Aktuelles


Die Gedenkstätte Ravensbrück hat ihre Veranstaltungsseite aktualisiert. Schauen Sie dort gerne unter »Termine« vorbei.


Die Kolpingjugend Diözesanverband Berlin veranstaltete ein Workcamp in Ravensbrück vom  4. bis 6. April 2014. Der Flyer dazu findet sich online hier... Bereits am 16. Mai 2013 hat das „Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)“ im Rahmen seines  Wettbewerbs „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ die Kolpingjugend für ihr jahrelanges Engagement in der Gedenkstätte ausgezeichnet! Die Kolpingjugend ist die Jugendorganisation des Kolpingwerkes. KOLPING ist ein weltweit vertretener katholischer Sozialverband, z.B. in Afrika, Brasilien oder Osteuropa. Das Berliner Kolpingwerk begann sein Engagement 1995 in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. Das erste Projekt war das »Haus der Lagergemeinschaft«. Es wurde finanziell, aber gerade auch mit Tatkraft unterstützt. 1996 veranstaltete die Kolpingjugend Diözesanverband Berlin das erste Workcamp in Ravensbrück. Mit polnischen Jugendlichen wurde das »Haus der Lagergemeinschaft« entkernt. Damals war die Unterbringung der Teilnehmer/innen noch unkomfortabel mit Schlafsäcken in Zelten. Heute nutzen die Workcamps der Kolpingjugend die Jugendherberge. Im Jahr 2003 und 2006 organisierte die Kolpingjugend wieder ehrenamtlich große Workcamps. Diese fanden mit Teilnehmenden aus dem Kosovo, dem Partnerland des Kolpingwerkes Berlin und Polen statt. Die Camps waren von einem regen Austausch und sehr motivierten Arbeiten geprägt. Neben dieser drei großen Workcamps, die jeweils etwa 10 Tage dauerten und im Schnitt 25 Teilnehmer/innen hatten, ist die Kolpingjugend zweimal im Jahr für ein Wochenende in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück tätig. Anfangs wurden diese kurzen Einsätze als nicht ergiebig eingestuft, da die Zeit zu kurz sei. Die motivierten Jugendlichen und Erwachsenen haben aber alle vom Gegenteil überzeugt. Seit dem Jahr 2007 finden die Einsätze in Ravensbrück generationsübergreifend statt. Dies ist eine Grundlage von Kolping, generationsübergreifende Arbeit. So engagieren sich Jung und Alt zusammen in Ravensbrück und leisten gute Arbeit für die Mahn- und Gedenkstätte. Neben den Arbeiten auf dem Gelände gehören seitdem auch die Tätigkeiten im Archiv konstant dazu. Durch die Archivarbeiten werden den Teilnehmer/innen immer wieder die Grausamkeiten des Lagers durch die Aufzeichnungen aufgezeigt. All diese Erfahrungen tauschen die Teilnehmer/innen untereinander aus. Zu den Wochenendeinsätzen gehören auch die inhaltlichen Impulse durch die Pädagogik fest dazu. Eine besonders intensive Erfahrung war ein rein inhaltliches Wochenende in Ravensbrück, an dem auch Überlebende ihre Geschichte erzählten.

