besetzung ihres Landes war sie im
Jahr 1942 von der Geheimen Staatspolizei verhaftet und
in das Landgerichtsgefängnis Trier gebracht worden.
Dort, in einem dem Gefängnis unterstehenden Kloster,
kam ihre Tochter Fernande zur Welt.
Am 30. Juni 1943 wurde Yvonne Useldinger in das
Frauen-KZ Ravensbrück überstellt, wo sie für den Rüstungskonzern
Siemens & Halske arbeiten musste.
Die Schwierigkeit, im KZ ein Tagebuch zu führen und
dabei eine dem Grauen entsprechende Sprache zu finden,
ist Yvonne Useldinger bewusst: Ungeheuerliches soll
beschrieben, Unfassbares überliefert werden. Es
entsteht ein authentisches, erschütterndes Zeugnis über
die letzten Monate im Konzentrationslager.
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Silvija
Kavcic
Überleben und Erinnern -
Sloweninnen im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück
Berlin,
Metropol-Verlag,
2007
ISBN
978-3-938690-15-4, ca. 280 Seiten, Preis: 19 Euro
Die
Studie nimmt erstmals die Verfolgungswege slowenischer
Frauen während des Nationalsozialismus in den Blick.
Sie rekonstruiert die individuellen Schicksale der
Deportierten, aber auch die Bemühungen, als Kollektiv
im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück zu überleben.
Über 30 Interviews mit zurückgekehrten Frauen bilden
die Basis der Untersuchung.
Gefragt wird aber auch nach den Erinnerungsmustern. Wie
erzählen die Frauen von ihrer Verfolgung und wie
reagierte die slowenische Gesellschaft auf ihre
Erinnerungen? Während das neu gegründete
sozialistische Jugoslawien das Bild des heldenhaften
Partisanen kultivierte, führten Verdächtigungen und
staatliche Reglementierungen bei den Frauen zu einer
Anpassung der Erinnerungen.
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Lidia
Beccaria Rolfi
Zurückkehren als Fremde
Von
Ravensbrück nach Italien :1945 –1948
Keine Befreiung von der Erinnerung
Berlin, Metropol-Verlag,
2007
Herausgegeben
von Johanna Kootz. Aus dem Italienischen von Martina
Kempter
ISBN
978-3-938690-67-3, ca. 180 Seiten, Preis: 16 Euro
Lidia
Beccaria Rolfi 1925 –1996), deportiert wegen
ihrer Beteiligung an
der Resistenza, verlässt mit Tausenden Häftlingen am
27.April 1945
das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück. Eine Monate
dauernde Rückkehr nach Italien beginnt. Zunächst noch
als Gefangene der
Nazis,dann als Displaced Person,erlebt sie die
wiedergewonnene Freiheit
in den Sammellagern der Alliierten. Nüchtern
und aus erzwungener Distanz beurteilt sie die Reaktionen
ihrer
Mitbürger auf die heimkehrenden KZ-Häftlinge. Eine
selbstbewusste und politisch engagierte Frau schildert
die Konfrontation mit den
Zumutungen und Bewältigungsstrategien der italienischen
Nachkriegsgesellschaft,in der sie eine Fremde ist und
als unbequeme Zeugin behandelt wird. Als
Lehrerin,Autorin und kritische Zeitgenossin versucht
sie,die Erfahrungen der Deportation und Lagerhaft vor
dem Vergessen,aber
auch vor verfälschenden Umdeutungen zu bewahren.
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Insa
Eschebach (Hrsg. / ed.)
Ravensbrück. Der Zellenbau
Geschichte
und Gedenken
Begleitband
zur Ausstellung
Ravensbrück.
The Cell Building
History
and Commemoration
Essays
accompanying the exhibition
Berlin,
Metropol-Verlag,
2007 | Zum
Flyer als PDF-Datei...
Schriftenreihe
der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 18
ISBN
978-3-938690-59-8, ca. 240 Seiten, Preis: 19 Euro
Der
Band dokumentiert aktuelle Forschungsergebnisse zur
Geschichte
und
Nachgeschichte des Lagergefängnisses im
Frauenkonzentrationslager
Ravensbrück.
In einem Beitrag zur Geschichte
des
Arrestgebäudes von 1939 bis 1945 wird über
unterschiedliche
Häftlingsgruppen
und ihren häufig von Dunkelhaft und Nahrungsentzug
geprägten
Haftalltag berichtet. Darüber hinaus wird die
Geschichte
des
Gebäudes unter bautypologischen Aspekten dargestellt.
