Aktuelles
In eigener Sache | Derzeit ist in der Gedenkstätte konzeptionell und baulich viel in Bewegung. Das ehemalige »Kommandanturgebäude« soll zukünftig eine umfangreichere Hauptausstellung der Gedenkstätte beherbergen. Verwaltung, Sammlungsbereiche und ein Veranstaltungsraum werden künftig in dem Garagentrakt dahinter untergebracht, um für die Hauptausstellung Platz zu schaffen. Mit dem Umbau des Garagentraktes wurde Ende 2009 begonnen (Seitdem ist die Ausstellung »Sprache des Gedenkens« nicht mehr zu sehen). Ergänzt wird die künftige Hauptausstellung durch kleinere vertiefende Dauerausstellungen über den Zellenbau (seit 2006, im Zellenbau), die Aufseherinnen (seit 2004, in einem der ehemaligen Aufseherinnenhäuser), das männliche SS-Personal (seit dem 20. März 2010, in einem der ehemaligen »Führerhäuser«) und die »Zwangsarbeit im Frauen-KZ Ravensbrück. Textilfertigung Für die SS- Wirtschaft« (in der ehemaligen »Schneiderei«).
Sonntag-Freitag, 29. August 2010 - 3. September 2010 |
Europäische Sommer-Universität Ravensbrück
Die
Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten sucht für das Personalreferat der Geschäftstelle
mit Sitz in Oranienburg zum 1.11.2010 eine/n Sachbearbeiter/in
Personal
und für die Mahn-
und Gedenkstätte Ravensbrück
eine/n wissenschaftliche/n
Volontär/in.
Die Bewerbungsfrist endete jeweils am 30. Juni 2010 (Poststempel). Wir bedanken
uns für die eingegangenen Bewerbungen und bitten alle Bewerber/innen um etwas
Geduld.
PABO-Reise 2010 | Vom 29. April bis zum 3. Mai 2010 besuchen niederländische Lehramtsstudierende die Gedenkstätte Ravensbrück. Das in Zusammenarbeit mit dem Herinneringscentrum Kamp Westerbork und dem Comité Vrouwenconcentratiekamp Ravensbrück veranstaltete Seminar findet bereits zum fünften Mal statt. Ein Ergebnis der Arbeit ist sind vier kurze Filme, die einen Teil der Gespräche einer Gruppe mit den Überlebenden dokumentieren, die die Reise begleiteten. Sie finden diesen Film hier...
65. Jahrestag der Befreiung | In diesem Jahr wurde der 65. Jahrestag der Befreiung des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück mit etwa 1.500 Gästen begangen, darunter zahlreiche Überlebende [zur Einladung... | zum Programm...]. Auch hatten die Bundeskanzlerin, Dr. Angela Merkel, und der brandenburgische Ministerpräsident, Matthias Platzeck, ihr Kommen angekündigt. Die Bundeskanzlerin hatte ihre Teilnahme an der Gedenkveranstaltung in Ravensbrück jedoch absagen müssen. Sie wurde von Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan vertreten. Aufgrund der durch den isländischen Vulkanausbruch gestörten Flugverbindungen konnten auch einige unserer Gäste nicht anreisen, was wir sehr bedauern. Die Dokumentation »Die Erinnerung bleibt«, die am Sonntag, den 18. April 2010 vom rbb-Fernsehen ausgestrahlt wurde, ist jetzt online zu sehen... - dafür danken wir den KollegInnen vom rbb.
Vortrag
online | Am 12.September 2009 hielt Dr.
Insa Eschebach anlässlich
des 50. Jahrestages der Eröffnung der Gedenkstätte Ravensbrück einen Vortrag
unter dem Titel »Die
Geschichte der Gedenkstätte Ravensbrück
im Kontext der deutschen Nachkriegsgeschichte«.
Der Text ist hier
jetzt in Gänze als PDF-Datei herunterladbar...
Save the Date | Für die Folgejahre sind auch die Themen der Ravensbrücker-Sommer-Iniversität schon umrissen: 2011 »Geschlecht und Rasse in der NS-Medizin« und 2012 »Generationen- und geschlechtsspezifische Erinnerungen und Medienbiographien«.
Vermächtnis der Überlebenden: »Erinnerung bewahren – authentische Orte erhalten – Verantwortung übernehmen« | Berlin, 25. Januar 2009 »Wir, die Unterzeichnenden, Überlebende der deutschen Konzentrationslager, Frauen und Männer, vertreten Internationale Häftlingskomitees der Konzentrationslager und ihrer Außenkommandos. Wir gedenken unserer ermordeten Familien und der Millionen Opfer, die an diesen Orten der Asche getötet wurden. Ihre Verfolgung und Ermordung aus rassischen, politischen, religiösen, sozialen, biologischen und ökonomischen Gründen und ein verbrecherischer Krieg haben die Welt an den Rand des Abgrunds geführt und eine schreckliche Bilanz hinterlassen.