So ist Ravensbrück ein fester Bestandteil der Arbeit der Kolpingjugend und des Kolpingwerkes im Diözesanverband Berlin geworden. Die rund 1.500 Mitglieder in Berlin sehen die Arbeit als wertvolle Tätigkeit an. So kann die Mahn- und Gedenkstätte aktiv unterstützt werden und die Geschichte hautnah betrachtet werden. Gerade Jugendlichen soll dieses Projekt näher gebracht werden. Es gibt kaum eine bessere Möglichkeit die grausame Geschichte vor Augen zu führen und diese gemeinsam aufzuarbeiten. Das Kolpingwerk gliedert sich in seiner Struktur in den Bereich der Kolpingjugend (Mitglieder bis 30 Jahre) und der »Erwachsenen«. Diese sind in Kolpingsfamilien beheimatet. Die örtlichen Gruppen (Kolpingsfamilien) sind meist in katholischen Pfarrgemeinden angeschlossen. Neben dem Engagement in Ravensbrück bietet die Kolpingjugend verschiedene Aktivitäten an. Dies sind beispielsweise Schulungen und Bildungsmaßnahmen, Kinderfahrten auf die Insel Ameland und die Partnerschaftsarbeit mit dem Kosovo. Das Kolpingwerk (»Erwachsene«) fokussiert seine Arbeit auf die Kolpingsfamilien. Hier werden individuelle Angebote gemacht. Die Gruppen treffen sich zu Vorträgen zur Bildung oder zu religiösen Themen, sie verbringen gemeinsam ihr Freizeit, packen vor Ort an und unterstützen sich gegenseitig. Übergreifend ist die Partnerschaftsarbeit und das Engagement in Ravensbrück. Dies alles hat tatsächlich einen familiären Charakter. Im Kolpingwerk fühlt man sich weltweit zu Hause.

Weitere Informationen zur Arbeit der Kolpingjugend und des Kolpingwerkes:

Kolpingjugend Diözesanverband Berlin: kolpingjugend-dvberlin.de

Kolpingwerk Berlin:                            www.kolping-berlin.de

Kolpingwerk Deutschland:                  www.kolping.de   


»Das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück - Geschichte und Erinnerung« | Am 21. April 2013 eröffnete die Gedenkstätte im Beisein von Überlebenden, Vertreter_innen von Überlebendenverbänden und Freundeskreisen, Repräsentant_inn_en des öffentlichen Lebens und von vielen anderen Interessierten die neue Dauerausstellung zur Geschichte und Nachgeschichte des Konzentrationslagers Ravensbrück. Sie gibt in dem Gebäude der sanierten einstigen »Kommandantur« auf zwei Stockwerken erstmals einen umfassenderen Einblick in die Geschichte des Lagerkomplexes Ravensbrück mit dem Frauen-Konzentrationslager, dem Männerlager, dem »Jugendschutzlager Uckermark«, dem »Siemens-Lager« und den zahlreichen Außenlagern. Die Texte zählen in deutscher wie englischer Sprache jeweils etwa drei Millionen Zeichen. Mit einem digitalen Lagermodell wird die Entwicklung des Lagerkomplexes veranschaulicht. Mit medialer Unterstützung kommen 54 Überlebende zu Wort, 152 weitere Biografien ehemaliger Häftlinge sind zu finden. Zusätzlich zu den 13 einführenden Haupttexten erlauben 35 Thementexte, 160 Abschnittstexte, 80 Klappbücher, 17 Videostationen und 22 Hörstationen eine vertiefende Auseinandersetzung mit der Geschichte des Ortes. Etwa eintausend Fotos und Dokumente und etwa 500 Exponate werden zum Teil erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.  Die Ausstellung wurde  von Carina Baganz für H-Soz-Kult rezensiert. Ihre Rezension finden Sie hier online...

Ergänzt wird die nun zentrale Ausstellung durch die anderen Dauerausstellungen: »Im Gefolge der SS - Aufseherinnen des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück«, »Das Führerhaus: Alltag und Verbrechen der Ravensbrücker SS-Offiziere«, »Ravensbrück: der Zellenbau« und die Ländergedenkräume.

 Ab 9.30 Uhr bis zur Schließung der Gedenkstätte zeigen wir außerdem stündlich in dem Veranstaltungsraum in den Garagen den 30minütigen Film »Erinnern an Ravensbrück« der Filmemacherin Loretta Walz in deutscher, englischer und französischer Fassung. Die Anfangszeiten erfahren Sie vor Ort im Besucherzentrum der Gedenkstätte. Wenn der Veranstaltungsraum für andere Zwecke benötigt wird, kann die Möglichkeit, den Film zu sehen, eingeschränkt sein. Wir bitten Sie dafür um Ihr Verständnis. Gruppenanmeldungen sind unter paedagogik@ravensbrueck.de, telefonisch unter 033093 603-85 oder online möglich.


