Aktuelles


S t e l l e n a u s s c h r e i b u n g

Für die Realisierung einer neuen Ausstellung im ehemaligen Direktorenwohnhaus der Justizvollzugsanstalt Brandenburg-Görden zum Thema „Strafvollzug in Brandenburg an der Havel von Weimar bis heute“ sowie für die Neugestaltung des Gedenkorts in der JVA Brandenburg (Hinrichtungsstätte) suchen wir für die Gedenkstätten Brandenburg an der Havel, Nicolaiplatz 28, 14770 Brandenburg an der Havel zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n Mitarbeiter/in, befristet bis 31.12.2016, mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 30 Stunden. Die Vergütung erfolgt nach Entgeltgruppe 11 TV-L.

Aufgabengebiet:

 

-       Verwaltung der Ausstellungsexponate mit dem Programm Faust

-       Archiv- , Objekt- und Medienrecherche mit Rechtebeschaffung

-       Mitarbeit an der Konzeption und Realisierung der Ausstellung sowie Mitarbeit an der Erarbeitung von einzelnen Ausstellungskapiteln

-       Unterstützung der Projektleitung bei der Projektkoordination und -organisation

-       Redigieren und Verfassen von Ausstellungstexten

-       Zusammenarbeit mit den Ausstellungsgestaltern

 

Anforderungen:

 

-       Abgeschlossenes Hochschulstudium der Neueren und Neuesten Geschichte, einer vergleichbaren Disziplin mit Schwerpunkt NS-Geschichte und/oder Erinnerungskultur

-       Kenntnisse der NS- und DDR-Justizgeschichte

-       Mehrjährige Erfahrungen im Ausstellungs- und Gedenkstättenwesen sowie in der Archivarbeit

-       Erfahrungen beim Verfassen und Redigieren von Ausstellungstexten

-       Kenntnisse über Archiv- und Dokumentationsdatenbanken erwünscht

-       Französischkenntnisse erwünscht

-       Sehr gute Sprachkenntnisse in Deutsch und Englisch in Wort und Schrift

-       Erfahrungen in der Projektkoordination und Organisation

-       Hohe Motivation, Teamfähigkeit, Flexibilität und Belastbarkeit

 

Die Stiftung zählt zum öffentlichen Dienst. Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich gewünscht. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Vorstellungskosten können leider nicht erstattet werden. Bewerbungsunterlagen können wir nur mit einem ausreichend frankierten Rückumschlag zurück senden, andernfalls werden sie bis zu 3 Monaten nach Besetzung der Stelle aufbewahrt und anschließend nach den Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes vernichtet.

 

Ihre aussagefähigen Bewerbungen senden Sie bitte per Post bis zum 26.05.2015 (Poststempel) an die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Personalreferat, Stichwort: Mitarbeiter/in Bbg., Heinrich-Grüber-Platz, 16515 Oranienburg. Nähere Informationen zur Stiftung sind möglich unter www.stiftung-bg.de.


Audioguide | Die Gedenkstätte Ravensbrück verfügt neuerdings über einen Audioguide, der dank einer großzügigen Spende von Gesellschafterinnen und Gesellschaftern der Firma Freudenberg & Co in Zusammenarbeit mit der Münchner Firma soundgarden audioguidance GmbH realisiert werden konnte. Der Audioguide bietet eine umfassende Übersicht in die Geschichte des Lagers und zur Hauptausstellung und Hintergrundinformationen zu ausgewählten Objekten. In Vertiefungsebenen sind Auszüge aus Interviews mit Überlebenden zu hören, die ihre Erinnerungen an die Haft im KZ Ravensbrück und ihre persönlichen Erfahrungen schildern. Entlang eines Rundgangs im ehemaligen KZ-Gelände können weitere Informationen aufgerufen werden. Die Geräte verfügen zudem über ein Farbdisplay, auf dem historische Fotografien des Konzentrationslagers und Häftlingszeichnungen gezeigt werden. Insgesamt umfasst die Audioführung 54 Stationen mit Informationsangeboten. Sie ist in deutscher englischer, polnischer, französischer und niederländischer Sprache erhältlich und kann im Besucherzentrum der Gedenkstätte gegen eine Gebühr von 3 Euro ausgeliehen werden.


Pädagogische Materialien stehen aktualisiert zum Download bereit |  Die Materialien, mit denen sich Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines Projekttages einzelnen Themen annähern können, sind mit Blick auf die neue Hauptausstellung aktualisiert worden. Sie lassen sich hier herunterladen...