Nach unserer Befreiung schworen wir eine neue Welt des Friedens und der Freiheit aufzubauen: Wir haben uns engagiert, um eine Wiederkehr dieser unvergleichlichen Verbrechen zu verhindern. Zeitlebens haben wir Zeugnis abgelegt, zeitlebens waren wir darum bemüht, junge Menschen über unsere Erlebnisse und Erfahrungen und deren Ursachen zu informieren. Gerade deshalb schmerzt und empört es uns sehr, heute feststellen zu müssen: Die Welt hat zu wenig aus unserer Geschichte gelernt. Gerade deshalb müssen Erinnerung und Gedenken weiterhin gleichermaßen Aufgabe der Bürger und der Staaten sein. Die ehemaligen Lager sind heute steinerne Zeugen: Sie sind Tatorte, internationale Friedhöfe, Museen und Orte des Lernens. Sie sind Beweise gegen Verleugnung und Verharmlosung und müssen auf Dauer erhalten werden. Sie sind Orte der wissenschaftlichen Forschung und des pädagogischen Engagements. Die pädagogische Betreuung der Besucher muss ausreichend gewährleistet sein. Die unvergleichlichen Menschheitsverbrechen der Nationalsozialisten - erinnert werden muss in diesem Zusammenhang vor allem an den Holocaust - geschahen in deutscher Verantwortung. Deutschland hat viel zur Aufarbeitung seiner Geschichte getan. Wir erwarten, dass die Bundesrepublik und ihre Bürger auch in Zukunft ihrer Verantwortung in besonderem Maße gerecht werden. Aber auch Europa hat seine Aufgabe: Anstatt unsere Ideale für Demokratie, Frieden, Toleranz, Selbstbestimmung und Menschenrechte durchzusetzen, wird Geschichte nicht selten benutzt, um zwischen Menschen, Gruppen und Völkern Zwietracht zu säen. Wir wenden uns dagegen, dass Schuld gegeneinander aufgerechnet, Erfahrungen von Leid hierarchisiert, Opfer miteinander in Konkurrenz gebracht und historische Phasen miteinander vermischt werden. Daher bekräftigen wir den von der ehemaligen Präsidentin des Europäischen Parlaments und Auschwitz-Überlebenden Simone Veil vor dem Deutschen Bundestag 2004 ausgesprochenen Appell zur Weitergabe der Erinnerung: „Europa sollte seine gemeinsame Vergangenheit als Ganzes kennen und zu ihr stehen, mit allen Licht- und Schattenseiten; jeder Mitgliedstaat sollte um seine Fehler und sein Versagen wissen und sich dazu bekennen, mit seiner eigenen Vergangenheit im Reinen zu sein, um auch mit seinen Nachbarn im Reinen sein zu können.“ Unsere Reihen lichten sich. In allen Instanzen unserer Verbände, auf nationaler wie internationaler Ebene, treten Menschen an unsere Seite, um die Erinnerung aufzunehmen: Sie geben uns Vertrauen in die Zukunft, sie setzen unsere Arbeit fort. Der Dialog, der mit uns begonnen wurde, muss mit ihnen fortgeführt werden. Für diese Arbeit benötigen sie die Unterstützung von Staat und Gesellschaft. Die letzten Augenzeugen wenden sich an Deutschland, an alle europäischen Staaten und die internationale Gemeinschaft, die menschliche Gabe der Erinnerung und des Gedenkens auch in der Zukunft zu bewahren und zu würdigen. Wir bitten die jungen Menschen, unseren Kampf gegen die Nazi-Ideologie und für eine gerechte, friedliche und tolerante Welt fortzuführen, eine Welt, in der Antisemitismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus keinen Platz haben sollen. Dies sei unser Vermächtnis.« Noach Flug (Jerusalem), Internationales Auschwitz Komitees | Sam Bloch (New York), World Federation of Bergen-Belsen | Bertrand Herz (Paris), Internationales Buchenwald Komitee | Max Mannheimer (München), Internationales Dachau Komitee | Uri Chanoch (Jerusalem), Internationales Komitee Nebenlager Dachau | Jack Terry (New York), Internationales Flossenbürg Komitee | Albert van Hoey (Brüssel), Internationales Komitee Mittelbau-Dora | Robert Pinçon (Tours), Internationales Neuengamme Komitee | Annette Chalut (Paris), Internationales Ravensbrück Komitee | Pierre Gouffault (Paris), Internationales Sachsenhausen Komitee
Zwei Wanderausstellungen suchen ihren Weg | Derzeit gibt es zwei Ausstellungen, die als Sonderausstellungen in der Gedenkstätte Ravensbrück gezeigt wurden und als Wanderausstellungen auf Reisen gehen: die Ausstellung »Lagerbordelle. Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern« und die Ausstellung »Jüdische Frauen im Konzentrationslager Ravensbrück«. Zu den vertiefenden Informationen finden Sie auch, indem Sie auf der linken Navigationsleiste auf »Ausstellungen« klicken und dort dem Link zu den »Wanderausstellungen« folgen.
Diese Website wird modernisiert | Wie Sie sehen, ändert sich das Gesicht dieser Website. Wir bemühen uns, das fremdsprachige Angebot zu erweitern. Seit März 2009 verfügt die Website der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück über eine deutsche, englische, französische, italienische, niederländische, polnische und spanische Fassung, so dass bisher insgesamt sieben Sprachen verfügbar sind. Im Downloadbereich und auf den jeweiligen fremdsprachigen Versionen unserer Website lassen sich auch unsere neuen Faltblätter im A4-Format in sieben Sprachen als PDF-Dateien herunterladen. Insgesamt sind wir bemüht, unser Angebot übersichtlicher und informativer zu gestalten. Für Anregungen und Hinweise auf noch nicht oder nicht mehr funktionierende Elemente unter webmaster@ravensbrueck.de sind wir Ihnen sehr dankbar.
Jahrestage | Wir freuen uns, der vielfach geäußerten Nachfrage nach den Texten der Beiträge von Cécile Wajsbrot zum 64. Jahrestag der Befreiung (2009) [als PDF-Datei...] und von Jessica Durlacher zum 62. Jahrestag der Befreiung (2007) [als PDF-Datei...] nachkommen zu können. Wir danken den Autorinnen.