Aktuelles


Aktuelle Sonderausstellungen in der Gedenkstätte Ravensbrück:

24. Juni 20616 bis 5. August 2016

»Ravensdruck«

Diese Ausstellung bildet den Abschluss einer fünftägigen Projektwoche von Schülerinnen und Schülern der Ernst Litfaß-Schule (Oberstufenzentrum Mediengestaltung und Medientechnologie) aus Berlin. Das von der Dr. Hildegard Hansche-Stiftung und dem Internationalen Freundeskreis der Gedenkstätte geförderte Kooperationsseminar fand in diesem Jahr zum fünften Mal statt. Mit der Druckpresse im Gepäck haben sich die Schülerinnen und Schüler in dieser Woche intensiv mit der Geschichte Ravensbrücks auseinandergesetzt. Im Mittelpunkt standen dabei von Häftlingen angefertigten Zeichnungen und Miniaturgegenständen, die als Inspirationsquellen für eigene künstlerische Gestaltungen mit der Druckpresse dienten. Die Ergebnisse dieser kreativen Projektwoche werden in der Ausstellung präsentiert.

Ort: Besucherzentrum der Gedenkstätte

 

25. Juni 2016 bis 4. September 2016

„Im Dienst der Verwundeten und Kranken“.  Weibliches  medizinisches Personal der Roten Armee im Krieg und in der Gefangenschaft

Eine Ausstellung der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Russischen Museum  Berlin-Karlshorst. 

Während des Zweiten Weltkriegs standen mehr als 800.000 sowjetische Frauen im Dienst der Roten Armee.  Bekanntheit über die Landesgrenzen hinaus erlangten vor allem die Soldatinnen, die unmittelbar am Kampfeinsatz  beteiligt waren. Die Nachtbomberpilotinnen, bekannt auch als „Nachthexen“, und Scharfschützinnen repräsentieren das Außergewöhnliche der weiblichen Kriegsteilnahme.

Mehr als die Hälfte dieser Frauen kam jedoch im Sanitätsdienst der sowjetischen Streitkräfte zum Einsatz. Sie stellten 41 Prozent der Frontärzte und 100 Prozent des Pflegepersonals. Vor allem in der Frontnähe übten sie ihren Dienst unter schweren Bedingungen und ständiger Lebensgefahr aus. Die Verluste des militärmedizinischen Personals waren die zweithöchsten nach der Infanterie im Kampfeinsatz.

Die zweisprachige Ausstellung macht diesen  geschlechtsspezifischen Militäreinsatz zum Thema. Im ersten Teil wird die lange Tradition der Kriegsverwundetenpflege und -versorgung  durch weibliches medizinisches Personal skizziert, die in Russland Mitte des 19. Jahrhunderts beginnt. Der zweite Teil fokussiert auf den Zweiten Weltkrieg und hebt vor allem auf das Schicksal der in die deutsche Gefangenschaft geratenen Medizinerinnen ab. Im letzten Teil werden zehn kriegsgefangene Ärztinnen und Krankenschwestern porträtiert, die im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück inhaftiert waren.    
Die Ausstellung wurde bereits im Deutsch-Russischem Museum Berlin-Karlshorst  gezeigt.

Ort: Gedenkstätte Ravensbrück, im großen Foyer in den Garagen

Anschließend wird sie im Militärmedizinischem Museum in St. Petersburg/ Russland gezeigt.


 