Die medizinische Versorgung im Konzentrationslager Ravensbrück durch das Häftlingspersonal (1939-1945) - ein Dokumentations- und Ausstellungsprojekt (1. Dezember 2014 - 31. Mai 2016) | In Kooperation zwischen dem »Arbeitskreis für Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft (AKF e.V.)« und der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück soll das Projekt in einer Fallstudie zum KZ Ravensbrück die Arbeit des medizinischen Häftlingspersonals im Frauenlager zwischen 1939 und 1945 untersuchen. In die Untersuchung werden auch die Zustände im Revier des Männerlagers einbezogen. Die SS hatte Häftlinge aus unterschiedlichen Ländern Ost- und Westeuropas als Ärztinnen und Ärzte und Pflegerinnen und Pfleger eingesetzt. Ihre Position als Funktionshäftlinge verlangte eine dauernde Gratwanderung zwischen den Befehlen der SS, ihren eigenen Überlebensinteressen und den Bedürfnissen der Kranken. Verletzte und kranke Häftlinge beurteilten ihre Arbeit, wie die Berichte von Überlebenden dokumentieren, sehr unterschiedlich. Neben der Anerkennung ihres Einsatzes für die Mithäftlinge wurden sie u.a. auch für die Nichtbehandlung von Kranken, Selektionen und Tötungen mitverantwortlich gemacht. Im Projekt wird das KZ-Revier in Anlehnung an Anthony Giddens und Pierre Bourdieu als komplexer sozialer Handlungs-, Erfahrungs- und Imaginationsraum gefasst. Daher stehen nicht nur die konkreten Handlungspraktiken des medizinischen Personals, sondern auch die Überlebensstrategien der kranken Häftlingsfrauen und -männer und ihre Wahrnehmung der Reviertätigkeit, die u. a. in Berichten, Briefen, Gedichten und Zeichnungen Niederschlag gefunden haben, im Fokus der Untersuchung. Die Ergebnisse des Projektes werden in einer Publikation mit SS-Quellen, Häftlingsberichten und Zeichnungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht sowie in einer Wanderausstellung präsentiert. Die Schwerpunkte liegen dabei bei der medizinischen Versorgung durch das Häftlingspersonal, den Überlebensstrategien und der Selbstbehauptung der inhaftierten Arzte und Arztinnen und Pflegerinnen sowie ihrer Konfrontation mit medizin-ethischen Problemen. Ausgewählte Biografien des Häftlingspersonals und der kranken Häftlinge kontextualisieren und konkretisieren die Geschichte der medizinischen Betreuung im KZ Ravensbrück. Die Wanderausstellung wird zum 71. Jahrestag der Befreiung Ende April 2016 in der Mahn- und Gedenkstatte Ravensbrück eröffnet. Eine Personendatenbank zum Häftlingseinsatz im Revier kann für weitere Forschungsvorhaben genutzt werden. Bearbeiterinnen sind die Berliner Historikerinnen Dr. Ramona Saavedra Santis und Dr. Christl Wickert. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Bundesministeriums fur Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Bundesministeriums für Gesundheit des Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Land Brandenburg und der Kulturstiftung des Bundes, Halle. Mehr Informationen finden Sie als PDF-Datei hier... 


»Das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück - Geschichte und Erinnerung« | Am 21. April 2013 eröffnete die Gedenkstätte im Beisein von Überlebenden, Vertreter_innen von Überlebendenverbänden und Freundeskreisen, Repräsentant_inn_en des öffentlichen Lebens und von vielen anderen Interessierten die neue Dauerausstellung zur Geschichte und Nachgeschichte des Konzentrationslagers Ravensbrück. Sie gibt in dem Gebäude der sanierten einstigen »Kommandantur« auf zwei Stockwerken erstmals einen umfassenderen Einblick in die Geschichte des Lagerkomplexes Ravensbrück mit dem Frauen-Konzentrationslager, dem Männerlager, dem »Jugendschutzlager Uckermark«, dem »Siemens-Lager« und den zahlreichen Außenlagern. Die Texte zählen in deutscher wie englischer Sprache jeweils etwa drei Millionen Zeichen. Mit einem digitalen Lagermodell wird die Entwicklung des Lagerkomplexes veranschaulicht. Mit medialer Unterstützung kommen 54 Überlebende zu Wort, 152 weitere Biografien ehemaliger Häftlinge sind zu finden. Zusätzlich zu den 13 einführenden Haupttexten erlauben 35 Thementexte, 160 Abschnittstexte, 80 Klappbücher, 17 Videostationen und 22 Hörstationen eine vertiefende Auseinandersetzung mit der Geschichte des Ortes. Etwa eintausend Fotos und Dokumente und etwa 500 Exponate werden zum Teil erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.  Die Ausstellung wurde  von Carina Baganz für H-Soz-Kult rezensiert. Ihre Rezension finden Sie hier online...

Ergänzt wird die nun zentrale Ausstellung durch die anderen Dauerausstellungen: »Im Gefolge der SS - Aufseherinnen des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück«, »Das Führerhaus: Alltag und Verbrechen der Ravensbrücker SS-Offiziere«, »Ravensbrück: der Zellenbau« und die Ländergedenkräume.

 Ab 9.30 Uhr bis zur Schließung der Gedenkstätte zeigen wir außerdem stündlich in dem Veranstaltungsraum in den Garagen den 30minütigen Film »Erinnern an Ravensbrück« der Filmemacherin Loretta Walz in deutscher, englischer und französischer Fassung. Die Anfangszeiten erfahren Sie vor Ort im Besucherzentrum der Gedenkstätte. Wenn der Veranstaltungsraum für andere Zwecke benötigt wird, kann die Möglichkeit, den Film zu sehen, eingeschränkt sein. Wir bitten Sie dafür um Ihr Verständnis. Gruppenanmeldungen sind unter paedagogik@ravensbrueck.de, telefonisch unter 033093 603-85 oder online möglich.


 Zwei Wanderausstellungen suchen ihren Weg | Derzeit gibt es zwei Ausstellungen, die als Sonderausstellungen in der Gedenkstätte Ravensbrück gezeigt wurden und als Wanderausstellungen auf Reisen gehen: die Ausstellung »Lagerbordelle. Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern« und die Ausstellung »Jüdische Frauen im Konzentrationslager Ravensbrück« . Zu den vertiefenden Informationen finden Sie auch, indem Sie auf der linken Navigationsleiste auf »Ausstellungen« klicken und dort dem Link zu den »Wanderausstellungen« folgen.