 


Zehn Jahre Jugendherberge Ravensbrück | Internationale Jugendbegegnungsstätte | Die Broschüre, in der wir die vergangenen Jahre gemeinsam mit unseren Projektpartnern Revue passieren lassen, finden Sie hier zum Download als PDF-Datei [13 MB].


Vermächtnis der Überlebenden: »Erinnerung bewahren – authentische Orte erhalten – Verantwortung übernehmen« | Berlin, 25. Januar 2009 »Wir, die Unterzeichnenden, Überlebende der deutschen Konzentrationslager, Frauen und Männer, vertreten Internationale Häftlingskomitees der Konzentrationslager und ihrer Außenkommandos. Wir gedenken unserer ermordeten Familien und der Millionen Opfer, die an diesen Orten der Asche getötet wurden. Ihre Verfolgung und Ermordung aus rassischen, politischen, religiösen, sozialen, biologischen und ökonomischen Gründen und ein verbrecherischer Krieg haben die Welt an den Rand des Abgrunds geführt und eine schreckliche Bilanz hinterlassen. Nach unserer Befreiung schworen wir eine neue Welt des Friedens und der Freiheit aufzubauen: Wir haben uns engagiert, um eine Wiederkehr dieser unvergleichlichen Verbrechen zu verhindern. Zeitlebens haben wir Zeugnis abgelegt, zeitlebens waren wir darum bemüht, junge Menschen über unsere Erlebnisse und Erfahrungen und deren Ursachen zu informieren. Gerade deshalb schmerzt und empört es uns sehr, heute feststellen zu müssen: Die Welt hat zu wenig aus unserer Geschichte gelernt. Gerade deshalb müssen Erinnerung und Gedenken weiterhin gleichermaßen Aufgabe der Bürger und der Staaten sein. Die ehemaligen Lager sind heute steinerne Zeugen: Sie sind Tatorte, internationale Friedhöfe, Museen und Orte des Lernens. Sie sind Beweise gegen Verleugnung und Verharmlosung und müssen auf Dauer erhalten werden. Sie sind Orte der wissenschaftlichen Forschung und des pädagogischen Engagements. Die pädagogische Betreuung der Besucher muss ausreichend gewährleistet sein. Die unvergleichlichen Menschheitsverbrechen der Nationalsozialisten - erinnert werden muss in diesem Zusammenhang vor allem an den Holocaust - geschahen in deutscher Verantwortung. Deutschland hat viel zur Aufarbeitung seiner Geschichte getan. Wir erwarten, dass die Bundesrepublik und ihre Bürger auch in Zukunft ihrer Verantwortung in besonderem Maße gerecht werden.Aber auch Europa hat seine Aufgabe: Anstatt unsere Ideale für Demokratie, Frieden, Toleranz, Selbstbestimmung und Menschenrechte durchzusetzen, wird Geschichte nicht selten benutzt, um zwischen Menschen, Gruppen und Völkern Zwietracht zu säen. Wir wenden uns dagegen, dass Schuld gegeneinander aufgerechnet, Erfahrungen von Leid hierarchisiert, Opfer miteinander in Konkurrenz gebracht und historische Phasen mitein­ander vermischt werden. Daher bekräftigen wir den von der ehemaligen Präsidentin des Europäischen Parlaments und Auschwitz-Überlebenden Simone Veil vor dem Deutschen Bundestag 2004 ausgesprochenen Appell zur Weitergabe der Erinnerung: „Europa sollte seine gemeinsame Vergangenheit als Ganzes kennen und zu ihr stehen, mit allen Licht- und Schattenseiten; jeder Mitgliedstaat sollte um seine Fehler und sein Versagen wissen und sich dazu bekennen, mit seiner eigenen Vergangenheit im Reinen zu sein, um auch mit seinen Nachbarn im Reinen sein zu können.“ Unsere Reihen lichten sich. In allen Instanzen unserer Verbände, auf nationaler wie internationaler Ebene, treten Menschen an unsere Seite, um die Erinnerung aufzunehmen: Sie geben uns Vertrauen in die Zukunft, sie setzen unsere Arbeit fort. Der Dialog, der mit uns begonnen wurde, muss mit ihnen fortgeführt werden. Für diese Arbeit benötigen sie die Unterstützung von Staat und Gesellschaft. Die letzten Augenzeugen wenden sich an Deutschland, an alle europäischen Staaten und die internationale Gemeinschaft, die menschliche Gabe der Erinnerung und des Gedenkens auch in der Zukunft zu bewahren und zu würdigen. Wir bitten die jungen Menschen, unseren Kampf gegen die Nazi-Ideologie und für eine gerechte, friedliche und tolerante Welt fortzuführen, eine Welt, in der Antisemitismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus keinen Platz haben sollen. Dies sei unser Vermächtnis.« Noach Flug (Jerusalem), Internationales Auschwitz Komitees | Sam Bloch (New York), World Federation of Bergen-Belsen | Bertrand Herz (Paris), Internationales Buchenwald Komitee | Max Mannheimer (München), Internationales Dachau Komitee | Uri Chanoch (Jerusalem), Internationales Komitee Nebenlager Dachau | Jack Terry (New York), Internationales Flossenbürg Komitee | Albert van Hoey (Brüssel), Internationales Komitee Mittelbau-Dora | Robert Pinçon (Tours), Internationales Neuengamme Komitee | Annette Chalut (Paris), Internationales Ravensbrück Komitee | Pierre Gouffault (Paris), Internationales Sachsenhausen Komitee


