Ausstellungen


»Das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück - Geschichte und Erinnerung« | Am 21. April 2013 eröffnete die Gedenkstätte im Beisein von Überlebenden, Vertreter_innen von Überlebendenverbänden und Freundeskreisen, Repräsentant_inn_en des öffentlichen Lebens und von vielen anderen Interessierten die neue Dauerausstellung zur Geschichte und Nachgeschichte des Konzentrationslagers Ravensbrück. Sie gibt in dem Gebäude der sanierten einstigen »Kommandantur« auf zwei Stockwerken erstmals einen umfassenderen Einblick in die Geschichte des Lagerkomplexes Ravensbrück mit dem Frauen-Konzentrationslager, dem Männerlager, dem »Jugendschutzlager Uckermark«, dem »Siemens-Lager« und den zahlreichen Außenlagern. Die Texte zählen in deutscher wie englischer Sprache jeweils etwa drei Millionen Zeichen. Mit einem digitalen Lagermodell wird die Entwicklung des Lagerkomplexes veranschaulicht. Mit medialer Unterstützung kommen 54 Überlebende zu Wort, 152 weitere Biografien ehemaliger Häftlinge sind zu finden. Zusätzlich zu den 13 einführenden Haupttexten erlauben 35 Thementexte, 160 Abschnittstexte, 80 Klappbücher, 17 Videostationen und 22 Hörstationen eine vertiefende Auseinandersetzung mit der Geschichte des Ortes. Etwa eintausend Fotos und Dokumente und etwa 500 Exponate werden zum Teil erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Ergänzt wird die nun zentrale Ausstellung durch die anderen Dauerausstellungen: »Im Gefolge der SS - Aufseherinnen des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück«, »Das Führerhaus: Alltag und Verbrechen der Ravensbrücker SS-Offiziere«, »Ravensbrück: der Zellenbau« und die Ländergedenkräume.

 Ab 9.30 Uhr bis zur Schließung der Gedenkstätte zeigen wir außerdem stündlich in dem Veranstaltungsraum in den Garagen den 30minütigen Film »Erinnern an Ravensbrück« der Filmemacherin Loretta Walz in deutscher, englischer und französischer Fassung. Die Anfangszeiten erfahren Sie vor Ort im Besucherzentrum der Gedenkstätte. Wenn der Veranstaltungsraum für andere Zwecke benötigt wird, kann die Möglichkeit, den Film zu sehen, eingeschränkt sein. Wir bitten Sie dafür um Ihr Verständnis. Gruppenanmeldungen sind weiter unter paedagogik@ravensbrueck.de, telefonisch unter 033093 603-85 oder online möglich.

Außerdem zeigt die Gedenkstätte immer wieder temporäre Sonderausstellungen... und Wanderausstellungen...

 

seit 2013 | »Das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück - Geschichte und Erinnerung«

Am 21. April 2013 eröffnete die Gedenkstätte im Beisein von Überlebenden, Vertreter_innen von Überlebendenverbänden und Freundeskreisen, Repräsentant_inn_en des öffentlichen Lebens und von vielen anderen Interessierten die neue Dauerausstellung zur Geschichte und Nachgeschichte des Konzentrationslagers Ravensbrück. Sie gibt in dem Gebäude der sanierten einstigen »Kommandantur« auf zwei Stockwerken erstmals einen umfassenderen Einblick in die Geschichte des Lagerkomplexes Ravensbrück mit dem Frauen-Konzentrationslager, dem Männerlager, dem »Jugendschutzlager Uckermark«, dem »Siemens-Lager« und den zahlreichen Außenlagern. Die Texte zählen in deutscher wie englischer Sprache jeweils etwa drei Millionen Zeichen. Mit einem digitalen Lagermodell wird die Entwicklung des Lagerkomplexes veranschaulicht. Mit medialer Unterstützung kommen 54 Überlebende zu Wort, 152 weitere Biografien ehemaliger Häftlinge sind zu finden. Zusätzlich zu den 13 einführenden Haupttexten erlauben 35 Thementexte, 160 Abschnittstexte, 80 Klappbücher, 17 Videostationen und 22 Hörstationen eine vertiefende Auseinandersetzung mit der Geschichte des Ortes. Etwa eintausend Fotos und Dokumente und etwa 500 Exponate werden zum Teil erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

