Aktuelles


Gedenkstätte vorübergehend per E-Mail nicht erreichbar / Memorial not avaiable by e-mail

Die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, die Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen und die Geschäftsstelle der Gedenkstättenstiftung sind voraussichtlich bis Dienstag, 31. Mai, aufgrund einer technischen Störung nicht per E-Mail erreichbar. Nutzen Sie bitte zur Kontaktaufnahme unsere Telefon- und Fax-Nummern.

Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
Zentrale: 033093-608-10
Fax: 033093-608-29

 

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Zentrale: 03301-200-0
Besucherdienst: 03301-200-200
Fax: 03301-200-201

Geschäftsstelle der Gedenkstättenstiftung
Tel. 03301-8109-12
Fax 03301-810928


The Ravensbrück Memorial Museum, Sachsenhausen Memorial and Museum and the office of the Brandenburg Memorials' Foundation are not available by e-mail, presumably until Tuesday, May 31.
Please contact us by telephone or fax.

Ravensbrück Memorial and Museum
main office: +49-33093-608-10
Fax:  +49-33093-608-29

 

Sachsenhausen Memorial and Museum
main office: +49-3301-200-0
visitor's information: +49-3301-20
0-200
fax: +49-3301-200
-201

Brandenburg Memorials' Foundation
telephone: +49-3301-8109
-12
fax: +49-3301-8109
-28


Dr. Annette Chalut, ehemalige Präsidentin des Internationalen Ravensbrück Komitees, mit dem Orden des Grand Officier de La Légion d’Honneur ausgezeichnet | Die langjährige Präsidentin des Internationalen Ravensbrück Komitees, Dr. Annette Chalut, ist am gestrigen Dienstag in Paris mit dem Orden des Grand Officier de La Légion d’Honneur (Großoffizier der Ehrenlegion) ausgezeichnet worden. Sie erhielt die Auszeichnung aus den Händen ihrer Ravensbrück-Kameradin und Präsidentin der Fondation pour la Mémoire de la Déportation, Marie-José Chombart de Lauwe. Stiftungsdirektor Prof. Dr. Günter Morsch gratulierte Madame Chalut, die 16 Jahre lang dem internationalen Beirat der Stiftung angehörte, sehr herzlich zu dieser hohen Auszeichnung.  In dem Gratulationsschreiben an Annette Chalut heißt es: „Durch Ihr engagiertes Auftreten sowohl in der Öffentlichkeit als auch gegenüber Politikern und Regierungen haben Sie entscheidend dazu beigetragen, dass die von uns gemeinsam für die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück geplanten Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen zum größten Teil realisiert werden konnten. Die Erinnerung an das Leiden und den Widerstandskampf der Häftlinge des Konzentrationslagers Ravensbrück hat sich aufgrund Ihres für Sie persönlich nicht immer leichten und mit mancherlei Belastungen verbundenen, großen Engagements für immer unauslöschlich in die europäische Erinnerung eingeschrieben. Dafür möchte ich Ihnen von ganzem Herzen danken“, so Morsch. Annette Chalut (Jahrgang 1924) wurde als Mitglied der Résistance im März 1944 von der Gestapo verhaftet und nach mehreren Haftstationen in Frankreich in das KZ Ravensbrück verschleppt. Nach der Überstellung in das Außenlager Hannover-Limmer zur Zwangsarbeit bei der Firma Continental überlebte sie im April 1945 den Todesmarsch nach Bergen-Belsen, wo sie von britischen Truppen befreit wurde. Nach ihrer Rückkehr nach Frankreich setzte Annette Chalut ihr Medizinstudium fort, das sie 1949 mit der Promotion abschloss. Danach war sie 40 Jahre lang im Bereich der Arbeits- und Sozialmedizin tätig. Als Beauftragte des Office National des Anciens Combattants et Victimes de Guerre lag ihr besonderes Augenmerk auf der Unterstützung ehemaliger Deportierter, die in deutschen Konzentrationslagern schwere Gesundheitsschäden davongetragen hatten. Seit 1946 engagiert sich Annette Chalut in der Amicale des Anciens Déportés de Bergen-Belsen. 1990 trat sie der Association Nationale des Anciennes Déportées et Internées de la Résistance bei. Seit 1992 ist sie Mitglied des Internationalen Ravensbrück-Komitees, dem sie von 1999 bis 2015 als Präsidentin vorstand. Außerdem gehörte sie von 1999 bis 2015 dem internationalen Beirat der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten an. 