Ein
eigener Teil des Bandes ist den nationalen Gedenkräumen
gewidmet,
in
denen sich vielfältige Formen europäischen Gedenkens
manifestieren.
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Annette
Leo
»Das ist so’n zweischneidiges Schwert hier unser
KZ ...« -
Das Frauen-KZ Ravensbrück im Gedächtnis der Fürstenberger
Bürger
Berlin,
Metropol-Verlag,
2007
ISBN
978-3-938690-61-1, ca. 180 Seiten, Preis: 16 Euro
Fürstenberg
ist ein Beispiel. Es steht für viele ostdeutsche Orte,
in denen die Menschen ihre widersprüchlichen
Erfahrungen ähnlich erzählen. Zweifellos hat die
unmittelbare Nachbarschaft zum Frauenkonzentrationslager
und später zur sowjetischen Garnison auf dem Gelände
die Situation dramatisch zugespitzt. Wie in einem
Mikrokosmos drängen sich hier die Brüche und Kontinuitäten
in der Erinnerungslandschaft des vergangenen gewalttätigen
Jahrhunderts zusammen.
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Wolfgang
Benz / Barbara Distel (Hrsg.)
Ort
des Terrors 4 - Geschichte
der nationalsozialistischen Konzentrationslager |
Flossenbürg | Mauthausen | Ravensbrück
München,
C.H. Beck Verlag 2006
ISBN-10: 3-406-52964-X, ISBN-13: 9783406529641, EUR 59,90
Mit
einem Beitrag von Annette Leo über das
Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück und Beiträgen
weiterer AutorInnen zu den Außenlagern.
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Simone
Erpel (Hrsg.)
Im
Gefolge der SS: Aufseherinnen des Begleitband zur
Ausstellung
Berlin,
Metropol-Verlag,
2007
Das
Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück diente zwischen
1942 und 1944 als zentrales Ausbildungslager für
weibliches KZ-Personal. Über 3500 SS-Aufseherinnen
hielten in ihren zumeist niederen Rängen das
Lagersystem am Laufen. Sie nahmen Verbrechen billigend
in Kauf oder waren selbst daran beteiligt. Wer waren
diese Frauen und wie wurde ihre Beteiligung an den
KZ-Verbrechen nach 1945 juristisch geahndet? Wie gingen
überlebende Häftlinge mit den Erinnerungen an ihre
Peinigerinnen um? Auf welche Weise wurde weibliche Täterschaft
im öffentlichen Gedächtnis, aber auch im Familiengedächtnis
und in der Nachbarschaft des ehemaligen Frauen-KZ
tradiert? Die in dem Begleitband zur Ausstellung
versammelten Beiträge gehen diesen Fragen nach. Zum
Bestellzettel... | Zum
Infoflyer...
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Sabine
Kittel
Placed
for the Displaced. Biographische Bewältigungsmuster
von weiblichen jüdischen Konzentrationslager-Überlebenden
in den USA.
Hildesheim, Georg
Olms Verlag, 2006
Das
Thema dieses Buches ist das Überleben der Haft im
Konzentrationslagerund das Weiterleben mit den
traumatischen Erfahrungen. Es beruht auf
lebensgeschichtlichen Interviews mit jüdischen
Frauen, die im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück
inhaftiert waren. Ursprünglich aus Polen, Ungarn,
Deutschland, den Niederlanden und der Tschechoslowakei
kommend, emigrierten die meisten von ihnen nach dem
Zweiten Weltkrieg als sog. »Displaced Persons« in
die USA; zum Zeitpunkt der Interviews waren sie
zwischen 66 und 87 Jahren alt. Die Erzählungen der
Frauen stellen jeweils ihr gesamtes Leben dar, da sie
sowohl die Zeit im Konzentrationslager als auch das spätere
Leben in den Blick nehmen. Wie hatten es die
Frauengeschafft, nach dem radikalen Verlust ihrer
Identität in die »Normalität« zurückzukehren? Wie
konnten sie einen Alltag aufbauen und Familien gründen?
Fragen wie diese stehen im Zentrum der vorliegenden
Studie, die sozialgeschichtlich angelegt ist. In
welchem Maße das Selbstbild der Befragten mit ihren
Handlungen und Möglichkeiten in Einklang steht, wird
unter Berücksichtigung des individuellen Schicksals,
der Geschlechtszugehörigkeit, der nationalen Herkunft
und sozialstruktureller Faktorenuntersucht. [Mehr
Informationen...]