 

2013-16 | »Biografien«

2011-2016| »Ravensbrück: Biografien - Themen - Kalendertage« 

Von Mai 2011 bis zur Eröffnung der neuen Hauptausstellung im Jahre 2013 war die ehemalige »Kommandantur« des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück geschlossen. Die dort bisher gezeigten Ausstellungen wurden geschlossen, an ihre Stelle trat die Ausstellungsinstallation »Ravensbrück: Biografien - Themen - Kalendertage«, die im Besucherzentrum der Gedenkstätte gezeigt wurde. In dieser Ausstellung wurden die Lebensgeschichten von 26 ehemaligen Ravensbrücker Häftlingen vorgestellt. In Lesemappen wurden die Themen Aufbau und Topographie des Konzentrationslagers, Zwangsarbeit, Schwangerschaft, Geburten und Kinder im Konzentrationslager Ravensbrück, das Krankenrevier und die medizinischen Experimente an Häftlingen, die Befreiung des Lagers sowie die spätere Gedenkstättengeschichte angesprochen.  In einer künstlerischen Installation wurden Daten und Ereignisse aus der Chronologie der Lagergeschichte von Mai 1939 bis April 1945 projiziert.   

 

seit 1984 / 2006 | Ländergedenkräume | »Ravensbrück. Der Zellenbau«  

Bereits in den achtziger Jahren sind im ehemaligen Zellenbau von den im Krieg durch Deutschland okkupierten Ländern Europas 17 Ländergedenkräume gestaltet worden. Die sehr unterschiedlichen Räume wurden später teilweise umgestaltet. Ferner erinnern Gedenkräume an die verfolgten und ermordeten Jüdinnen sowie Sinti und Roma an die Angehörigen der Opfer des 20. Juli 1944. Eine historische Würdigung des Gebäudes nimmt die 2006 eröffnete Ausstellung »Ravensbrück. Der Zellenbau« vor. Zur Ausstellung liegt ein wissenschaftlicher Begleitband vor. Der Zellenbau ist seit 15. März 2017 für längere Zeit geschlossen. Mit der aktuellen Baumaßnahme werden die Außenhülle und das stark feuchtegeschädigten Untergeschoss saniert und die historische Erschließung wiederhergestellt. Außerdem wird das Gebäude barrierefrei erschlossen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

 

Zwangsarbeit im Frauen-KZ Ravensbrück - 
Textilfertigung für die SS-Wirtschaft

Die Werkausstellung Zwangsarbeit im Frauen-KZ Ravensbrück - Textilfertigung für die SS-Wirtschaft zeigt auf dem ehemaligen Industriehof des Konzentrationslagers Ravensbrück die jüngsten Forschungsergebnisse zur Zwangsarbeit für den SS eigenen Wirtschaftsbetrieb »Gesellschaft für Textil- und Lederverwertung mbH« (Texled).

seit 2004 | »Im Gefolge der SS« - Aufseherinnen im Frauen-KZ Ravensbrück

Im Oktober 2004 wurde die Ausstellung »Im Gefolge der SS« - Aufseherinnen im Frauen-KZ Ravensbrück als neue Dauerausstellung eröffnet. Die Ausstellung wird in einem der insgesamt acht ehemaligen Unterkunftshäuser des weiblichen Bewachungspersonals gezeigt. Sie ist Teil des längerfristigen Ausstellungskonzeptes im Rahmen der Zielplanung. Mit dieser Ausstellung widmet sich die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück erstmals dem zunehmenden Interesse der Öffentlichkeit, insbesondere der jüngeren Generationen, an dem Thema des Bewachungspersonals und deren Verbrechen. Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Stellung der SS-Aufseherinnen in der Konzentrationslager-SS, ihrer Rekrutierung und Ausbildung, ihren Dienstbereichen, individuellen Handlungsspielräumen, Karrieren und Verbrechen. Themen sind u.a. die juristische Aufarbeitung in den vier Besatzungszonen, der Bundesrepublik und der DDR, die Integration der ehemaligen Aufseherinnen in die beiden deutschen Nachkriegsgesellschaften, die Rezeptionsgeschichte und die Aufarbeitung bzw. Verdrängung in den Familien ehemaliger SS-Aufseherinnen. Zur Ausstellung liegt ein wissenschaftlicher Begleitband vor. Die Ausstellung ist zur Zeit aus technischen Gründen geschlossen.