Temporär geschlossen | Die Dauerausstellung »Im Gefolge der SS: Aufseherinnen im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück« muss leider aus technischen Gründen bis auf weiteres geschlossen bleiben. Wir bitten um Ihr Verständnis. Wir weisen Sie darauf hin, dass das weibliche SS-Gefolge auch Thema in unserer Hauptausstellung ist.   Bitte beachten Sie, dass daher die Arbeitsbögen aktualisiert werden mussten. Die aktualisierten Bögen der Reihe T finden Sie im Download hier..., die gesamten Arbeitsbögen hier... 


Bauarbeiten |  Seit Januar 2016 ist das Untergeschoss des Zellenbaus wegen der Sanierung von Feuchteschäden für längere Zeit nicht zugänglich. Um die Gedenkräume im Obergeschoss weiterhin für Besucher erreichbar zu halten, werden die Bauarbeiten bei laufendem Betrieb ausgeführt. Wir bitten um Verständnis für die Einschränkungen.


Audioguide | Die Gedenkstätte Ravensbrück verfügt über einen Audioguide, der dank einer großzügigen Spende von Gesellschafterinnen und Gesellschaftern der Firma Freudenberg & Co in Zusammenarbeit mit der Münchner Firma soundgarden audioguidance GmbH realisiert werden konnte. Der Audioguide bietet eine umfassende Übersicht in die Geschichte des Lagers und zur Hauptausstellung und Hintergrundinformationen zu ausgewählten Objekten. In Vertiefungsebenen sind Auszüge aus Interviews mit Überlebenden zu hören, die ihre Erinnerungen an die Haft im KZ Ravensbrück und ihre persönlichen Erfahrungen schildern. Entlang eines Rundgangs im ehemaligen KZ-Gelände können weitere Informationen aufgerufen werden. Die Geräte verfügen zudem über ein Farbdisplay, auf dem historische Fotografien des Konzentrationslagers und Häftlingszeichnungen gezeigt werden. Insgesamt umfasst die Audioführung 54 Stationen mit Informationsangeboten. Sie ist in deutscher englischer, polnischer, französischer und niederländischer Sprache erhältlich und kann im Besucherzentrum der Gedenkstätte gegen eine Gebühr von 3 Euro ausgeliehen werden.


Pädagogische Materialien stehen aktualisiert zum Download bereit |  Die Materialien, mit denen sich Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines Projekttages einzelnen Themen annähern können, sind mit Blick auf die neue Hauptausstellung aktualisiert worden. Sie lassen sich hier herunterladen...


Die medizinische Versorgung im Konzentrationslager Ravensbrück durch das Häftlingspersonal (1939-1945) - ein Dokumentations- und Ausstellungsprojekt (1. Dezember 2014 - 31. Mai 2016) | In Kooperation zwischen dem »Arbeitskreis für Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft (AKF e.V.)« und der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück soll das Projekt in einer Fallstudie zum KZ Ravensbrück die Arbeit des medizinischen Häftlingspersonals im Frauenlager zwischen 1939 und 1945 untersuchen. In die Untersuchung werden auch die Zustände im Revier des Männerlagers einbezogen. Die SS hatte Häftlinge aus unterschiedlichen Ländern Ost- und Westeuropas als Ärztinnen und Ärzte und Pflegerinnen und Pfleger eingesetzt. Ihre Position als Funktionshäftlinge verlangte eine dauernde Gratwanderung zwischen den Befehlen der SS, ihren eigenen Überlebensinteressen und den Bedürfnissen der Kranken. Verletzte und kranke Häftlinge beurteilten ihre Arbeit, wie die Berichte von Überlebenden dokumentieren, sehr unterschiedlich. Neben der Anerkennung ihres Einsatzes für die Mithäftlinge wurden sie u.a. auch für die Nichtbehandlung von Kranken, Selektionen und Tötungen mitverantwortlich gemacht. Im Projekt wird das KZ-Revier in Anlehnung an Anthony Giddens und Pierre Bourdieu als komplexer sozialer Handlungs-, Erfahrungs- und Imaginationsraum gefasst. Daher stehen nicht nur die konkreten Handlungspraktiken des medizinischen Personals, sondern auch die Überlebensstrategien der kranken Häftlingsfrauen und -männer und ihre Wahrnehmung der Reviertätigkeit, die u. a. in Berichten, Briefen, Gedichten und Zeichnungen Niederschlag gefunden haben, im Fokus der Untersuchung. Die Ergebnisse des Projektes werden in einer Publikation mit SS-Quellen, Häftlingsberichten und Zeichnungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht sowie in einer Wanderausstellung präsentiert. Die Schwerpunkte liegen dabei bei der medizinischen Versorgung durch das Häftlingspersonal, den Überlebensstrategien und der Selbstbehauptung der inhaftierten Ärzte und Ärztinnen und Pflegerinnen sowie ihrer Konfrontation mit medizin-ethischen Problemen. Ausgewählte Biografien des Häftlingspersonals und der kranken Häftlinge kontextualisieren und konkretisieren die Geschichte der medizinischen Betreuung im KZ Ravensbrück. Die Wanderausstellung wird zum 71. Jahrestag der Befreiung Ende April 2016 in der Mahn- und Gedenkstatte Ravensbrück eröffnet. Eine Personendatenbank zum Häftlingseinsatz im Revier kann für weitere Forschungsvorhaben genutzt werden. Bearbeiterinnen sind die Berliner Historikerinnen Dr. Ramona Saavedra Santis und Dr. Christl Wickert. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Bundesministeriums fur Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Bundesministeriums für Gesundheit des Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Land Brandenburg und der Kulturstiftung des Bundes, Halle. Mehr Informationen finden Sie als PDF-Datei hier... 