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Loretta
Walz
Und
dann kommst du dahin an einem schönen Sommertag.
Die Frauen von Ravensbrück.
München,
Antje Kunstmann Verlag, 2005
Ravensbrück
war das größte Frauen-Konzentrationslager der
NS-Geschichte. 1980 hat Loretta Walz begonnen, Überlebende
in Videointerviews zu befragen und sich dabei für das
»ganze Leben« der Frauen interessiert: wie sie
aufgewachsen, wie sie zum Widerstand, ins KZ gekommen
sind, wie sie überleben konnten und ihre Erfahrungen
ihr weiteres Leben beeinflussten. Die Frauen berichten
von grausamer Erniedrigung und unmenschlicher Arbeit,
von medizinischen Experimenten und
Zwangssterilisationen, dem Krankenrevier, in dem noch
1944 Kinder geboren wurden, aber auch von ungebrochener
Solidarität und Tapferkeit, von kluger Sabotage und
heimlicher Hilfsbereitschaft. In den Stimmen der Frauen
aus 15 west- und osteuropäischen Ländern wird die
Geschichte des Konzentrationslagers, von Widerstand und
Verfolgung aus weiblicher Sicht lebendig. Mit ihrer
behutsamen und sehr persönlichen Annäherung bahnt
Loretta Walz zugleich dem Umgang mit Erinnerung neue
Wege.
Außerdem
ist eine DVD mit dem Titel »Die Frauen von Ravensbrück«
erschienen. [Mehr
Informationen...]
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Petra
Fank / Stefan Hördler (Hrsg.)
Der Nationalsozialismus im Spiegel des öffentlichen Gedächtnisses.
Formen der Aufarbeitung und des Gedenkens.
Berlin,
Metropol-Verlag,
2005
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Gedenkbuch
für die Opfer des
Konzentrationslagers Ravensbrück 1939–1945
Herausgegeben von der
Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
Wissenschaftliche Leitung:
Bärbel Schindler-Saefkow
unter Mitarbeit von Monika Schnell
Berlin,
Metropol-Verlag,
2005
60 Jahre nach der Befreiung des
Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück erscheint das
Gedenkbuch mit den Namen von 13 161 Frauen, Männern und
Kindern, die als Häftlinge nach Ravensbrück
verschleppt wurden und dort bei Vernichtungsaktionen
ermordet worden sind oder an Hunger, Kälte, Erschöpfung
und auf Todestransporten starben.
Viele seit der Befreiung unbekannt gebliebene Schicksale
konnten aufgeklärt werden. An dem Projekt Gedenkbuch
Ravensbrück wurde über viele Jahre weltweit
gearbeitet.
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Batsheva
Dagan
Gesegnet sei die Phantasie – verflucht sei sie!
Erinnerungen von »Dort«.
Berlin,
Metropol-Verlag,
2005
Batsheva Dagans Gedichte sind eine Erinnerung an ihre
Erlebnisse als junges Mädchen im Konzentrationslager.
Auch wenn sich Poesie und KZ auszuschließen scheinen,
so haben Verfolgte gerade während der Haft lyrische
Zeugnisse verfasst, weil sie die Schrecken des Erlebten
in dieser besonderen Form ausdrücken wollten.
In einer bildreichen, direkten Sprache, die auch für
Jugendliche verständlich ist, gibt die Autorin im Rückblick
Antworten auf die Frage, was es bedeutete, unter den
Bedingungen von Verfolgung und Konzentrationslager zu
leben. Die Illustrationen von Yaakov Gutermann begleiten
ihre Schilderungen, sodass in der sehr persönlichen
Zwiesprache von Gedicht und Bild zugänglich wird, worin
das Ungeheuerliche des Holocaust bestand.
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Simone
Erpel
Zwischen Vernichtung und Befreiung.
Das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück in der
letzten Kriegsphase.
Berlin,
Metropol-Verlag,
2005
In der letzten Kriegsphase ermordete die SS im
Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück Tausende von
inhaftierten Frauen, während sie andererseits auf
Befehl des Reichsführers SS Heinrich Himmler eine große
Zahl Häftlinge im Frühjahr 1945 freigab. Diese
Widersprüchlichkeit ist der Ausgangspunkt der
vorliegenden Studie, die die Systematik des Auflösungsprozesses
des Frauen-KZ untersucht. Im Zentrum steht die Frage,
wie es dazu kam, dass angesichts der sich deutlich
abzeichnenden Kriegsniederlage die SS Massenverbrechen
verübte und zugleich Häftlinge an das Internationale
und Schwedische Rote Kreuz freigab.