seit 2010 | Das »Führerhaus«: Alltag und Verbrechen der Ravensbrücker SS-Offiziere | The Officer's House: Everyday Life and Crimes at Ravensbrück

»Führerhäuser« nannte die SS die vier Villen für SS-Offiziere und ihre Familien in unmittelbarer Nähe des KZ Ravensbrück. Im ehemaligen Wohnhaus des Lagerkommandanten ist nun eine Ausstellung über die SS-Führer zu sehen. Gemeinsam bestimmten sie den Haftalltag von mehr als 140. 000 Frauen, Männern und Kindern und verantworteten den Tod zehntausender Gefangener, die infolge der Haftbedingungen oder bei gezielten Mordaktionen starben. Thema der Ausstellung sind ihr Handeln und ihre Motive, aber auch Umfeld und Alltag dieser Tätergruppe. In dem 1939 errichteten Gebäude sind noch immer Spuren vom Leben der SS-Führer sichtbar. Der Bau wurde denkmalgerecht konserviert, so dass Ausstellungsbesucher die verschiedenen Schichten seiner Nutzung und Nachnutzung selbst erkunden können.

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1994-2011 | »Ravensbrückerinnen«

Im »Kommandantur«-Gebäude zeigte die Ausstellung »Ravensbrückerinnen« exemplarisch 27 Biographien ehemaliger Häftlinge. Die Frauen aus verschiedenen europäischen Ländern wurden von der SS mit unterschiedlichen Haftgründen stigmatisiert. Zur Ausstellung erschien ein Begleitband.

Ausstellung "Ravensbrückerinnen"

1994-2011 | »Ravensbrück. Topographie und Geschichte des Frauen-KZ«

In der ehemaligen SS-»Kommandantur« bot die Ausstellung »Ravensbrück. Topographie und Geschichte des Frauen-KZ« erste Informationen zur Entstehungsgeschichte des KZ.

Ravensbrück. Topographie und Geschichte des Frauen-KZ

1999-2009 | Die Sprache des Gedenkens. 
Zur Geschichte der Gedenkstätte Ravensbrück 1945-1995

Mit der Sonderausstellung Die Sprache des Gedenkens. Zur Geschichte der Gedenkstätte Ravensbrück 1945-1995 befragte die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück seit 1999 auf ca. 270 qm Ausstellungsfläche in den ehemaligen SS-Garagen Sprache und Formen des Gedenkens zur Zeit der Sowjetischen Besatzungszone, der Deutschen Demokratischen Republik und schließlich der Bundesrepublik Deutschland. Die Ausstellung thematisierte die Sprache des Gedenkens - die verbal gefassten Botschaften ebenso wie die nicht-verbalen Gesten und Handlungen - und fragte nach den Traditionslinien, Kontinuitäten und Brüchen in der Praxis des Gedenkens. Darüber hinaus ging es aber auch um den Umgang mit dem KZ-Gelände nach 1945, um die sowjetischen Nachbarn der Gedenkstätte und nicht zuletzt um die »Mitwirkung« des Ministeriums für Staatssicherheit bei den Gedenkfeiern. Die Ausstellung ist wegen umfangreicher Umbauarbeiten im Garagentrakt seit 2009 nicht mehr zu sehen. Die künftige neue Hauptausstellung wird sich ihrem Thema in einem Teil widmen. Immer noch erhältlich ist der gleichnamige Sammelband, der in der Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten erschienen ist.