»Das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück - Geschichte und Erinnerung« | Am 21. April 2013 eröffnete die Gedenkstätte im Beisein von Überlebenden, Vertreter_innen von Überlebendenverbänden und Freundeskreisen, Repräsentant_inn_en des öffentlichen Lebens und von vielen anderen Interessierten die neue Dauerausstellung zur Geschichte und Nachgeschichte des Konzentrationslagers Ravensbrück. Sie gibt in dem Gebäude der sanierten einstigen »Kommandantur« auf zwei Stockwerken erstmals einen umfassenderen Einblick in die Geschichte des Lagerkomplexes Ravensbrück mit dem Frauen-Konzentrationslager, dem Männerlager, dem »Jugendschutzlager Uckermark«, dem »Siemens-Lager« und den zahlreichen Außenlagern. Die Texte zählen in deutscher wie englischer Sprache jeweils etwa drei Millionen Zeichen. Mit einem digitalen Lagermodell wird die Entwicklung des Lagerkomplexes veranschaulicht. Mit medialer Unterstützung kommen 54 Überlebende zu Wort, 152 weitere Biografien ehemaliger Häftlinge sind zu finden. Zusätzlich zu den 13 einführenden Haupttexten erlauben 35 Thementexte, 160 Abschnittstexte, 80 Klappbücher, 17 Videostationen und 22 Hörstationen eine vertiefende Auseinandersetzung mit der Geschichte des Ortes. Etwa eintausend Fotos und Dokumente und etwa 500 Exponate werden zum Teil erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.  Die Ausstellung wurde  von Carina Baganz für H-Soz-Kult rezensiert. Ihre Rezension finden Sie hier online...

Ergänzt wird die nun zentrale Ausstellung durch die anderen Dauerausstellungen: »Im Gefolge der SS - Aufseherinnen des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück«, »Das Führerhaus: Alltag und Verbrechen der Ravensbrücker SS-Offiziere«, »Ravensbrück: der Zellenbau« und die Ländergedenkräume.

 Ab 9.30 Uhr bis zur Schließung der Gedenkstätte zeigen wir außerdem stündlich in dem Veranstaltungsraum in den Garagen den 30minütigen Film »Erinnern an Ravensbrück« der Filmemacherin Loretta Walz in deutscher, englischer und französischer Fassung. Die Anfangszeiten erfahren Sie vor Ort im Besucherzentrum der Gedenkstätte. Wenn der Veranstaltungsraum für andere Zwecke benötigt wird, kann die Möglichkeit, den Film zu sehen, eingeschränkt sein. Wir bitten Sie dafür um Ihr Verständnis. Gruppenanmeldungen sind unter paedagogik@ravensbrueck.de, telefonisch unter 033093 603-85 oder online möglich.


 Zwei Wanderausstellungen suchen ihren Weg | Derzeit gibt es zwei Ausstellungen, die als Sonderausstellungen in der Gedenkstätte Ravensbrück gezeigt wurden und als Wanderausstellungen auf Reisen gehen: die Ausstellung »Lagerbordelle. Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern« und die Ausstellung »Jüdische Frauen im Konzentrationslager Ravensbrück« . Zu den vertiefenden Informationen finden Sie auch, indem Sie auf der linken Navigationsleiste auf »Ausstellungen« klicken und dort dem Link zu den »Wanderausstellungen« folgen.