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Constanze
Jaiser / Jacob David Pampuch (Hrsg.)
Europa im Kampf 1939–1944. Internationale Poesie
aus dem Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück.
Berlin,
Metropol-Verlag,
2005
2 Bände im Schuber (Faksimile, Begleitband und Hör-CD
mit Stimmen von Überlebenden)
Mit
dem Nachdruck einer in den Jahren 1943/44 heimlich im
Konzentrationslager Ravensbrück entstandenen Sammlung
von Gedichten und Liedern liegt ein historisches Zeugnis
von einzigartiger Konzeption und Aufmachung vor. Im
Original mit Tusche geschrieben und mit Illustrationen
versehen, enthält es Texte von Frauen aus elf Nationen.
Die von den beiden Tschechinnen Vlasta Kladivová und
Vera Hozáková als Buch angelegte Sammlung "Europa
u boji 1939–1944" bietet die einmalige
Gelegenheit, einen Querschnitt lyrischer Selbstäußerungen
aus einem Konzentrationslager, ausgewählt von den
Betroffenen selbst, vorzustellen.
Auf der Hör-CD werden die Gedichte von Überlebenden in
ihrer Muttersprache vorgetragen. Der Begleitband enthält
Nachdichtungen namhafter Autorinnen. Darüber hinaus
informiert er über die Entstehung von Handschrift und Hör-CD,
über die Dichterinnen und Sprecherinnen und liefert zum
Verständnis jedes Gedichtes wichtige Hintergründe.
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Menachem
Kallus
Als Junge im KZ Ravensbrück.
Berlin,
Metropol-Verlag,
2005
Menachem Kallus erzählt die autobiografische
Geschichte eines aus den Niederlanden verschleppten jüdischen
Jungen, der nach dem Überfall der Wehrmacht auf die
Niederlande seinen Lebensweg durch deutsche
Konzentrationslager antreten muss. Zusammen mit seiner
Mutter wird er in das Frauen-Konzentrationslager
Ravensbrück deportiert. Als Kind lernt er, sich in der
Lagerwelt der Erwachsenen zu behaupten. Er berichtet vom
Alltag in Ravensbrück und Sachsenhausen, von den Sorgen
und der ständigen Todesangst, bis nach der Evakuierung
im Frühjahr 1945 der Tag der Befreiung naht.
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Batsheva
Dagan
»Gesegnet sei die Phantasie – verflucht sei sie!«
Erinnerungen von »Dort«
Metropol,
2005, ISBN 3-936411-71-9, 240 Seiten, Preis: 17 Euro
Batsheva Dagans Gedichte sind eine Erinnerung an ihre
Erlebnisse als junges Mädchen im Konzentrationslager.
Auch wenn sich Poesie und KZ auszuschließen scheinen,
so haben Verfolgte gerade während der Haft lyrische
Zeugnisse verfasst, weil sie die Schrecken des Erlebten
in dieser besonderen Form ausdrücken wollten.
In einer bildreichen, direkten Sprache, die auch für
Jugendliche verständlich ist, gibt die Autorin im Rückblick
Antworten auf die Frage, was es bedeutete, unter den
Bedingungen von Verfolgung und Konzentrationslager zu
leben. Die Illustrationen von Yaakov Gutermann begleiten
ihre Schilderungen, sodass in der sehr persönlichen
Zwiesprache von Gedicht und Bild zugänglich wird, worin
das Ungeheuerliche des Holocaust bestand.
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Insa Eschebach
Öffentliches
Gedenken. Deutsche Erinnerungskulturen seit der Weimarer
Republik.
Frankfurt (Main), Campus,
2005
Mit
den Worten »Ein Land vereint im Gedenken«
kommentierte der NDR die deutschen Reaktionen auf die
Attentate des 11. September 2001. Öffentliches Gedenken
zielt stets auf die Herstellung einer imaginären
Gemeinschaft in Form eines »Wir«. Zugleich sind
die Praktiken des Gedenkens - das Niederlegen von Kränzen,
Schweigeminuten, das Verlesen von Namen der Toten, die
Entnahme von Erde von Orten des Massensterbens -
Ausdruck religiöser und nationaler Traditionen, ob es
sich um Gedenkfeiern an Kriegerdenkmälern oder an Orten
ehemaliger Konzentrationslager handelt, in der DDR, der
BRD oder im wieder vereinten Deutschland. Insa Eschebach
untersucht Praktiken öffentlichen Gedenkens im 20. Jh.
und interpretiert sie als Formen der Sakralisierung wie
der Trivialisierung des gewaltsamen Todes. [Leseprobe]
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Ulrike
Dittrich, Sigrid Jacobeit [Hg.]