Stellenausschreibungen | Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten sucht für die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen in Oranienburg zum nächstmöglichen Termin eine/n Betriebsgärtner/in.
Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 30 Stunden. Die Stelle ist auf zwei Jahre befristet. Die Vergütung erfolgt nach Entgeltgruppe 4 TV-L. Aufgaben: Pflege und Reinigung der Grünanlagen, Flächen und Wege der Gedenkstätte u. a. mit Handgeräten und Maschinen. Gehölzschnittarbeiten. Wartung der Geräte und Maschinen. Winterdienst. Hilfe beim Auf- und Abbau von Ausstellungen. Unterstützung bei der technischen Vorbereitung von Veranstaltungen. Anforderungen: Ausbildung zum/zur Gärtner/in oder einer vergleichbaren handwerklichen Fachrichtung. Einschlägige Berufserfahrung. Technisches Verständnis, Teamfähigkeit, Engagement, Freude am Einsatz auf dem Außengelände der Gedenkstätte. Bereitschaft zum Wochenenddienst. Die Stiftung zählt zum öffentlichen Dienst. Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Vorstellungskosten können leider nicht erstattet werden. Bewerbungsunterlagen können wir nur zurück­senden, wenn Sie einen ausreichend frankierten Rückumschlag beigelegt haben, andernfalls werden diese 3 Monate nach Besetzung der Stelle nach den Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes vernichtet.  Haben wir Ihr Interesse geweckt, dann senden Sie Ihre aussagefähige Bewerbung (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, Zertifikate etc.) bis zum 28.06.2016 (Poststempel) an die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Personalreferat, Stichwort: Betriebsgärtner/in GuMS, Heinrich-Grüber-Platz, 16515 Oranienburg. Wir bitten um Verständnis, dass Bewerbungen per E-Mail nicht berücksichtigt werden können. Nähere Informationen zur Stiftung erhalten Sie unter www.stiftung-bg.de.

Studentische und freie Mitarbeiter/innen für die Pädagogischen Diensteder Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen. Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten sucht für das Team der Besucherbetreuung und für pädagogische Projekte der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen in Oranienburg Personen mit umfassenden Kenntnissen über die Geschichte des Nationalsozialismus sowie der SBZ/ DDR und Interesse an pädagogischer Arbeit. Die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen bieten im Rahmen ihrer Bildungsarbeit Führungen durch die Museen und das Gelände sowie pädagogische Programme für verschiedene Zielgruppen und mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten in zahlreichen Sprachen an. Für diese Arbeit werden fachlich qualifizierte, kommunikative und zuverlässige Personen gesucht, die sich auf die Bedürfnisse und Interessen verschiedener Gruppen flexibel einstellen können. Erwartet werden souveräne Sprachkenntnisse in mindestens einer Fremdsprache (z.B. in Französisch, Hebräisch, Niederländisch, Spanisch, Türkisch sowie in skandinavischen oder osteuropäischen Sprachen) sowie die Bereitschaft zur eigenständigen und gemeinsamen Weiterbildung. Weiterhin sollten Bewerber/ Bewerberinnen bereit sein, auch an Wochenend- und Feiertagen für die Gedenkstätte tätig zu werden. Der Einsatz erfolgt nach Bedarf und eigenen Schwerpunkten. Wir bieten Ihnen eine betreute Einarbeitungsphase und regelmäßige Fortbildungen. Die Bewerbung behinderter Menschen begrüßen wir ausdrücklich. Ihre Kurzbewerbung mit Lebenslauf und Motivationsschreiben richten Sie bitte formlos spätestens bis 29. Juni 2016 an: Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Stichwort: Besucherbetreuung, Heinrich-Grüber-Platz, 16515 Oranienburg, oder per E-Mail an: personal@stiftung-bg.de


Temporär geschlossen | Die Dauerausstellung »Im Gefolge der SS: Aufseherinnen im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück« muss leider aus technischen Gründen bis auf weiteres geschlossen bleiben. Wir bitten um Ihr Verständnis. Wir weisen Sie darauf hin, dass das weibliche SS-Gefolge auch Thema in unserer Hauptausstellung ist.   Bitte beachten Sie, dass daher die Arbeitsbögen aktualisiert werden mussten. Die aktualisierten Bögen der Reihe T finden Sie im Download hier..., die gesamten Arbeitsbögen hier... 


Bauarbeiten |  Seit Januar 2016 ist das Untergeschoss des Zellenbaus wegen der Sanierung von Feuchteschäden für längere Zeit nicht zugänglich. Um die Gedenkräume im Obergeschoss weiterhin für Besucher erreichbar zu halten, werden die Bauarbeiten bei laufendem Betrieb ausgeführt. Wir bitten um Verständnis für die Einschränkungen.