Zwei Wanderausstellungen suchen ihren Weg | Derzeit gibt es zwei Ausstellungen, die als Sonderausstellungen in der Gedenkstätte Ravensbrück gezeigt wurden und als Wanderausstellungen auf Reisen gehen: die Ausstellung »Lagerbordelle. Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern« und die Ausstellung »Jüdische Frauen im Konzentrationslager Ravensbrück« . Zu den vertiefenden Informationen finden Sie auch, indem Sie auf der linken Navigationsleiste auf »Ausstellungen« klicken und dort dem Link zu den »Wanderausstellungen« folgen. 


Jahrestage | Wir freuen uns, der vielfach geäußerten Nachfrage nach den Texten der Beiträgevon Vanessa F. Fogel zum 66. Jahrestag der Befreiung des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück (in der Übersetzung aus dem Englischen durch Janna Lölke als PDF-Datei...], von Cécile Wajsbrot zum 64. Jahrestag der Befreiung (2009) [ als PDF-Datei... ] und vomJessica Durlacher zum 62. Jahrestag der Befreiung (2007) [ als PDF-Datei... ] nachkommen zu können. Wir danken den Autorinnen.   


Diese Website wird modernisiert | Wie Sie sehen, ändert sich das Gesicht dieser Website. Wir bemühen uns, das fremdsprachige Angebot zu erweitern. Seit März 2009 verfügt die Website der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück über eine deutsche, englische, französische, italienische, niederländische, polnische und spanische Fassung, so dass bisher insgesamt sieben Sprachen verfügbar sind. Im Downloadbereich und auf den jeweiligen fremdsprachigen Versionen unserer Website lassen sich auch unsere neuen Faltblätter im A4-Format in sieben Sprachen als PDF-Dateien herunterladen. Insgesamt sind wir bemüht, unser Angebot übersichtlicher und informativer zu gestalten. Für Anregungen und Hinweise auf noch nicht oder nicht mehr funktionierende Elemente unter webmaster@ravensbrueck.de sind wir Ihnen sehr dankbar.