KZ-Souvenirs.
Erinnerungsobjekte der Alltagskultur im Gedenken an die
nationalsozialistischen Verbrechen.
Potsdam:
Brandenburgische
Landeszentrale für politische Bildung, 2005
Mit
Beiträgen von [in der Reihenfolge der Platzierung im
Band] Christiane Holm (Andenken, Überbleibsel und
Souvenir. Zur Genese einer modernen Erinnerungsfigur und
ihrer Transformation im Holocaust-Gedenken), Jörg
Skriebeleit (»Gruß aus Flossenbürg«. Tourismus
und KZ-Gedenkstätten), Alexander Prenninger (Symbole
und Rituale der Befreiungsfeiern in der KZ-Gedenkstätte
Mauthausen), Anne Bitterberg (Souvenirs im
Herinneringscentrum Kamp Westerbork? Gründe für eine
Corporate Identity der Holocaust-Gedenkstätte),
Ulrike Dittrich (»Wir wollen mit diesem Angebot
helfen, das antifaschistische Erbe lebendig zu
vermitteln« – Verkaufsmaterialien der Nationalen
Mahn- und Gedenkstätten der DDR), Matthias Heyl (Souvenirs
der Tat – von der geteilten Erinnerung. Elliptische
Annäherung und Distanzierung – Widerstand und
Wiederholungszwang), Nicole Mehring (Das
Bunkermuseum Emden: Koffer, Zigarettendose, Besteck –
Andenken der Alltagskultur und Repräsentationen des
Nationalsozialismus), Agata Siwek und Paul van den
Berkmortel (Original Souvenirs Auschwitz-Birkenau),
Ronald Hirte (Fund – Foto – Kunstwerk –
Soundwalk. Archäologische Momente bei Souvenirs)
Die
Broschüre ist als PDF-Datei auf der Website der
Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung
herunterladbar.
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Rochelle
G. Saidel
The
Jewish Women of Ravensbruck Concentration Camp.
University
of Wisconsin Press, 2004
Verlagstext:
Ravensbrück
was the only major Nazi concentration camp for women.
Located about fifty miles north of Berlin, the camp was
the site of murder by slave labor, torture, starvation,
shooting, lethal injection, "medical"
experimentation, and gassing.
Between 1939 and 1945, 132,000 women from twenty-three
countries were imprisoned in Ravensbrück, including
political prisoners, Jehovah's Witnesses, "asocials"
(including Gypsies, prostitutes, and lesbians),
criminals, and Jewish women (who made up about 20
percent of the population). Only 15,000 survived.
Drawing upon more than sixty narratives and interviews
of survivors in the United States, Israel, and Europe as
well as unpublished testimonies, documents, and
photographs from private archives, Rochelle Saidel
provides a vivid collective and individual portrait of
Ravensbrück's Jewish women prisoners. Their memoirs
provide new perspectives and information about satellite
camps (there were about 70 slave labor sub-camps). Here
is the story of real daily camp life with the women's
thoughts about food, friendships, fear of rape and
sexual abuse, hygiene issues, punishment, work, and
resistance. Saidel includes accounts of the women's
treatment, their daily struggles to survive, their hopes
and fears, their friendships, their survival strategies,
and the aftermath.
On April 30, 1945, the Soviet Army liberated Ravensbrück.
They found only 3,000 extremely ill women in the camp,
because the Nazis had sent other remaining women on a
death march. This book reclaims the lost voices of the
victims and restores the personal accounts of the
survivors.
"Thanks
to Rochelle Saidel's sensitive interviews and meticulous
research, together with the many previously unpublished
photographs and haunting drawings by the inmates, this
book will increase public recognition of Ravensbrück's
victims and survivors." —Eetta Prince-Gibson,
The Jerusalem Post
"This book is the outcome of over twenty years of
indefatigable research in archives and libraries, and of
interviews in several countries with survivors of
Ravensbrück. Saidel presents their deeply moving
stories against a carefully constructed context of the
camp's history....This book is clearly a labor of deep
commitment and love." —Ruth Schwertfeger, author
of Women of Theresienstadt and The Wee Wild
One
"The histories of these Jewish survivors are very
moving. Readers interested in visual historical
materials will appreciate the wide range of photographs
and illustrations depicting life in this camp." —Nechama
Tec, author of Resilience and Courage: Women, Men,
and the Holocaust
Rochelle
Saidel is senior
researcher at the Center for the Study of Women and
Gender at the University of São Paulo as well as
founder and executive director of the Remember the Women
Institute. She is author of Never Too Late to
Remember: The Politics behind New York City's Holocaust
Museum and The Outraged Conscience: Seekers of
Justice for Nazi War Criminals in America. She is
curator of the exhibit Women of Ravensbrück:
Portraits of Courage for the Florida Holocaust
Museum in St. Petersburg.