Audioguide | Die Gedenkstätte Ravensbrück verfügt über einen Audioguide, der dank einer großzügigen Spende von Gesellschafterinnen und Gesellschaftern der Firma Freudenberg & Co in Zusammenarbeit mit der Münchner Firma soundgarden audioguidance GmbH realisiert werden konnte. Der Audioguide bietet eine umfassende Übersicht in die Geschichte des Lagers und zur Hauptausstellung und Hintergrundinformationen zu ausgewählten Objekten. In Vertiefungsebenen sind Auszüge aus Interviews mit Überlebenden zu hören, die ihre Erinnerungen an die Haft im KZ Ravensbrück und ihre persönlichen Erfahrungen schildern. Entlang eines Rundgangs im ehemaligen KZ-Gelände können weitere Informationen aufgerufen werden. Die Geräte verfügen zudem über ein Farbdisplay, auf dem historische Fotografien des Konzentrationslagers und Häftlingszeichnungen gezeigt werden. Insgesamt umfasst die Audioführung 54 Stationen mit Informationsangeboten. Sie ist in deutscher englischer, polnischer, französischer und niederländischer Sprache erhältlich und kann im Besucherzentrum der Gedenkstätte gegen eine Gebühr von 3 Euro ausgeliehen werden.


Pädagogische Materialien stehen aktualisiert zum Download bereit |  Die Materialien, mit denen sich Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines Projekttages einzelnen Themen annähern können, sind mit Blick auf die neue Hauptausstellung aktualisiert worden. Sie lassen sich hier herunterladen...


Die medizinische Versorgung im Konzentrationslager Ravensbrück durch das Häftlingspersonal (1939-1945) - ein Dokumentations- und Ausstellungsprojekt (1. Dezember 2014 - 31. Mai 2016) | In Kooperation zwischen dem »Arbeitskreis für Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft (AKF e.V.)« und der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück soll das Projekt in einer Fallstudie zum KZ Ravensbrück die Arbeit des medizinischen Häftlingspersonals im Frauenlager zwischen 1939 und 1945 untersuchen. In die Untersuchung werden auch die Zustände im Revier des Männerlagers einbezogen. Die SS hatte Häftlinge aus unterschiedlichen Ländern Ost- und Westeuropas als Ärztinnen und Ärzte und Pflegerinnen und Pfleger eingesetzt. Ihre Position als Funktionshäftlinge verlangte eine dauernde Gratwanderung zwischen den Befehlen der SS, ihren eigenen Überlebensinteressen und den Bedürfnissen der Kranken. Verletzte und kranke Häftlinge beurteilten ihre Arbeit, wie die Berichte von Überlebenden dokumentieren, sehr unterschiedlich. Neben der Anerkennung ihres Einsatzes für die Mithäftlinge wurden sie u.a. auch für die Nichtbehandlung von Kranken, Selektionen und Tötungen mitverantwortlich gemacht. Im Projekt wird das KZ-Revier in Anlehnung an Anthony Giddens und Pierre Bourdieu als komplexer sozialer Handlungs-, Erfahrungs- und Imaginationsraum gefasst. Daher stehen nicht nur die konkreten Handlungspraktiken des medizinischen Personals, sondern auch die Überlebensstrategien der kranken Häftlingsfrauen und -männer und ihre Wahrnehmung der Reviertätigkeit, die u. a. in Berichten, Briefen, Gedichten und Zeichnungen Niederschlag gefunden haben, im Fokus der Untersuchung. Die Ergebnisse des Projektes werden in einer Publikation mit SS-Quellen, Häftlingsberichten und Zeichnungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht sowie in einer Wanderausstellung präsentiert. Die Schwerpunkte liegen dabei bei der medizinischen Versorgung durch das Häftlingspersonal, den Überlebensstrategien und der Selbstbehauptung der inhaftierten Ärzte und Ärztinnen und Pflegerinnen sowie ihrer Konfrontation mit medizin-ethischen Problemen. Ausgewählte Biografien des Häftlingspersonals und der kranken Häftlinge kontextualisieren und konkretisieren die Geschichte der medizinischen Betreuung im KZ Ravensbrück. Die Wanderausstellung ist vom 29. Juni 2016 - 31.8.2016 in der Charité zu sehen. Adresse: CharitéCrossOver, Campus Charité Mitte, Charitéplatz 1 in 10117 Berlin, Geländeadresse: Virchowweg 6