For more information about this book, see Rochelle
Saidel's Web site at:
www.rememberwomen.org
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Helga
Amesberger / Katrin Auer / Brigitte Halbmayr
Sexualisierte
Gewalt.
Weibliche Erfahrungen in NS-Konzentrationslagern.
Sexualisierte Gewalt im Zusammenhang mit
nationalsozialistischer Verfolgung ist ein
Themenbereich, welchem bislang nur geringes öffentliches
und wissenschaftliches Interesse entgegengebracht wurde.
In diesem Buch werden auf der Grundlage
lebensgeschichtlicher Erinnerungen von Frauen die
verschiedenen Formen sexualisierter Gewalt während der
Verfolgung diskutiert. Neben Sexzwangsarbeit in KZ- und
SS-Bordellen, sexueller Ausbeutung, Vergewaltigung und
Folter sowie Zwangsabtreibungen und -sterilisationen
umfassen diese Gewalterfahrungen auch demütigende
Untersuchungsmethoden, erzwungenes Nacktsein und das
Fehlen jeglicher Intimsphäre. Frauenspezifische Aspekte
wie Schwangerschaft und Menstruation im KZ werden ebenso
behandelt wie mögliche Folgewirkungen dieser
Gewalterfahrungen auf das Leben der Frauen nach 1945.
Ebenfalls wird thematisiert, wie Frauen über
sexualisierte Gewalt reden können.
Mandelbaum
Verlag 2004, ISBN 3-85476-II8-X, Hardcover, 359 Seiten
24,90 EUR, zu beziehen im Buchhandel
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Bernhard
Strebel
Das
KZ Ravensbrück. Geschichte
eines Lagerkomplexes.
Mit einem Geleitwort
von Germaine Tillon.
Paderborn,
Schöningh, 2003
Verlagstext:
Das Frauen-KZ - vor allem unter diesem Begriff
ist das Konzentrationslager Ravensbrück bis heute in
bedrückender Erinnerung geblieben. Besonders die
eindringlichen Bücher der heute 96-jährigen französischen
Ethnologin und Widerstandskämpferin Germaine Tillion
haben die Schrecken dieser Jahre nachfühlbar gemacht;
sie, die Ravensbrück überlebte und deren Mutter dort
ermordet wurde, hat das Vorwort zu diesem Buch
geschrieben. Bernhard Strebel nimmt erstmals den
gesamten Lagerkomplex Ravensbrück in den Blick. Sein
Buch ist die erste deutschsprachige Gesamtdarstellung zu
einem der vor Kriegsbeginn eingerichteten
Konzentrationslager. Ravensbrück war zum einen das
zentrale Frauenlager des KZ-Systems (und das größte im
Reichsgebiet), es entwickelte sich jedoch ab Frühjahr
1941 zunehmend zu einem regelrechten Lagerkomplex, der
u.a. ein Männer- und ein Jugendlager sowie 20
Fertigungshallen von Siemens & Halske und das zugehörige
Siemenslager umfasste. Auf breiter Grundlage
(Lagerdokumente, Justizunterlagen, Häftlingsberichte)
forscht die Untersuchung nach den Tätern und Täterinnen,
nach Herkunft und Zusammensetzung der Häftlinge, nach
den Existenzbedingungen im Lagerkomplex, nach der
Zwangsarbeit in SS-Betrieben und der Rüstungsindustrie
und nach den vielgestaltigen Gesichtern von Terror und
Mord.
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Linde
Apel
Jüdische Frauen im Konzentrationslager Ravensbrück
1939–1945
Berlin, Metropol-Verlag, 2003
ISBN 3-936411-03-4, 422 Seiten, Preis: 21 Euro
Sie
sind bisher von der Forschung weitgehend unbeachtet
geblieben: jüdische Frauen, die in den Jahren 1939 bis
1945 im Konzentrationslager Ravensbrück inhaftiert waren.
Linde Apel fragt nach ihren Haftbedingungen, dem System
der Zwangsarbeit und den Formen ihres gewaltsamen
Sterbens.
Die Untersuchung, die auf neu erhobenen ebenso wie auf
vorliegenden und erstmals ausgewerteten mündlichen und
schriftlichen Selbstzeugnissen jüdischer und nichtjüdischer
Frauen sowie auf Gestapo-Akten und KZ-Dokumenten basiert,
leistet einen Beitrag zur Konzentrationslagerforschung und
zur Geschichte des Holocaust.
Linde Apel, geb. 1963, studierte Politische Wissenschaften
an der Freien Universität Berlin. Sie leitet derzeit die
"Werkstatt der Erinnerung" in der
Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg.
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Gabriele
Knapp
Frauenstimmen.
Musikerinnen erinnern an Ravensbrück.
Berlin,
Metropol-Verlag,
2003
Verlagstext: Für viele Frauen, die
zwischen 1939 und 1945 im Konzentrationslager Ravensbrück
inhaftiert waren, stellte Musik eine unentbehrliche Überlebenshilfe
dar. »Frauenstimmen« lässt sieben von ihnen in ausführlichen
Lebensbildern zu Wort kommen. Weitere einhundertvierzig
Kurzbiografien von professionellen und Laienmusikerinnen
aus zahlreichen europäischen Ländern geben einen
umfassenden Eindruck von den musikalischen Aktivitäten
der Häftlingsfrauen, darüber hinaus aber auch von den
verzweifelten Überlebenskämpfen unter den Gewaltverhältnissen
des Konzentrationslagers.
Für
diese Forschungsarbeit wurde die Autorin am 11. Februar
2005 mit dem erstmals vergebenen
Hosenfeld-Szpilman-Preis ausgezeichnet. [rbb-online
| stern-online
| Universität
Lüneburg]
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Jack
G. Morrison
Ravensbrück.
Das Leben in einem Konzentrationslager für Frauen
1939-1945.
Die lang erwartete grundlegende Darstellung des
Konzentrationslagers für Frauen in Ravensbrück.
Zürich,
Pendo,
2002
Verlagstext:
Das Stammlager Ravensbrück war das einzige KZ ausschließlich
für Frauen. Morrison zeichnet ein umfassendes Bild vom
täglichen Leben in diesem Frauenlager. Er analysiert
die verschiedenen Häftlingsgruppen und deren soziale
Dynamik, die Lebensbedingungen zwischen Zwangsarbeit und
drohender Deportation. Der Autor beschreibt alle Aspekte
des Lebens im Schatten des drohenden Todes: Hunger,
Schmutz, Krankheiten, Strafen, aber auch die Beziehungen
der Gefangenen untereinander und die verschiedenen
kulturellen Aktivitäten, die die Frauen aller Pein zum
Trotz entfalteten, und schließlich die Befreiung durch
die Rote Armee. Eine sehr lesbare Darstellung mit
eindrucksvollen Zeichnungen von Häftlingen, die
zahlreiche Berichte Überlebender einbezieht.
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Helga
Amesberger / Brigitte Halbmayr
Vom
Leben und Überleben. Wege nach Ravensbrück.
Das Frauenkonzentrationslager in der Erinnerung.
Das "Frauenkonzentrationslager Ravensbrück"
war eine der schrecklichen Stätten des Grauens während
der nationalsozialistischen Herrschaft. 80 km nördlich
von Berlin gelegen, wurden dorthin 130.000 Frauen aus
zahlreichen Ländern Europas deportiert, in seinen
Mauern gequält, gedemütigt ausgebeutet und viele von
ihnen ermordet. Die vorliegenden zwei Bände behandeln
das Schicksal der gefangenen Österreicherinnen.
Band
1: Dokumentation und Analyse
ISBN 3-85371-175-8, 264 Seiten, Promedia Verlag 2001
Im
Mittelpunkt des ersten Bandes steht eine vergleichende
Analyse der Unterschiede in der Sozialisation, in der
Verfolgungsgeschichte und in den persönlichen
"Verarbeitungsstrategien" - jeweils
eingebettet in den historischen gesellschaftspolitischen
und sozioökonomischen Kontext.
Band
2: Lebensgeschichten
ISBN 3-85371-176-6, 272 Seiten, br., Promedia Verlag
2001
Für
die Überlebenden, die einen Teil ihrer Jugend im
Konzentrationslager verbringen mussten, ist
"Ravensbrück" auch nach einem halben
Jahrhundert der Befreiung noch erschreckend gegenwärtig.