»Das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück - Geschichte und Erinnerung« | Am 21. April 2013 eröffnete die Gedenkstätte im Beisein von Überlebenden, Vertreter_innen von Überlebendenverbänden und Freundeskreisen, Repräsentant_inn_en des öffentlichen Lebens und von vielen anderen Interessierten die neue Dauerausstellung zur Geschichte und Nachgeschichte des Konzentrationslagers Ravensbrück. Sie gibt in dem Gebäude der sanierten einstigen »Kommandantur« auf zwei Stockwerken erstmals einen umfassenderen Einblick in die Geschichte des Lagerkomplexes Ravensbrück mit dem Frauen-Konzentrationslager, dem Männerlager, dem »Jugendschutzlager Uckermark«, dem »Siemens-Lager« und den zahlreichen Außenlagern. Die Texte zählen in deutscher wie englischer Sprache jeweils etwa drei Millionen Zeichen. Mit einem digitalen Lagermodell wird die Entwicklung des Lagerkomplexes veranschaulicht. Mit medialer Unterstützung kommen 54 Überlebende zu Wort, 152 weitere Biografien ehemaliger Häftlinge sind zu finden. Zusätzlich zu den 13 einführenden Haupttexten erlauben 35 Thementexte, 160 Abschnittstexte, 80 Klappbücher, 17 Videostationen und 22 Hörstationen eine vertiefende Auseinandersetzung mit der Geschichte des Ortes. Etwa eintausend Fotos und Dokumente und etwa 500 Exponate werden zum Teil erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.  Die Ausstellung wurde  von Carina Baganz für H-Soz-Kult rezensiert. Ihre Rezension finden Sie hier online...

Ergänzt wird die nun zentrale Ausstellung durch die anderen Dauerausstellungen: »Im Gefolge der SS - Aufseherinnen des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück«, »Das Führerhaus: Alltag und Verbrechen der Ravensbrücker SS-Offiziere«, »Ravensbrück: der Zellenbau« und die Ländergedenkräume.

 Ab 9.30 Uhr bis zur Schließung der Gedenkstätte zeigen wir außerdem stündlich in dem Veranstaltungsraum in den Garagen den 30minütigen Film »Erinnern an Ravensbrück« der Filmemacherin Loretta Walz in deutscher, englischer und französischer Fassung. Die Anfangszeiten erfahren Sie vor Ort im Besucherzentrum der Gedenkstätte. Wenn der Veranstaltungsraum für andere Zwecke benötigt wird, kann die Möglichkeit, den Film zu sehen, eingeschränkt sein. Wir bitten Sie dafür um Ihr Verständnis. Gruppenanmeldungen sind unter paedagogik@ravensbrueck.de, telefonisch unter 033093 603-85 oder online möglich.


 Sieben Wanderausstellungen suchen ihren Weg | Derzeit gibt es sieben Ausstellungen, die als Sonderausstellungen in der Gedenkstätte Ravensbrück gezeigt wurden und als Wanderausstellungen auf Reisen gehen: die Ausstellung »Lagerbordelle. Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern« ;die Ausstellung »Jüdische Frauen im Konzentrationslager Ravensbrück« . die Ausstellung „Rosen von Ravensbrück. Ein Beitrag zur Geschichte des Gedenkens“, die Ausstellung „Milena Jesenská. Eine Retrospektive. Prag –  Dresden – Ravensbrück“ sowie die Ausstellung „Erinnern an Elisabeth von Thadden“. Hinzu kommen zwei 2016 konzipierte Ausstellungen „Medizinisches Personal der Roten Armee im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück“ und „Medizinisches Häftlingspersonal im Revier des KZ Ravensbrück“.

Zu den vertiefenden Informationen finden Sie auch, indem Sie auf der linken Navigationsleiste auf »Gedenkstätte« und dort auf »Ausstellungen« klicken und dort dem Link zu den »Wanderausstellungen« folgen.