Die Erinnerungen daran lassen sich nicht auslöschen. Im
vorliegenden zweiten Band erzählen 42 Antifaschistinnen
ihr Leben. Der nationalsozialistische Terror spielt
darin eine zentrale Rolle, dennoch haben die Frauen auch
eine Geschichte davor und danach, deren persönliche und
gesellschaftliche Aufarbeitung dazu beiträgt, die
Verfolgungserfahrungen und den gelebten Widerstand vor
dem Vergessen zu bewahren. |


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Christa
Schikorra
Kontinuitäten
der Ausgrenzung.
»Asoziale« Häftlinge im
Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück.
Berlin,
Metropol-Verlag,
2001
Verlagstext:
Zu den »Asozialen« zählten während des
Nationalsozialismus Frauen, Männer und auch ganze
Familien, die als Randexistenzen unangepasst lebten und
dem Konzept des »reinen Volkskörpers« innerhalb der
»Volksgemeinschaft« entgegenstanden. Das Stereotyp
"asozial" findet sich in unterschiedlichen
Stationen und Kontexten der Ausgrenzung und Verfolgung
wieder: in den Begründungen zur Einweisung in ein kz
durch die Kriminalpolizei ebenso wie in Beurteilungen
der Insassinnen von Fürsorgeeinrichtungen und Arbeitshäusern,
schließlich im Konzentrationslager durch die von der SS
bestimmten Maßnahmen gegenüber dieser Häftlingsgruppe.
Für einige »asoziale« Häftlinge stand die
Deportation in ein Vernichtungslager am Ende der
Ausgrenzung.
Christa Schikorra untersucht zunächst die
Voraussetzungen und Mechanismen der Verfolgung von »asozialen«
Frauen und beschreibt anschließend deren Situation im
Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück.
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Constanze
Jaiser
Poetische
Zeugnisse.
Gedichte aus dem Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück
1939-1945.
(Edition »Ergebnisse der Frauenfoschung an der
Freien Universität Berlin«, Bd. 55)
Stuttgart
und Weimar, Metzler, 2000
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Stiftung
Brandenburgische Gedenkstätten [Hg.]
55.
Jahrestag der Befreiung der Häftlinge
aus den Konzentrationslagern Sachsenhausen, Ravensbrück
und aus dem Zuchthaus Brandenburg,
14. bis 16. April, 27. April 2000. Eine Dokumentation.
Oranienburg,
Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten 2000
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Margarete
Buber-Neumann
Plädoyer
für Freiheit und Menschlichkeit.
Vorträge aus 35 Jahren.
Hg.
v. Janine Platten und Judith Buber-Agassi
Berlin,
Edition Hentrich, 2000
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Insa
Eschebach, Sigrid Jacobeit, Susanne Lanwerd (Hg.)
Die
Sprache des Gedenkens.
Zur Geschichte der Gedenkstätte Ravensbrück 1945 –
1995.
(Schriftenreihe
der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Bd. 11)
Berlin,
Edition Hentrich, 1999
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Grit
Philipp, Monika Schnell:
Kalendarium
der Ereignisse im Frauen-Konzentrationslager
Ravensbrück 1939 - 1945.
Berlin,
Metropol, 1999
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Stadt
Fürstenberg/Havel (Hg.)
Dokumentation
Internationaler Landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb
»Ehemaliges
Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück«.
Fürstenberg,
Selbstverlag, 1999
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Lagergemeinschaft
Ravensbrück / Freundeskreis e.V. (Hg.)
Mit
den Augen der Überlebenden.
Ein Rundgang durch die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück.
Redaktion:
Ursula Krause-Schmitt, Christine Krause
Essen
/ Ludwigsburg, Selbstverlag, 1999
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Vorankündigung
| Stefan Hördler
· Sigrid Jacobeit (Hrsg.)
Die Lichtenburg. Ein deutsches Konzentrationslager
Berlin, Metropol-Verlag, 2009, ISBN
978-3-938690-75-8, ca. 300 Seiten
Preis: 22 Euro
Die
Lichtenburg in Prettin an der Elbe nahm eine Schlüsselposition
im System der NS-Konzentrationslager ein. In dem
Renaissanceschloss wurde eines der ersten Außenlager
des KZ Sachsenhausen eingerichtet. Die Doppelrolle als
monolateral geführtes Männer- und
Frauenkonzentrationslager ist einmalig in der Geschichte
der KZ. Das Frauenlager war zudem das erste seiner Art
und diente 1937 bis 1939 als zentrales Schutzhaftlager für
das Deutsche Reich.
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